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Disease Management 2.0 & Morbi-RSA 1.0 – Medical Management für Krankenkassen unter den Bedingungen des Morbi-RSA

02.11.2010 13:08
Dr. Rob Neeter MD, Dr. Klaus-Jürgen Preuß

Abstract
Disease-Management-Programme sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland und den Niederlanden. In Deutschland sind die Ergebnisse partiell zufriedenstellend. Einige relevante Krankheitsparameter (Surrogat-Parameter) wurden verbessert, die medizinischen Outcomes hingegen nur wenig beeinflusst. Auch die mit der Einführung der DMPs versprochenen Einsparungen konnten bislang nicht realisiert werden. In den Niederlanden wurde ein spezieller Software-Support eingesetzt, um DMPs wirklich über sektorale Versorgungsgrenzen effektiv zu gestalten. Die softwarebasierte DMP-Einführung wurde flankiert durch den parallelen Einsatz von Kranken-schwestern, Arzthelferinnen und anderen medizinischen Fachkräften, um die Ärzte wirkungsvoll zu entlasten. Dieser duale Ansatz war der Schlüssel zum Erfolg der Programme. Darüber hinaus werden zukünftig Multi-Disease-Programme, die auf einzelne Indikationen fokussierten DMPs ablösen; denn sie reflektieren die gegebene Multimorbidität größerer Bevölkerungskreise treffender. Unter den Bedingungen des neuen Morbi-RSA in Deutschland werden sich die neuen wie „alten“ DMPs auf die hierin abgebildeten Erkrankungen ausrichten. Anbieter und Entwickler von DMPs sind aufgerufen, Lösungen für diese neuen Indikationen zu entwickeln sowie heute verfügbare innovative Technologien zu integrieren. Kassen und private Krankenversicherungen sollten diese Entwicklungen durch begleitende neue Vergütungsmechanismen wie eine qualitätsorientierte Vergütung (Pay for Performance) oder ein Risk Sharing katalysieren.

Disease Management 2.0 & Morbi-RSA 1.0
Disease management programs are part of the statutory healthcare services in Germany and the Netherlands. In Germany results show some general improvements with no reductions in many relevant medical outcome parameters and no cost savings so far. In the Netherlands sophistic software support has been applied to make disease management really work across boundaries in healthcare delivery. The software based DMPs in the Netherlands were combined with the implementation support of clinical nurses, physician´s assistants and other qualified medical professionals. This dual approach seems to be the key for success in disease management. Furthermore multi-disease management programs are necessary instead of single indication focussed programs to reflect the reality of great parts of the population suffering from more than five different indications at the same time.
Under the new risk adjustment system in Germany there will be a great demand for new and multi-state DMPs focussed at the indications relevant for the new risk adjustment system. Service providers in the DMP area will have to focus on development of new programs and the integration of new technologies. Sick funds and private healthcare insurers should foster the development and implementation with new financial mechanisms like pay for performance and/or risk sharing agreements.

Keywords
Disease Management, medizinischer Software Support, Morbi-RSA, Neue Vergütungsmechanismen, Qualitätsorientierte Vergütung und Risk Sharing, Versorgungsqualität, disease management, clinical software support, risk adjustment system, pay for performance and risk sharing, quality care, outcomes

Autoren

Dr. Rob Neeter MD, Dr. Klaus-Jürgen Preuß

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