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MVF 04/16

19.09.2016 13:07
„Implementation Science ist angewandte Skepsis“
30.03.2016

„Implementation Science ist angewandte Skepsis“

Ausgabe 04 / 2016

Mit dem Lehrstuhl für „Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft im Gesundheitswesen“ hat die Universität Heidelberg den ersten dieser Art in Deutschland ins Leben gerufen. Dessen Lehrstuhlinhaber, Univ.-Prof. Dr. Michel Wensing, gilt mit über 350 wissenschaftlichen Publikationen (H-Index 37), über 25 randomisierten Studien und 35 betreuten Doktoranden als einer der wenigen deutschsprechenden Fachleute auf dem Gebiet der Implementation Science. „Monitor Versorgungsforschung“ sprach mit dem gebürtigen Niederländer über sein in Deutschland noch recht unbekanntes Fachgebiet.

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Aufgabenvielfalt für Versorgungsforschung 2020
30.03.2016

Aufgabenvielfalt für Versorgungsforschung 2020

Ausgabe 04 / 2016

Gemeinsam mit dem 4. DNVF-Forum Versorgungsforschung fand die Zehnjahresfeier des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) in der ehrwürdigen Aula des Langenbeck-Virchow-Hauses in Berlin statt. Doch wurde nicht zu sehr der Blick zurück, sondern vor allem jener nach vorne gewandt und gemeinsam erarbeitet, vor welchen Aufgaben die Versorgungsforschung aus der Sicht von Politik und Leistungserbringern sowie der Wissenschaft selbst bis zum Jahr 2020 steht. Die Antworten der vielen Vortragenden glichen sich ungemein: Es gibt jede Menge Aufgaben, aber ein einziges Kernelement: Das ist der Patient!

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Lösung für ein Patientenproblem?
31.03.2016

Lösung für ein Patientenproblem?

Ausgabe 04 / 2016

Aus Patientensicht sollten nutzenstiftende Innovationen – Produkt- aber besonders auch Prozessinnovationen – möglichst schnell allen Betroffenen zugutekommen, also den Kollektivvertrag erreichen. Dass im Zeitalter von Selbstzahlerleistungen und Selektivverträgen der G-BA hier weitgehend versagt, liegt in der Natur der gegebenen Anreize. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll der Innovationsfonds dieses Problem zumindest entschärfen. Die Frage ist: Kann er diese Funktion auch erfüllen? Es mehren sich die Indizien, dass das nicht oder kaum der Fall sein wird.

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Erfolgreiche Projekte: Ideen, Evaluation, Management
31.03.2016

Erfolgreiche Projekte: Ideen, Evaluation, Management

Ausgabe 04 / 2016

Zeitgleich zum Erscheinen dieses Artikels bewertet der Expertenrat des Innovationsfonds derzeit die Anträge der ersten Förderrunde. Der folgende Beitrag spiegelt die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate wider, die aus der Mitarbeit bei mehreren Anträgen resultieren. Welche Projekte und Anträge tatsächlich Erfolg haben, werden jedoch erst die Förderentscheidungen zeigen. Eines lässt sich aber bereits festhalten: Die lange währende Unsicherheit über die Rahmenbedingungen war für viele Antragsteller schwierig. Lange Zeit mussten alle Beteiligten davon ausgehen, dass die Finanzmittel nicht zwischen den Jahren übertragbar seien, so dass die wichtigsten Förderentscheidungen schon in diesem Jahr fallen und die Mittel der Folgejahre binden würden. Es entstand das Gefühl, 2016 unbedingt teilnehmen zu müssen. Dies führte zu Hunderten von Anträgen in beiden Fördertöpfen. Momentan sieht es so aus (Stand Juli 2016), als seien die Mittel doch übertragbar, so dass die Fördersumme eines Jahres auf drei bis vier Jahre aufgeteilt wird. Damit kann nur ein kleiner Anteil der eingereichten Projekte tatsächlich gefördert werden. Das mag man im Sinne des Wettbewerbs begrüßen. Andererseits hat sich so die ganze Aufmerksamkeit vieler Akteure auf den Fonds gerichtet, was Innovationen in anderen Bereichen, etwa den nach wie vor möglichen „normalen“ Selektivverträgen möglicherweise beeinträchtigt hat. Es wäre sinnvoll, durch implizite Steuerung im nächsten Jahr Anreize derart zu setzen, dass die Akteure sich auf eine geringere Zahl von Anträgen konzentrieren. Auch die Tatsache, dass die Evaluation noch während des Förderzeitraums abgeschlossen werden muss, ist zu hinterfragen, weil dies den möglichen Beobachtungszeitraum in den Projekten weiter verkürzt. Um klarere Aussagen über die Effekte der Vorhaben zu erhalten, sollte dies geändert werde.

