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Ein Resümee nach fünf Jahren winDiab

28.05.2013 10:30
Neben der Mehrzahl von Patienten mit Typ-1 Diabetes werden mittlerweile auch Patienten mit einem komplexeren Typ-2 Diabetes, Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom sowie schwangere Patientinnen mit einem vorbestehenden Diabetes oder einem Gestationsdiabetes in diabetologischen Schwerpunktpraxen (DSPen) behandelt und geschult. Um Erkenntnisse über die Prozesse und Ergebnisse daraus zu gewinnen, wurde vor fünf Jahren ein wissenschaftliches Institut der niedergelassenen Diabetologie mit dem Namen winDiab von Diabetologen selbst gegründet. Seitdem wurden eine Reihe von konkreten und praxisrelevanten Fragestellungen spezifisch für diese Versorgungsebene untersucht und diese Evaluierungen, Spots, Jahresberichte und Register konnten von mehr als 100 DSPen mit fast 160 Diabetologen und ihren Teams in ihrem Praxisalltag durchgeführt werden. Die Ergebnisse haben direkten Einfluss auf die praktische Arbeit der DSPen, denn sie werden in der Kommunikation mit Kostenträgern genutzt und führen zu Änderungen bei der Positionierung von DSPen in der diabetologischen Szene. Auch zukünftig soll die Arbeit von winDiab dazu beitragen, dass die notwendige Bandbreite an diagnostischen und therapeutischen Optionen für die Behandlung von Patienten verfügbar bleibt. Dieser Artikel stellt die Arbeit von winDiab und die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchungen, die in den letzten fünf Jahren durchgeführt wurden, zusammenfassend dar. Gleichzeitig ist er eine Positionsbeschreibung der DSPen und zeigt auf, wie deren Beitrag bei der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Diabetologie sein kann.

>> Die Betreuung von Diabetes-Patienten hat in Deutschland in den letzten fünfzehn Jahren einen tiefgreifenden Wandel erlebt. Während vor diesem Zeitpunkt Patienten mit Diabetes mellitus Typ-1 (T1DM) oder Typ-2 (T2DM) und ausgeprägten Folgeerkrankungen sowie Patienten mit einem diabetischem Fußsyndrom (DFS) und schwangere Patientinnen mit einem vorbestehenden oder einem Gestationsdiabetes (GDM) in universitären Einrichtungen, Krankenhäusern oder allgemeinen internistischen Praxen behandelt wurden, kam es Mitte der 90er Jahre zu einer Veränderung in der spezialisierten Betreuung: Durch die Etablierung von diabetologischen Schwerpunktpraxen (DSPen) wanderte die Betreuung dieser Versorgungsbereiche von der Klinik in die niedergelassene Versorgung.
Dabei ist bis heute die Definition einer DSP nicht einheitlich: Von der normalen Diabetespraxis mit einem Diabetologen und einer Diabetesberaterin bis hin zu großen ambulanten Diabeteszentren mit drei und mehr Ärzten und einem beachtlichen Personalstamm gibt es die unterschiedlichsten Modelle von DSPen. Eine durchschnittliche DSP betreut etwa 1.000 Diabetes-Patienten im Quartal, mit einer Bandbreite von 400 bis zu 4.500 Patienten im Quartal (s. Jahresbericht winDiab 2013; www.windiab.de).
Bis vor fünf Jahren war wenig über die Arbeit und das Leistungsspektrum der DSPen bekannt, denn es gab weder zuverlässige Angaben zur Anzahl von Patienten noch zur Güte der Behandlung. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur und liegen insbesondere darin, dass
• die akademisch angesiedelte Versorgungsforschung (VSF) andere wissenschaftliche Ziele und Themen verfolgt, als sie bei der Forschung zur Versorgung der Patienten von Interesse sind,
• die Patienten aus der Versorgungsebene 3 (Klinik) in die Ebene 2 (DSP) wanderten, dies aber nicht forschungsmäßig begleitet wurde,
• es keine Struktur gab, die eine eigenständige Forschung auf dieser Ebene organisierten konnte.
Gründung von winDiab
Durch Gründung des wissenschaftlichen Institutes der niedergelassenen Diabetologie (winDiab) durch elf niedergelassene, diabetologisch tätige Ärzte im Jahr 2008




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Ausführlich: siehe Archiv, MVF 05/13 (Zugang nur für Abonnenten)

Ausgabe 05 / 2013

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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