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Schuster bleib‘ bei deinen Leisten: Das IQWiG und die Gesundheitsökonomie

02.11.2010 11:58
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg

Abstract
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) die zusätzliche Aufgabe übertragen bekommen, auch die ökonomische Bewertung von Arzneimitteln in Form von Kosten-Nutzen-Bewertungen durchzuführen. In ihrem letzten Beitrag für diese Zeitschrift (MVF 1/2009: 32-37) haben der Leiter des IQWiG, Prof. Dr. med. Peter Sawicki, sowie zwei seiner Mitarbeiter die vom IQWiG neu entwickelte Methodik sowie deren Motivation kurz vorgestellt. Vor dem Hintergrund der langjährigen Forschung in der Gesundheitsökonomie fällt das Fazit enttäuschend aus. So wurden weder die international angewendeten Standards der wissenschaftlichen Forschung berücksichtigt, noch langjährige Erfahrungen anderer vergleichbarer Bewertungsagenturen wie des National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) in die konkrete Ausgestaltung der Kosten-Nutzen-Bewertung einbezogen. Somit bleibt die Hoffnung, dass bei Vorlage und Diskussion der vor kurzem vergebenen Pilotstudien auch der Einfluss der gesundheitsökonomischen Fachkreise wieder ansteigen wird, um den deutschen Sonderweg in der Kosten-Nutzen-Bewertung wieder mehr in Richtung der in der Gesundheitsökonomie akzeptierten Standards zu rücken.

A cobbler should stick to his last: The IQWiG and health economics
As one result of the Statutory-Health-Care-System Competition-Enhancement-Act (GKV-WSG), the German Institute for Quality and Efficiency in Health Care (IQWiG) was assigned the additional responsibility to conduct cost-benefit-assessments for drugs. In their latest article for this journal (MVF 1/2009: 32-37), the director of the IQWiG, Prof. Dr. med. Peter Sawicki, and two of his colleagues described the new methodological approach and the ratio behind it. Compared with the well-established experience of health economic research, the overall conclusion is more or less disappointing: International accepted standards have not been incorporated and experiences of many years of international assessment agencies like the National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) was not reflected. As there will be an ongoing discussion when the recently commissioned pilot studies have been published, there is hope for an increasing impact of the health economic community to foster the methods of cost-benefit-assessment use by the IQWiG into the direction of general accepted standards

Keywords
IQWiG, Kosten-Nutzen-Bewertung, Gesundheitsökonomie, NICE, IQWiG, cost-effectiveness analysis, health economics

Autor

Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg

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