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Mehr Konzentration > mehr Qualität?

MVF-Titelinterview mit Dr. Martin Albrecht, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Gesundheitspolitik am IGES Institut
„... Klinikstandorte mit höheren Fallzahlen (erzielen) bei komplexeren Eingriffen bessere Behandlungsergebnisse als Klinikstandorte mit niedrigeren Fallzahlen. Demnach wäre mehr Leistungskonzentration gut für die Versorgungsqualität.“ Die Evidenz dazu ist aber nicht so eindeutig, wie gerne diskutiert wird. Das Bundeskartellamt geht im Widerspruch dazu davon aus, dass mehr Wettbewerb, also weniger Konzentration, besser für die Qualität ist. Und auch der Konzentrationsprozess ist nicht so eindeutig. Dr. rer. pol. Martin Albrecht vom IGES Institut ordnet die gegensätzlichen Sichtweisen im MVF-Titelinterview ein.

Zukunftsfähige und qualitätsorientierte Krankenhauslandschaft

Ein umfangreicher MVF-Report gibt in dieser Ausgabe eine Übersicht über Lösungsansätze für nötige Veränderungen zu einer zukunftsfähigen und qualitätsorientierten Krankenhauslandschaft und stellt dazu die Aussagen der bisher vorgelegten Papiere, Forderungen, Gutachten und Stellungnahmen zusammen.

Interview mit Dr. Eberhard Hansis und Dr. Hannes Dahnke von Vebeto, Hamburg
Der Krankenhausplan Nordrhein-Westfalen sieht Abstimmungsverhandlungen zwischen den Krankenhäusern in den Versorgungsgebieten vor, um Leistungen zu konzentrieren und unnötige Konkurrenz abzubauen. Diese komplexen Verhandlungen unterstützen Dr.-Ing. Eberhard Hansis und Dr. rer. nat. Hannes Dahnke, beide Geschäftsführer des Hamburger Data Analytics-Unternehmens Vebeto. Sie berichten im Gespräch von ihren Erfahrungen.


„Theorie wagen“ und Theorie-Datenbank

Wir machen weiter mit den Ergebnissen unseres Online-Kongresses „Theorie wagen“ am Beispiel von Lotsenprojekten und mit unserer Reihe kompakter Darstellungen wichtiger  theoretischer Ansätze als MVF-Theorie-Datenbank für die Versorgungsforschung mit der Normalisierungs-Prozess-, der Habitus- und der Luhmann’schen Systemtheorie. Alle von unseren „Paten“ vorgestellten Theorien werden in einer Online-Toolbox zusammengeführt: https://www.m-vf.de/Theoriebaukasten


Wissenschaftliche Beiträge

Dürr und Eichner untersuchen die Frage, ob und wie SARS-CoV-2 endemisch wird, anhand zweier Charakteristika der Übertragungsdynamik: saisonale Übertragung und temporäre Immunität. Auf der Basis eines mathematischen Modells präsentieren sie Prognosen zum Charakter der zukünftigen Endemizität von SARS-CoV-2 mit Implikationen für Impfkampagnen, Kontakteinschränkungen und andere Interventionsmaßnahmen sowie für die aktuelle Debatte über die Einführung einer Impfpflicht.
Lux u.a. beschreiben explorativ Effekte religiöser bzw. spiritueller Maßnahmen auf das Wohlbefinden bzw. das Gemüt von Menschen mit Demenz.
Tanislav u.a. analysieren das Risiko für Venenthrombosen und Lungenembolien bei SARS-CoV-2-Impfungen. Sie finden, dass deren Auftreten nach Covid-19-Impfungen eher ein zufälliger Befund als eine Folge der Impfung ist.
Berkemeier u.a. präsentieren eine Simulation der Umsetzung eines in der Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie empfohlenen Screenings auf Vorhofflimmern. Es ergibt sich ein großes Potenzial für die Vermeidung von Schlaganfällen und systemischer Embolien durch ein leitliniengerechtes Screening.

Ich wünsche Ihnen in der leider weiter schwierigen Corona-Situation und dieser auch sonst schweren Zeit interessante Lektüre mit vielen Informationen, die Sie direkt für Ihre Arbeit nutzen können.

Bleiben Sie weiter gesund!

Ihr Professor Dr. Reinhold Roski

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