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Arzneimitteltherapiesicherheit durch den G-BA
30.03.2016

Arzneimitteltherapiesicherheit durch den G-BA

Ausgabe 04 / 2016

Die Therapiefreiheit ermöglicht Ärzten, ihren Patienten eine optimale Medikation zu verordnen. Im Zuge der steigenden Ökonomisierung in der Arzneimittelversorgung erfolgt im Anschluss an die ärztliche Verordnung allerdings häufig eine Substitution in der Apotheke, mit der unter anderem Rabattverträge berücksichtigt werden. Da dies in bestimmten Fällen Auswirkungen auf die Compliance der Patienten haben kann, wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) mit der Aufgabe betraut, kritische Wirkstoffe von der Substitution auszunehmen.

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30.03.2016

Spezialisierte Fachkräfte sind gefragt

Ausgabe 04 / 2016

Immer mehr Allgemeinkrankenhäuser suchen nach Wegen, die Versorgung der Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen zu optimieren, deren Zahl nach Angaben der Robert Koch Stiftung stetig wächst. Daher hat die Stiftung die Studie „General-Hospital Study (GhoSt) - Demenz im Allgemeinkrankenhaus. Prävalenz und Versorgungssituation“ der Hochschule Mannheim und der Technischen Hochschule München gefördert, die erstmals repräsentative Daten zu Anzahl, Verteilung sowie Versorgungsbedarf von stationären Patienten mit kognitiven Störungen liefert. Die Ergebnisse sind Anknüpfungspunkte für Krankenhäuser, ihre Personalplanung zu optimieren.

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Behandlungspfade zwischen Geriatrie, Chirurgie und Reha
30.03.2016

Behandlungspfade zwischen Geriatrie, Chirurgie und Reha

Ausgabe 04 / 2016

Rund 370.000 Menschen haben in Deutschland im Jahr 2014 ein neues Hüft- oder Kniegelenk erhalten. Die Mehrzahl der Patienten ist Befragungen zufolge mit dem Ergebnis des Eingriffs zufrieden. Doch die Anforderungen an den künstlichen Gelenkersatz werden unter anderem bedingt durch die demographischen Veränderungen steigen. Experten fordern daher patientenorientierte und zwischen den Akteuren des Systems besser vernetzte Behandlungskonzepte. Das ist ein Fazit aus dem Weißbuch Gelenkersatz des IGES Instituts, das im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie e.V. (BVMed) entstand. „Das Weißbuch verdeutlicht, dass wir in Deutschland eine hohe Patientenzufriedenheit und Behandlungsqualität erreicht haben“, kommentierte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

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Qualität, Ethik und Wirtschaftlichkeit sind vereinbar
30.03.2016

