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OA MVF 02/11: Dementielle Erkrankungen zwischen Medizin und Pflege - Schwierigkeiten für die Versorgungsforschung

23.09.2012 14:55
Der Barmer-GEK Pflegereport 2010 zeigt implizit am Beispiel dementieller Erkrankungen ein wesentliches Dilemma der Versorgungsforschung auf: Die vielfältigen Interdependenzen zwischen Pflege und Demenz werden einerseits sehr gut beleuchtet, und darüber hinaus sind die weitergehenden Zusammenhänge von Medizin, Pflege und Demenz zwar darstellbar, andererseits ist die Darstellung nur bedingt brauchbar, weil die Abrechnungsdaten aus der ambulanten und vertragsärztlichen Versorgung immer weniger verwertbar sind für Aussagen zur Versorgungsqualität. Dies wird eine zunehmende Herausforderung für die Krankenkassen und das Gesundheitssystem: Wie können anfallende Leistungsdaten aus der ambulanten und vertragsärztlichen Versorgung für die Versorgungsforschung sinnvoll verwertet werden?

Abstract
Der Barmer GEK Pflegereport 2010 zeigt den engen Zusammenhang zwischen Demenz und Pflegebedürftigkeit auf. Da die ärztliche Leistung im ambulanten Bereich zunehmend durch Honorarpauschalen pro Quartal abgerechnet wird, fehlen geeignete Leistungsdaten aus diesem Sektor für die Versorgungsforschung. Damit kann die Schnittstelle zwischen Medizin und Pflege und zwischen ambulant und stationär nicht angemessen betrachtet werden. Die auf die Demenz zurückzuführenden zusätzlichen Ausgaben im Bereich der Krankenhausbehandlung und im Bereich der Pflege sind erheblich - das demenzspezifische höhere Honorarvolumen in der vertragsärztlichen Versorgung ist vergleichsweise gering. Es sollte diskutiert werden, die ambulant erbrachten ärztlichen Leistungen von geriatrischen Patienten besser zu stellen, um zeitversetzt wesentlich höhere Krankenhauskosten und noch höhere Pflegekosten zu vermeiden.

Dementia disorders between medicine and nursing care - Difficulties for health care research
The Barmer GEK Care Report 2010 shows the close link between dementia and need for nursing care. As ambulant medical service is billed increasingly as a fee per quarter, appropriate performance data from this sector are missing for health services research. Thus, the link between medicine and nursing care and be-
tween inpatients or outpatients cannot be examined adequately. Additional spending on hospital and in nursing due to illnesses attributed with dementia are considerable - dementia-specific higher fees in the ambulatory care sector are comparatively small. It should be discussed to increase fees for outpatient medical services for geriatric patients in order to avoid significantly higher hospital costs and higher nursing care costs later.

Keywords
Schnittstelle Medizin/Pflege, Demenz, Behandlungshäufigkeit, medizinische Rehabilitation, Demenz-spezifische Kosten, Honorierung der ärztlichen Tätigkeit, Link between medical/nursing care, dementia, frequency of treatment, medical rehabilitation, dementia-specific costs, payment for medical care

Günther Sauerbrey

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Open Access-PDF zum Zitieren (Zitationshinweis: Sauerbrey, G.: „Dementielle Erkrankungen zwischen Medizin und Pflege - Schwierigkeiten für die Versorgungsforschung“. In: "Monitor Versorgungsforschung" (MVF) 02/11, S. 29 ff.)

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Ausgabe 02 / 2011

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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