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Telematik zur Patientenselbststeuerung: Nutzen für Patienten

28.05.2013 10:30
Chancen durch Telematik zur Patientenselbststeuerung (TzP) entstehen zunächst und vor allem für den Patienten. Bevor wir jedoch über Nutzen von TzP für Patienten reden, sollten wir uns kurz klar machen, worin solcher Nutzen überhaupt bestehen kann. Patienten sind per Definition krank, also ist eine Nutzenkategorie: weniger Krankheit durch TzP, oder – nach der Krankheitsdefinition des Brockhaus – weniger Störungen des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Patienten sind aber auch Bürger und insbesondere Versicherte, also ist eine andere Nutzenkategorie: weniger Kosten für Gesundheit und Krankheitsbehandlung, geringere oder weniger schnell steigende Krankenkassenbeiträge.

>> Telematik hilft dem Patienten schon ganz zu Beginn, bei der Auswahl eines Arztes seines Vertrauens. Gleiches wiederholt sich bei jeder Überweisung zu einem Facharzt einer für ihn „neuen“ Fachrichtung oder bei einer Klinikeinweisung. Spezielle Portale insbesondere der Krankenkassen schaffen hier Transparenz über die Einschätzung anderer Patienten bei niedergelassenen Ärzten, bzw. über die Qualität bei Kliniken. Dieses Wissen sollte dem Patienten eine erhöhte Sicherheit geben und damit zu seinem Wohlbefinden beitragen. Ebenso kann er sich auch über Ärztenetze und ihre eventuell besonderen Leistungen in seiner Region informieren und damit schon frühzeitig einen Arzt aufsuchen, bei dem die Kommunikation mit Kollegen anderer Fachrichtungen oder auch die fachbereichsübergreifende Einhaltung von Leitlinien gewährleistet sind.
Telematik allein bewirkt gar nichts. Wenn wir über konkreten Nutzen reden, müssen wir also auf Effekte achten, bei denen Telematik Diagnose- und Therapieprozessen zu mehr Effektivität und Effizienz verhilft. Wir hatten ferner in dieser Serie auch schon festgestellt, dass Art und Umfang eines sinnvollen Telematik-Einsatzes von der Indikation, bzw. den Indikationen des Patienten abhängt. Angesichts der Menge möglicher Indikationen bzw. Indikationskombinationen, die die Medizin kennt, ist es nun völlig unmöglich diese alle hier systematisch zu behandeln. Wir haben deshalb den Ansatz gewählt, exemplarisch einige Effekte darzustellen in der Hoffnung, daraus die meisten Nutzenarten durch Rekombination generieren zu können.
Beginnen wir mit der Therapie. In aller Regel wird der Patient die Therapie seiner Krankheit nicht allein steuern, sondern seinen Steuerungsbeitrag im Rahmen der von seinem Arzt - seinen Ärzten - gegebenen Therapiekorridoren leisten, ein kranker Mensch ist nicht autonom. Trotzdem hat er - wie Gigerenzer und Gray sagen - als Staatsbürger das Recht, die grundlegenden Tatsachen von Diagnose und Behandlung zu kennen, und er hat eine eigene Verantwortung, Entscheidungen über seine Gesundheit auf der Grundlage der besten verfügbaren Evidenz zu treffen.
Dazu ein Beispiel:




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Ausführlich: siehe Archiv, MVF 05/13 (Zugang nur für Abonnenten)

Ausgabe 05 / 2013

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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