Qualität, Ethik und Wirtschaftlichkeit sind vereinbar

Ausgabe 04 / 2016

Während AOK-Chef Dr. Christopher Hermann bei der Vorstellung der aktuellen HZV-Evaluation die Hausarztzentrierte Versorgung als „Alternative Regelversorgung“ bezeichnete, stimmte er mit Prof. Dr. Gerd Glaeske (Uni Bremen/Socium) darin überein, dass das „Gesunde Kinzigtal“ ein „Entwicklungslabor für neue Versorgungselemente im deutschen Gesundheitssystem“ sei – so auch sein gleichnamiger Vortragstitel anlässlich eines von der Gesundes Kinzigtal GmbH, MQNK e.V. und der OptiMedis AG als verantworlichen Managementpartner veranstalteten Parlamentarischen Abends, mit dem der 10jährige Geburtstag des Kinzigtals in der Berliner Landesvertretung von Baden-Württemberg feierlich begangen wurde. Eine Dekade „Gesundes Kinzigtal“ - allemal ein guter Grund, zurück und vor allem nach vorne zu blicken.

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If you have a problem, go to Leipzig
30.03.2016

If you have a problem, go to Leipzig

Ausgabe 04 / 2016

Mit drei recht unterschiedlichen Positionen zum Innovationsfonds zeigte das von den Gesundheitsforen Leipzig veranstaltete Fachsymposium „Gesundheit und Versorgung 2016“ einmal mehr, dass solche Veranstaltungen einen hohen Wert haben; nicht nur wegen der damit demonstrierten hohen Bedeutung der Regionalität in der Versorgung, sondern auch weil eine Veranstaltung, die einmal nicht in Berlin stattfindet, vielleicht auch zu mehr Offenheit verführt.

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30.03.2016

„Schmerzmedizin ist kein Luxus“

Ausgabe 04 / 2016

Mit der online-Plattform „mein-Schmerz.de“ hat die Deutsche Schmerzliga in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Mitte Juni den Startschuss für ein Tool gegeben, mit dem die Versorgung chronisch schmerzkranker Menschen verbessert werden soll. Auf der Pressekonferenz der DGS präsentierte Dr. Michael Überall das Konzept, dessen Vorzüge für die Praxis Diplom-Psychologin Britta Maurus den Zuhörern anschaulich darstellte. Mit dem Statement „Schmerzversorgung ist ein Menschenrecht“, machte Prof. Dr. Gerhard Müller-Schwefe als dritter Referent die Dringlichkeit der Verbesserung von Versorgungskonzepten deutlich, für deren Umsetzung sich die DGS einsetzt – und das, so Müller-Schwefe, benötige mehr als einen Aktionstag im Jahr.

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30.03.2016

„Wir brauchen eine Qualitätsoffensive“

Ausgabe 04 / 2016

Der erste Dienstag im Juni steht traditionell im Zeichen des Schmerzes. An diesem Tag macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. (dgss) gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften auf die klaffende Lücke in der Versorgung chronisch kranker Schmerzpatienten aufmerksam. In diesem Kontext forderte Präsident Professor Michael Schäfer Mindestqualitätsstandards für die Betroffenen und auch Dr. Ursula Marschall von der Barmer GEK plädierte vehement für eine am Patienten ausgerichtete Therapie und eine Qualitätssicherung in der Behandlung chronisch kranker Schmerzpatienten. Diese werde nicht zuletzt von Pflegefachpersonal ausgeübt, wie Franz Wagner vom DbfK feststellte, und bedürfe gezielter Ausbildung, um eine hochwertige interdisziplinäre Versorgung zu ermöglichen..

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Die digitale Affinität wächst
30.03.2016

Die digitale Affinität wächst

Ausgabe 04 / 2016

In Sachen Gesundheit informiert sich mittlerweile rund die Hälfte aller Deutschen im Internet, wie Ergebnisse der 5. EPatient Survey 2016 zeigen. Dr. Alexander Schachinger beweist als Autor der Studie darüber hinaus, dass neuere, therapiebezogene Internetdienste und Apps zunehmend von den Patienten wahrgenommen werden und das Therapieverhalten prägen. Wider Erwarten ist der durchschnittliche Gesundheits-Surfer nicht in der jungen Generation zu Hause, sondern liegt mit 59 Jahren über dem demographisch Durchschnitt. Gibt es weitere Überraschungen?

