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„Eine Frage der Aussagekraft von Routinedaten“

04.06.2014 17:55
Der Diplom-Volkswirt Thomas Ballast ist ein „Krankenkassenmann“: 1992 Referent für „ärztliche Versorgung“ beim Bundesverband der Innungskrankenkassen, 1995 Leiter des Referates „Ärzte“ beim VdAK, 2008 Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) und seit 2012 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. Hier ist er für die Unternehmensbereiche ambulante und stationäre Versorgung, Informationstechnologie und Interne Dienste sowie für den Stabsbereich Gesundheitswissenschaften, die Stabsstelle Strategisches Versorgungsmanagement sowie für die Referate Vergabestelle und Datenschutz verantwortlich.

http://doi.org/10.24945/MVF.03.14.1866-0533.1938

>> Herr Ballast, Sie sind seit zwei Jahren stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse und insbesondere auch für den Bereich Gesundheitswissenschaften verantwortlich. Was haben Sie in diesen 24 Monaten bewegen können?
Im Bereich des WINEG war die TK schon vorher sehr gut aufgestellt, was beispielsweise den Umgang mit unseren Routinedaten, die Zusammenarbeit mit Lehrstühlen oder mit wissenschaftlichen Kooperationspartnern betrifft. Zu Anfang meiner Amtszeit haben wir uns dennoch in mehreren Workshops mit dem WINEG zusammengesetzt. Ziel war es zu analysieren, wie die Akzeptanz und Sichtbarkeit des WINEG extern in der Wissenschaftsszene, insbesondere jedoch auch hausintern weiter gesteigert werden kann.

Sind Sie damit vorangekommen?
Wir haben vier Themenfelder identifiziert, in denen sich das WINEG verstärkt positionieren wird. Das erste ist die wissenschaftliche Bearbeitung von Routinedaten, ein Feld, bei dem wir auch viele Anfragen von potenziellen Kooperationspartnern bearbeiten. Das zweite ist das Thema Patientensicherheit, ein Bereich, in dem wir als Mitglied des „Aktionsbündnisses Patientensicherheit“ schon länger aktiv sind. Ein dritter Themenbereich ist intern gelagert – hier geht es darum, wie die Wissenschaftssprache in eine verständliche Sprache übersetzt werden kann, damit möglichst vieler unserer Mitarbeiter adäquat informiert werden können. Das vierte Themenfeld, das mir persönlich sehr wichtig ist, ist sozusagen die Kür, in der wir uns auf Themenfelder konzentrieren, in denen wir Über- oder Fehlversorgung vermuten.

Warum nicht auch Unterversorgung?
Es gibt ausreichend gesellschaftliche Kräfte und Interessenlagen, die auf die Stellen aufmerksam machen, in denen zu wenig versorgt wird, was ja auch absolut in Ordnung ist. Wir aber wollen das WINEG als wissenschaftliches Institut unserer Krankenkasse positionieren, und zwar genau an der Stelle, an der Über- oder Fehlversorgung oft gleichzeitig zum Schaden des Patienten zum Tragen kommt.

Womit Sie im Grunde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Stimmt. Indem wir zur Qualität und Patientensicherheit beitragen, werden automatisch Ressourcen identifiziert, die an der falschen Stelle eingesetzt werden. Doch mir kommt es vor allem auf die Sichtweise an: Ökonomie ist wichtig, aber nicht das ausschlaggebende Faktum.

Auf welche Felder wollen Sie sich insbesondere konzentrieren?
Das Themenspektrum reicht von der Frage des korrekten Arzneimitteleinsatzes, über Fragestellungen zur Entwicklung von Indikationsstellungen beispielsweise im Bereich der psychischen Erkrankungen, bis hin zu Operationshäufigkeiten oder dem korrekten Einsatz von Medizinprodukten. Hier wurde beispielsweise bereits die Haltbarkeit bestimmter Prothesen untersucht, wobei festgestellt wurde, dass es dort erhebliche Probleme gibt.

Was machen Sie mit den daraus entstehenden Erkenntnissen?
Wir publizieren unsere Erkenntnisse primär in der Wissenschaftsszene. Doch werden auch Informationen erarbeitet, die für eine breitere Öffentlichkeit relevant sind.
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Zitationshinweis: doi: 10.24945/MVF.03.14.1866-0533.1938

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