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„Schmerz ist das, was der Patient sagt“

31.03.2015 14:00
Schmerz ist ein vielschichtiges Thema. Es ist ein multiprofessionelles Thema. Es ist ein politisch-gesellschaftliches Thema. All das wurde auf dem Zweiten Schmerzforum der Deutschen Schmerzgesellschaft (DSG) mehr als deutlich, auf dem DSG-Präsident Prof. Dr. Michael Schäfer für eine „wohnortnahe, möglichst flächendeckende, niederschwellige Schmerzversorgung“ plädierte. Mit seiner Forderung, aber auch dem Hinweis sowohl auf das von allen Schmerzgesellschaften gemeinsam verabschiedete Konsenspapier, in dem eine abgestufte Schmerzversorgung in Deutschland skizziert wird, als auch auf die jüngste Verabschiedung der Gemeinsamen Gesundheitskonferenz (GMK) zur Schmerzversorgung und der Errichtung einer Ad-hoc-Kommission zur Erstellung eines Schmerzatlas, der den Istzustand der aktuellen Schmerzversorgung mit dem tatsächlichen Schmerzversorgungsbedarf in Korrelation setzen soll, traf er auf offene Ohren der anwesenden Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Ärzteschaft, aber auch der Politik und der Pflege.

>> Aus Sicht des Deutschen Pflegerates sei es zu begrüßen, gab Pflegerats-Präsident Andreas Westerfellhaus in seinem Impulsvortrag zu Protokoll, dass die auch von Schäfer angesprochene Verabschiedung der Gesundheitsministerkonferenz eine Stärkung der schmerzmedizinischen Versorgung bedeute. Doch nun sei die Umsetzung des Beschlusses hin zur Entwicklung konkreter Maßnahmen im pflegerischen und medizinischen Alltag gefragt. Aus seiner Sicht sei es unabdingbar, der Thematik Schmerz über alle Berufsgruppen hinweg eine neue, andere Bedeutung beizumessen. Denn, so Westerfellhaus: „Schmerztherapie ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Aufgabe, die intersektoral wirken muss.“ Hierzu bedürfe es dringend eines weiteren Aufbaus von Qualifizierungsstrukturen für Pflegende und Medizinern, für Physiotherapeuten sowie für Apotheker – und das in allen Sektoren. Hier gelte es bereits existierende Modelle wie das der schmerzfreien Stadt Münster bekannt zu machen und zu vernetzen.
Für Dr. med. Martina Wenker, der Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, gebe es zur Zeit diverse Themenkomplexe, die sie intensiv beschäftigen würden. Der erste sei das Querschnittsthema der Hygiene, das der Antibiotikaresistenzen sowie die Palliativ- und Hospizversorgung als auch die Schmerzmedizin, mit der sie sich als ausgebildete Internistin fachlich auseinandersetze. Doch gerade in der Schmerzversorgung im Kontext von Krankenhausplanung und Qualitätssicherung auf Bundes- und Landesebene sei alles andere als trivial, eine qualitativ gute Schmerzversorgung zu messen. Da jedoch gutes und erfolgreiches Schmerzmanagement ein komplexes Querschnittsthema sei, das verschiedene Berufsgruppen und Fachdisziplinen multi- und interprofessionell beteilige, könne ein „schlichter Qualitätsindikator Schmerz oder Nichtschmerz“ als Grundlage eventueller Vergütungszu- oder -abschläge im Rahmen künftiger Krankenhausfinanzierung ihrer Einschätzung nach diesem Problem „auch nicht annäherungsweise gerecht werden“. Wenn man an den GMK-Beschluss denke, sei nach Meinung der Bundesärztekammer zunächst eine systematische Entwicklung valider Qualitätssicherungsinstrumente nötig, ähnlich wie bei anderen Querschnittsthemen wie Hygiene, nosokomialer Infektion, Entlassmanagement und Dekubitusprophylaxe auch. Wenker, die ganz ausdrücklich an die anwesenden  ...  <<

 

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Ausgabe 06 / 2015

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