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Kongress Viszeralmedizin 2017: Fachübergreifende Therapiekonzepte erörtern

11.08.2017 10:04
„Patienten ändern sich – wir uns auch“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr der Kongress Viszeralmedizin 2017, der von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), ihrer Sektion Endoskopie und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) ausgerichtet wird. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bewerten die Mediziner fachübergreifende Therapiekonzepte als alternativlos. Vom 13. bis 16. September 2017 wird in Dresden diskutiert.

Im Vordergrund stehen nach Angaben der Veranstalter viszeralmedizinische Bereiche, bei denen die Entwicklungsschritte in den letzten Jahren besonders schnell und die Überschneidungen der Fachgebiete Gastroenterologie, Viszeralchirurgie und Endoskopie besonders stark sind. Die gemeinsamen Probleme der Infektionsmedizin, die organübergreifenden Entzündungsmechanismen und die Behandlung von Tumorerkrankungen gehören zu den Schwerpunkten des Kongresses.

Fachübergreifende Veranstaltungen wie „Multiresistente Erreger und Antimicrobial Stewardship“, „Neue Konzepte und Therapieansätze bei Adipositas und Morbus Crohn“ sowie „Multimodale Therapie bei Oligometastasierung gastrointestinaler Karzinome“ sollen diesem Fokus Rechnung tragen. Die Mediziner wollen auch diskutieren, wie angesichts der Ökonomisierung und des Kostendrucks in der Medizin eine angemessene Versorgung weiterhin aufrechterhalten werden kann.

„Der Großteil und die Basis gastroenterologischer Diagnostik und Behandlung findet in den Facharztpraxen statt“, so Dr. med. Albin Lütke, Vorsitzender der Sektion Endoskopie. „Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, in diesem Jahr verstärkt Impulse aus der Praxis in das Kongressprogramm einzubinden und zu thematisieren, wie wir die Zusammenarbeit zwischen Klinikern und niedergelassenen Gastroenterologen im Sinne unserer Patienten noch besser gestalten können.“

Im Wettbewerb um den medizinischen Nachwuchs sind die Fachgesellschaften gefordert, kreative und praktikable Lösungen zur gewünschten Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie von ambulanter und stationärer Krankenversorgung zu initiieren. Damit die Zukunft des Fachs vom Nachwuchs wirksam mitgestaltet werden kann, sind in diesem Jahr bewusst junge Viszeralmediziner als Redner und bei der Präsentation klinischer und grundlagenwissenschaftlicher Forschungsergebnisse vertreten.

Der Kongress Viszeralmedizin 2017 bietet am 16. September 2017 auch Patienten ein vielseitiges Programm. Das Arzt-Patienten-Seminar der Deutschen Leberhilfe informiert dabei über verschiedene Lebererkrankungen und stellt aktuelle Behandlungsmethoden vor. Grundlegendes und Neues aus Diagnostik und Therapie erfahren Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beim Seminar der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV). Beim Arzt-Patienten-Seminar zum Reizdarmsyndrom von MAGDA, geht es um die Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung des Reizdarmsyndroms sowie um Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Über aktuelle Erkenntnisse zu Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse informiert die Deutsche Pankreashilfe e.V. Alle Arzt-Patienten-Seminare sind kostenfrei.

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