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Qualifizierte ambulante Versorgung bei Diabetischem Fußsyndrom im Rahmen eines IV-Vertrags

31.03.2016 16:20
In der Bundesrepublik haben derzeit schätzungsweise 250.000 Menschen mit Diabetes eine Fußläsion und etwa 1 Million Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine Fußverletzung zu erleiden. Damit ist das Diabetische Fußsyndrom (DFS) eine der Hauptkomplikationen von Patienten mit Diabetes mellitus, wobei die bedeutendsten Konsequenzen diabetischer Fußprobleme Ulzerationen (tiefliegende Substanzdefekte, vulgo Geschwüre - oft in Form der chronischer Wunden) sowie kleine (Minor-) und hohe (Major-) Amputationen sind [1]. Obwohl es seit 2003 das DMP Diabetes mellitus Typ 2 und seit 2005 das DMP Diabetes mellitus Typ 1 gibt, an denen mittlerweile über vier Millionen Diabetiker teilnehmen [2] und sich damit die ambulante Versorgung für Diabetiker insgesamt verbessert hat, werden durch sie anscheinend die Komplikationsraten der Mikroangiopathie, insbesondere jener des Diabetischen Fußsyndroms, nicht positiv beeinflußt. Der AOK Nordost fiel nun bei der Kontrolle der Zielerreichungsgrade des kasseneigenen DMP Diabetes auf, dass die hier festgelegte, einmal jährliche Fußuntersuchung nicht lückenlos bei allen Diabetikern durchgeführt wurde, bei der Feststellung eines auffälligen Fußstatus nicht immer eine Überweisung oder eine zu späte Überweisung zu einem Spezialisten erfolgte, die Mit- und Weiterbehandlung des auffälligen Fußes erst stark zeitverzögert eingeleitet wurde und es zu Amputationen kam, obwohl in den DMP-Dokumentationen stetig nur niedrige Schweregrade angegeben waren. Dies nahm die „Gesundheitskasse“ bereits 2011 zum Anlass, mit besonders zur Versorgung von DFS-Patienten qualifizierten Ärzten einen Vertrag nach § 73c SGB V zu schließen, welcher die diabetologisch qualifizierte ambulante Versorgung der Versicherten mit DFS verbessern soll. Dieser Beitrag stellt die ersten Auswertungen des DFS-Vertrags vor, mit dem die AOK Nordost das selbstgesetzte Ziel, bei ihren Versicherten mit einem Diabetischen Fußsyndrom Amputationen zu reduzieren, erfüllen konnte.

http://doi.org/10.24945/MVF.03.16.1866-0533.1963

Abstract
Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) und die daraus resultierenden Amputationen sind  gravierende Komplikationen des Diabetes mellitus. Die AOK Nordost nimmt sich der Zielstellung der Amputationssenkung bei Versicherten mit DFS an und hat bereits 2011 mit besonders zur Versorgung von DFS-Patienten qualifizierten Ärzten einen Selektivvertrag geschlossen. Der Vertrag soll die diabetologisch qualifizierte ambulante Versorgung der Versicherten mit DFS verbessern. In diesem Beitrag werden die im Rahmen einer Vertragsevaluation analysierten Amputationsentwicklungen der teilnehmenden Versicherten im Vergleich zu Versicherten einer Kontrollgruppe dargestellt.

Qualified ambulatory care of patients with Diabetic Foot Syndrom in a selective contract
Diabetic Foot Syndrom (DFS) and resulting amputations are serious complications of diabetes mellitus. AOK Nordost wants to decrease amputations of patients with Diabetic Foot Syndrome and has closed a selective contract with doctors specialized in treating patients with the syndrome since 2011. The contract is to support qualified care of patients with Diabetic Foot Syndrome. Developments of amputations in participating patients in comparison to control patients, that have been analysed in context of contract evaluation, are reported in this article.

Keywords
diabetic foot, diabetes mellitus, amputation, incidence rate, COX regression, selective contract, AOK Nordost

Dr. Sandra Feldt, MPH , Dipl. Ges-Ök. Petra Riesner , Lea Grabley, MPH

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Zitationshinweis: Feldt, S.,  Riesner, P., Grabley, L.: : "Qualifizierte ambulante Versorgung bei Diabetischem Fußsyndrom im Rahmen eines IV-Vertrags", in "Monitor Versorgungsforschung" (MVF) 03/16, S. 33-36; doi: 10.24945/MVF.03.16.1866-0533.1963

 

Ausgabe 03 / 2016

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