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Monetäre Anreize gezielt einsetzen – das Konzept qualitäts-orientierter Vergütung

29.10.2010 16:29
Univ.-Prof. Dr. oec. Volker E. Amelung, Norma Zippan, Dr. rer. hum. biol. Charity M. Mutegi, Dr. Thomas Zahn

Abstract
Auch im deutschen Gesundheitswesen werden im ambulanten und stationären Sektor immer wieder die unflexiblen und nahezu leistungsfeindlichen Vergütungssysteme moniert. Insbesondere durch den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007 und Aktivitäten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung lässt sich nun aber auch in Deutschland eine steigende Dynamik in Richtung P4P beobachten. In diesem Zusammenhang nehmen die Regelungen über Selektivverträge eine besondere Stellung ein. Dabei ist es eigentlich nur konsequent, jene, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen, und/oder jene, die sich erheblich verbessert haben, zu honorieren. Erfahrungen zu Konzepten liegen schwerpunktmäßig aus den USA und Großbritannien vor. Der erste hier exemplarisch vorgestellte Ansatz wurde von der Integrated Health Association (IHA), einem Zusammenschluss aus unterschiedlichsten Akteuren des Gesundheitswesens, in Kalifornien entwickelt. Als ein weiterer innovativer Ansatz in der europäischen Diskussion wird die Neuordnung der hausärztlichen Vergütung in Großbritannien herangezogen. Die Situation ist allerdings grundsätzlich eine andere als in den amerikanischen Modellen, da es hier um die leistungsorientierte Verteilung zusätzlicher Gelder geht. Obwohl es noch keine validen Evaluationsergebnisse gibt, fand der Sachverständigenrat (SVR) in 21 von 28 Studien positive Ergebnisse. Entsprechend ist P4P in der internationalen Diskussion eine der bedeutendsten Entwicklung der vergangenen Jahre.

Instituting Incentives through quality-oriented reimbursement.
Like in many other healthcare systems, rigid payment models in the German healthcare sector have been widely criticised as hindering quality improvements. The contributions of the German Expert Advisory Board for the Assessment of Trends in Health 2007 (SVR 2007) and the Federal Association of Statutory Health Insurance reflect an increasing dynamic towards P4P. The regularisation of selective contracting is central in this regard. This development is consistent with the need to reward providers who deliver above-average services and/or those who substantially improve their performance. P4P has been most extensively tested in the USA and UK. The first concept that will be presented in this paper was developed by the Integrated Health Association (IHA), a non-profit association of various players in the healthcare sector in California. We will then look at the concept from a European viewpoint and analyse the realignment of the reimbursement of General Practitioners in the UK. It is vital to note that the UK model differs from the Californian model fundamentally. In the UK, P4P was geared towards a performance-oriented allocation of additional funds. While valid evaluations of P4P are still missing, analysis of 28 studies by the Germany’s expert advisory board (SVR) reported positive results in 21 studies. Accordingly, P4P is one of the significant international developments in the past few years.

Keywords
Qualitätsorientierte Vergütung, P4P, Selektivverträge, Integrierte Versorgung, Gesundheitssystemforschung, Quality-oriented-performance, P4P, Selective contracting, Integrated care, Health System Research

Autoren

Univ.-Prof. Dr. oec. Volker E. Amelung, Norma Zippan, Dr. rer. hum. biol. Charity M. Mutegi, Dr. Thomas Zahn

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