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„Versorgung gemeinsam gestalten“

24.02.2012 17:55
Von 2002 bis 2005 war Birgit Fischer Ministerin für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen, seit 2007 Stellvertretende und ab 2010 dann Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK. Bis sie im Mai 2011 einen großen Schritt auf die Industrieseite machte und als Nachfolgerin von Cornelia Yzer Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) wurde. Dieser Schritt polarisierte, sogar von Anrüchigkeit war die Rede, wohl auch, weil sie auf Kassenseite durchaus als Kritikerin der Pharmaindustrie galt. Heute, exakt ein Jahr später, sind solche Kritiken Vergangenheit, auch, weil sich die gelernte Pädagogin als „Brückenbauerin“ versteht, als jemand, der die verschiedenen Seiten des Gesundheits-systems kennt, versteht und an einer neuen gemeinsamen und vor allem zukunftsfähigen Versorgungslösung mitarbeiten möchte.

>> Frau Fischer, bei der Vorstellung des Jahresberichts der freiwilligen Selbstkontrolle sagten Sie kürzlich: „Kooperation braucht Vertrauen, klare Regeln und Transparenz“. Ist das so etwas wie Ihr ganz persönliches Glaubensbekenntnis?
Ich glaube, dass jeder in seinem jeweiligen Berufsbereich und in den jeweiligen Sektoren versucht, seinen Job so gut wie möglich zu machen. Doch leider ist es oft so, dass dabei zu viele nur ihren Job, ihre Rolle und ihre Funktion sehen. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit eine Unkenntnis über das Denken, die Situation und die Rahmenbedingungen des jeweils anderen. Das führt zu Verwerfungen und manchmal sogar zu Feindschaften, weil es eigentlich doch nur darum geht, eigene Interessen zu verteidigen, wodurch die anderen, die doch auch gute Versorgung wollen, schnell zum Gegner werden. Der Blick auf die gemeinsame Schnittmenge, die gemeinsame Zielsetzung und Interessenlage geht verloren.

Das scheint durchaus die Realität im deutschen Versorgungssystem zu sein.
Zumindest solange man nicht versucht, die gemeinsame Ausgangssituation und Interessenlage zurück zu gewinnen. Das erfordert Verständnis und Verstehen der jeweils anderen Seite, wobei mir dieses „andere Seite“ schon zu konfrontativ klingt.

Ist das realistisch?
Es wird, weil es die gemeinsame Schnittmenge eindeutig gibt.

Wie definieren Sie diese gemeinsame Schnittmenge?
Für mich wäre die erste und wichtigste Schnittmenge die gemeinsame Ausrichtung auf den Patienten. Anders wird es auch nicht gehen, denn der Patient selbst hat nicht die Wahl, sich zwischen dem ein oder anderen Player zu entscheiden, im Zweifel braucht er schlicht und ergreifend alle. Nun geht es aus Patientensicht darum, eine Abstimmung, eine Koordination und eine Kooperation hinzubekommen, damit möglichst alle am gleichen Strang ziehen.

Das tun doch schon heute alle, nur an verschiedenen Enden des Strangs, weil alle im Endeffekt um die eigenen Budgets kämpfen.
Was so eigentlich nicht nötig wäre...

 

Ausführliches Interview: siehe Archiv, MVF 03/12 (Zugang nur für Abonnenten)

Ausgabe 03 / 2012

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