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„Patientenrelevante Endpunkte“ - Bewertung aus der Perspektive der Patienten?

24.01.2013 16:17
Die meisten Entscheidungsträger, einschließlich IQWiG, berücksichtigen verschiedene patientenrelevante Endpunkte, um die Überlegenheit einer Therapie gegenüber einem Placebo oder einen Komparator zu beweisen. Es stellt sich die Frage: Wie können widersprüchliche Ergebnisse in verschiedenen Endpunkten interpretiert werden? Das Problem in der Nutzenbewertung mit mehr als einem Endpunkt ist die Gewichtung und die darauf aufbauende Berechnung einer Kennzahl für den Gesamtnutzen. Ohne die Aggregation von mehreren Endpunkten zu einem Score/ Index könnte die Ableitung von Empfehlungen oder regulatorischen Entscheidung fraglich sein.

Abstract
Der dokumentierte Patientennutzen sollte ausschlaggebend für die Prioritätensetzung sein. Die zugrundeliegenden Entscheidungsprozesse müssen dafür Sorge tragen, dass die Auswahl aus einer Vielzahl potentieller Gesundheitsgüter und -dienstleistungen mit den Bedürfnissen, Erwartungen und Prioritäten der Versicherten und Patienten im Einklang stehen. Die gemeinsame Basis des klinischen und des ökonomischen Entscheidungskalküls ist der Nutzen für die Patienten. Patientenpräferenzen sollten deshalb auf allen Ebenen in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Zur Präferenzmessung im Gesundheitswesen werden  zunehmend Discrete-Choice-Experimente eingesetzt. Ein Vorteil dieser Methode ist die Fundierung in der mikroökonomischen Theorie. Großbritannien, Australien und Deutschland diskutieren derzeit Methoden und Verfahren für die Berücksichtigung der Patientenpräferenzen in der regulatorischen (Zulassung, Erstattung und Preisgestaltung) und gesundheitspolitischen Entscheidungsfindung. Allerdings bleibt offen, wie die Präferenzen der Patienten und der Öffentlichkeit am besten mit Expertenurteilen in Verbindung gebracht werden können.

Health Technology Assessment from the patient perspective?
The documented patients benefit should be decisive in priority setting. The underlying decision-making processes must ensure that the selection of a variety of potential health goods and services is in line with the needs, expectations and priorities of the insured and patients. The common basis of the clinical and economic decision-making calculus is the benefit to patients. Therefore patient preferences can and should be involved at all levels in the decision-making processes. Great Britain, Australia and Germany are currently discussing methods and procedures for valuing patient preferences in regulatory (authorization and pricing) decision-making. However, many questions remain on how to best balance patient and public preferences with physicians’ judgment in healthcare and health policy decision-making. For example, how to define evaluation criteria, regarding the perceived value from a patient’s perspective?

Keywords
Discrete-Choice Experiments, Patient Preferences, Utility Assessment

Prof. Dr. Axel C. Mühlbacher, Susanne Bethge, M.Sc., Christin Juhnke, M.A.

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Zitationshinweis (Zitationshinweis: Mühlbacher et al.: „Patientenrelevante  Endpunkte“ - Bewertung aus der Perspektive  der Patienten?“. In: KongressSpecial 01/13/Monitor Versorgungsforschung" (MVF), S. 11 ff.)

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Ausgabe 01 / 2013

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