Sie sind hier: Startseite Abstracts Open Access 2013 Hohe Ausgaben, zu wenig Qualität
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hohe Ausgaben, zu wenig Qualität

28.05.2013 10:35
Es ist noch gar nicht so lange her, da erfüllte das deutsche Gesundheitssystem für andere europäische Länder eine Vorbildfunktion. Doch scheint sich seit dem Jahr 2006, als Deutschland noch in puncto Qualität weit vorne lag, Einiges geändert zu haben – zum Schlechten hin. Bescheinigte der europäische Qualitätsindex EHCI vor sieben Jahren noch Platz Drei für Deutschland im europäischen Vergleich, war es im Jahr 2012 nur noch Platz 14. Vor allem die medizinische Behandlungsqualität lässt noch „Luft nach oben“. Aber wie kommt es dazu, wenn doch die Gesundheitausgaben in den vergangenen Jahren stets gestiegen sind? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG ging diesem Paradoxon nach und deckte Schwachstellen auf.

> Die KMPG-Analyse umfasst zwei Problemkreise: die Qualitätsmessung und die Qualitätsvergütung. Die Frage zum ersten Problem lautet: Wird die Qualität richtig und für den Patienten nachvollziehbar gemessen? Zweitens gehen die Wirtschaftsprüfer der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen der Qualität und der Wirtschaftlichkeit in deutschen Krankenhäusern besteht. Das Fazit der Experten ist ernüchternd: „Weder wird die Qualität in deutschen Krankenhäusern verlässlich ermittelt noch wird sie ausreichend vergütet.“ Darüber hinaus gebe es keinen statistisch nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Qualität und dem wirtschaftlichen Erfolg deutscher Krankenhäuser.
Objektiv versus subjektiv
Als Grundlage ziehen die KPMG-Experten die strukturierten Qualitätsberichte gemäß § 137 SGB V und den Klinikführer der Techniker Krankenkasse (TK) heran. Während allerdings in den Qualitätsberichten die Behandlungsqualität anhand festgelegter objektivierter Qualitätsindikatoren gemessen wird, handelt es sich bei dem TK-Klinikführer um eine von den Patienten völlig subjektiv empfundene Einschätzung der medizinischen Qualität und der pflegerischen Krankenhausleistungen. Die anfängliche Vermutung der Studienautoren, dass die objektivierte und die subjektive Qualitätsmessung

...

Ausführlicher Report: siehe Archiv, MVF 04/13 (Zugang nur für Abonnenten)

Ausgabe 04 / 2013

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

Gemeinsamer Priorisierungskatalog

« Oktober 2022 »
Oktober
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31