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Ambulante Operationen: Einstellungen von Patienten am Beispiel von Knieoperationen

24.02.2012 17:55
Zahlreiche nationale wie internationale Veröffentlichungen bescheinigen seit Jahren, dass in Deutschland im internationalen Vergleich zu wenig medizinisch notwendige Operationen ambulant durchgeführt werden (Brökelmann 2007: 5; Toftgaard/Parmentier 2006: 42-48). Zwar ist bekannt, dass ein Teil dieser Abweichungen auch durch unterschiedliche organisatorische und finanzielle Faktoren in den jeweiligen Ländern erklärt werden können, dennoch sind die Abweichungen bei einigen Operationen zu deutlich, als dass diese Erklärungen als alleinige Begründungen der Differenzen herangezogen werden können (Busse/Wörtz 2009: 52 – 54; Oberender & Partner 2010: 26 – 28).

Zusammenfassung
In der wissenschaftlichen Literatur ist die Einstellung von Patienten zu ambulanten Operationen und die Einflussfaktoren auf die Mitwirkung in der Entscheidung für oder gegen eine ambulante Operation bisher nicht systematisch erforscht worden. Ziel der durchgeführten Befragung (N=511) ist es, latente Faktoren zu finden, mit der die Einstellung von Versicherten zum Thema ambulantes Operieren beschrieben werden können, um zukünftig in Aufklärungskampagnen und Verträgen gezielt eben diese Faktoren anzusprechen.
Methodik: Es wurde eine Befragung unter gesetzlich Versicherten der mhplus Betriebskrankenkasse in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Auswertung des Fragebogens erfolgte mittels einer explorativen Faktoranalyse. Um den Einfluss der so extrahierten Faktoren auf die Gesamtbereitschaft zu einer ambulanten Operation zu ermitteln, wurde anschließend eine multivariate lineare Regression durchgeführt. Ergebnisse: Es wird gezeigt, dass insbesondere die Angst vor medizinisch-ärztlicher Qualität, die Servicequalität und Gespräche mit dem Arzt die Einstellung von Versicherten erklären und die Bereitschaft, sich ambulant operieren zu lassen, prägen. Schlussfolgerung: Auf Basis der Erkenntnisse werden den Akteuren konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, um potenziellen Patienten zielgerichtet Informationen bereitzustellen.

Day surgery – Attitutes of patients using the example of knee surgery
Public health insurances and other stakeholders can conclude contracts and hand-out  information material to their clients in order to promote day surgery. Unclear to this point stays the attitude that patients have towards day surgery and thus, which aspects should be included in contracts and information campaigns. To answer this question and to consider patients’ attitudes in future information campaigns, a survey among publically insured was conducted. The aim of this survey was to find latent factors that describe patients’ attitudes towards day surgery. It will be shown that the factors medical quality, quality of service and dialogue with the physician drive the attitude towards day surgery and the willingness to obtain one. From these findings, this study will give stakeholders clear advices for their communication strategy as well as their contract strategy.

Schlüsselwörter
Ambulante Operationen, Gesetzliche Krankenversicherung, Umfrage, Einstellungsmessung, Faktoranalyse, Informationspolitik

Day surgery, public health insurance, survey, attitude measurement, factor analysis, information policy

Autoren

Dr. Oliver Gapp
Dipl.-Gesundheitsökonom Tino Schubert

Dipl.-Volkswirt Tobias Vogelmann

Ausgabe 03 / 2012

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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