Sie sind hier: Startseite Abstracts Open Access 2012 Kurzfassungen Ausgabe MVF 01/12 Multi-disziplinärer Blick auf soziale gegenseitige Selbsthilfe und politische Selbsthilfeorganisation von Menschen mit chronischen und seltenen Erkrankungen
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Multi-disziplinärer Blick auf soziale gegenseitige Selbsthilfe und politische Selbsthilfeorganisation von Menschen mit chronischen und seltenen Erkrankungen

27.02.2012 10:30
Selbsthilfe im Gesundheitswesen ist nicht individuelle Eigenhilfe, sondern selbstorganisierte Hilfe auf Gegenseitigkeit von Menschen, die die relevanten Merkmale und von diesen Merkmalen massgeblich geprägte Lebenslagen teilen und insofern, genossenschaftswissenschaftlich ausgedrückt, Deckung des Bedarfs der MitgliederInnen auf Gegenseitigkeitsbasis besorgen. Sie ist selbstorganisierte, aber soziale, das heißt hier: gemeinschaftliche Sorgepraxis. Dies gilt vor allem auf der Mikroebene der sozialen Gruppenaktivitäten. Besonderheiten von seltenen Erkrankungen (Achse 2010: 26) sind gleich noch zu berücksichtigen. Professionalisierungen und Formalisierungen beginnen im Zuge der Verbandsbildung auf Meso- und Makroebene (vgl. www.achse-online.de; www.namse.de, und paneuropäisch www.eurodis.org). Dies wiederum wird gleich noch vor allem in politikwissenschaftlicher Sicht interessieren.

Zusammenfassung
Der Aufsatz wirft aus multi-disziplinärer Perspektive einen Blick auf das soziale Phänomen der sozialen Selbsthilfe und der Selbsthilfeorganisation von Menschen mit chronischen seltenen Erkrankungen in Deutschland. Wie ist das Thema etwa aus psychologischer, kulturwissenschaftlicher, sozialpolitikwissenschaftlicher (versorgungspolitischer), politikwissenschaftlicher, wohlfahrtsökonomischer, ethischer, staatsrechtlicher und theologischer Perspektive zu analysieren? Einige zentrale Aspekte und Dimensionen werden dargelegt.

Social (mutual) self help groups and political self help organizations of people with chronic rare diseases – a multi-disciplinary perspective
The paper offers a multi-disciplinary perspective on the social phenomenon of social (mutual) self help groups and political self help organizations in the field of chronic rare diseases in Germany. How to analyze this social phenomenon from perspectives of psychology, cultural anthropology, social (care) policy research, political science, welfare economics, ethics and public law? Some selected aspects and dimensions will be explained.

Schlüsselwörter
Soziale Selbsthilfe, Reziprozität/gegenseitige Hilfe, Selbstorganisationen, seltene Erkrankungen, Interessensgruppen, demokratisches politisches System, social self help, reciprocity/mutual help, self organizations, rare diseases, interest groups, democratic political system

Autor
Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt

Ausgabe 01 / 2012

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Problem „Low-Value-Care“

Termine
Innovationskongress Health 4.0 29.11.2021 - 30.11.2021 — Köln
10. MVF-Fachkongress: "Theorie wagen" 07.12.2021 09:00 - 18:00 — Berlin
BMC-Kongress 2022 19.05.2022 - 20.05.2022 — Berlin
Kommende Termine…
« November 2021 »
November
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930
Creative Commons License