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Patientenrelevante Endpunkte bei der Evaluation von Erkrankungen, Gesundheitsverhalten und Senioreneinrichtungen: Befunde aus zwei Befragungsstudien

31.03.2015 16:20
In Zeiten des demographischen Wandels und insbesondere bei einem zunehmenden Anteil älterer Menschen und chronisch-degenerativer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und orthopädischen Einschränkungen, nimmt die Bedeutung der Versorgung dieser zu. Ein wichtiger Baustein der Versorgungskette sind Präventionsleistungen (Pfaff/Schrappe 2011: 19). Patientenrelevante Endpunkte sind zentrale Eckpunkte bei Patientenpräferenzen: Patientenorientierung ist neben Ergebnisorientierung und Multidisziplinarität/-professionalität eine Grundannahme der Versorgungsforschung. Aus der Arbeit mit Patienten ist bekannt, dass sich die Ergebnisqualität auch in Gewinnen bei der Versorgung der Patienten ablesen lässt. Maße wie Gesundheits- und Lebensqualität sind Indikatoren solcher patientenrelevanter Endpunkte oder Gewinne. Dabei ist es wichtig zu verstehen, „welche Interessen der Patient hat und wie er aktiv in Entscheidungen einzubeziehen ist“ (Neugebauer 2011: 42). Im Folgenden wird deswegen auf den aktuellen Stand der Forschung zu Patientenpräferenzen und patientenrelevanten Endpunkten eingegangen, damit anschließend das Konzept auf den Bereich der Präventionsleistungen übertragen werden kann.

http://doi.org/10.24945/MVF.04.15.1866-0533.1910

Abstract
Die Versorgung von älteren Menschen stellt in Zeiten des demographischen Wandels eine zentrale Herausforderung dar. Senioreneinrichtungen und Gesundheitsverhalten können einen wichtigen Baustein im Bereich von Prävention und Gesundheitsförderung bilden. Um anhand von patientenrelevanten Endpunkten die Potentiale von Senioreneinrichtungen und von Gesundheitsverhalten zu evaluieren, wurden zwei Studien durchgeführt (querschnittlich und über einen Zeitraum von 6 Monaten). Neben dem kalendarischen Alter wurde nach dem gefühlten körperlichen und geistigen Alter gefragt. Es zeigt sich, dass diejenigen, die regelmäßig eine Senioreneinrichtung besuchten, kalendarisch älter waren (M=76 Jahre) als diejenigen, die Senioreneinrichtungen nicht regelmäßig nutzten (M=63 Jahre). Die Nicht-Nutzer fühlten sich 13 Jahre jünger als sie kalendarisch waren, die unregelmäßigen Nutzer 18 Jahre und die regelmäßigen Nutzer 23 Jahre. Körperlich aktive Orthopädie-, HKK- und Atemwegspatienten fühlten sich deutlich jünger als inaktive Patienten. Die Befunde weisen auf die Potentiale von Seniorenbegegnungsstätten und von Gesundheitsverhalten hin: Seniorenbegegnungsstätten sind insbesondere bedeutsam für die geistige Gesundheitsförderung und Bewegung für die körperliche Gesunderhaltung. Deutlich wird auch die Bedeutung von patientenrelevanten Endpunkten für die Versorgungsforschung: Subjektives Alter kann als Endpunkt auf Nutzen hinweisen, die in Zeiten des demographischen Wandels wichtig sind.

Patient relevant outcomes in evaluating diseases, health behavior and senior community centers: Results from two questionnaire studies
The health care of older people is of central importance in times of demographic change. Senior community centers and health behavior may be an imperative part of prevention and health promotion. With the aim to evaluate the potentials of senior community centers and of health behavior with patient relevant outcomes, two studies were conducted (cross-sectional and longitudinal over a time span of 6 months). The study participants were asked regarding their calendar age, as well as regarding their perceived physical and mental age. Results indicated that individuals who visited a senior community center regularly were older at the mean level (M=76 years) than individuals who did not use senior community centers at all (M=63 years). The non-users perceived themselves as being cognitively 13 years younger, the infrequent users 18 years and the regular users 23 years younger than they were in regard to their chronological age. Physically active orthopedic, cardiovascular and pulmonary patients perceived themselves younger than inactive patients. The findings direct towards the potentials of senior community centers and health behavior: Senior community centers transpired as especially important for mental health, and physical activity for physical health. The importance of patient relevant outcomes in health care research also becomes apparent: Subjective age can serve as an outcome which indicates advantages especially crucial in times of demographic change.

Keywords
Health care performance, elderly homes, demographic change, perceived age, subjective age, mental health promotion, physical health, prevention

Prof. Dr. habil. Sonia Lippke , Lena Siebels , Juliane Paech

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Zitationshinweis : Lippke, S., Siebels, L.,Paech, J.: "Patientenrelevante Endpunkte bei der Evaluation von Erkrankungen, Gesundheitsverhalten und Senioreneinrichtungen: Befunde aus zwei Befragungsstudien", "Monitor Versorgungsforschung" (MVF) 04/15, S. 51-55); doi: 10.24945/MVF.04.15.1866-0533.1910

 

Ausgabe 04 / 2015

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