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Welche Effekte können von neuen onkologischen Arzneimitteln erwartet werden?
31.03.2016

Welche Effekte können von neuen onkologischen Arzneimitteln erwartet werden?

Ausgabe 04 / 2016

Bei der Bewertung neuer Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen steht der Endpunkt Überleben ganz im Vordergrund. Für viele dieser neuen Arzneimittel kann im Vergleich zu den bis dahin verfügbaren Therapieoptionen ein Überlebensvorteil nachgewiesen werden. Häufig wird jedoch betont, dass dieser in der Regel nur „zwei bis drei Monate“ betrüge (z.B. Lauterbach 2015, Fojo et al. 2014). Oft wird diese zusätzliche Überlebenszeit als nicht ausreichend empfunden und außerdem beklagt, dass die somit gewonnene Lebenszeit vielfach ohne ausreichende Lebensqualität sei. Die neuen Wirkstoffe seien darüber hinaus nicht ausreichend getestet. Der Einsatz der meist hochpreisigen Arzneimittel sei daher oftmals sein Geld nicht wert. Aufgrund der hohen gesundheitspolitischen Bedeutung der Annahme, dass neue Therapien nur „zwei bis drei Monate“ zusätzliche Überlebenszeit bieten, soll in dieser Studie untersucht werden, ob diese landläufige Annahme mit den Fakten im Einklang steht. Als Grundlage hierfür dienen die Beschlüsse zur Bewertung neuer Arzneimittel nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzt (AMNOG), der sich seit 2011 alle neuen Wirkstoffe unterziehen müssen, um ihren Zusatznutzen gegenüber der sogenannten zweckmäßigen Vergleichstherapie darzulegen.

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Hüftfrakturrisiko bei Demenzpatienten in deutschen Hausarztpraxen
31.03.2016

Hüftfrakturrisiko bei Demenzpatienten in deutschen Hausarztpraxen

Ausgabe 04 / 2016

Demenz ist eine durch Neurodegeneration verursachte psychiatrische Erkrankung, die durch einen fortschreitenden Verlust der kognitiven Funktionen gekennzeichnet ist, was zu Veränderungen im täglichen Leben der Patienten führt (WHO, 2015). Weltweit leiden 47,5 Millionen Menschen an Demenz, und diese Zahl soll bis zum Jahr 2030 auf 75,6 Millionen ansteigen und bis 2050 die 140-Millionen-Grenze überschreiten (WHO, 2015). In Deutschland betrifft Demenz rund 1,2 Millionen Menschen, vor allem Frauen und Senioren. Jedes Jahr werden circa 200.000 neue Fälle diagnostiziert (Tunstall, 2015). Die durchschnittlichen Kosten im Zusammenhang mit dieser psychischen Erkrankungen betragen mehr als 43.000 Euro pro Patient und Jahr, wobei fast 68 % dieses Betrages von Pflegepersonen und Familien getragen werden (Tunstall, 2015). Die Demenz hat daher erhebliche Auswirkungen für die Patienten und ihre Angehörigen, was die Notwendigkeit von speziell angepassten Behandlungen und einem angemessenen Management der Erkrankung in Deutschland unterstreicht.

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Die Nachhaltigkeit innovativer Netzwerke im Gesundheitswesen:  Ein literaturbasiertes Framework der  Einflussfaktoren
31.03.2016

Die Nachhaltigkeit innovativer Netzwerke im Gesundheitswesen: Ein literaturbasiertes Framework der Einflussfaktoren

Ausgabe 04 / 2016

Das deutsche Gesundheitswesen schneidet im internationalen Vergleich hinsichtlich Qualität und Effizienz gut ab, jedoch weisen komparative Studien auf existierende Optimierungspotenziale hin (Lauerer et al. 2013: 483–491; Manouguian et al. 2010). Trends wie z.B. der demographische Wandel, der die regionale Versorgungssicherung vor neue Herausforderungen stellt, erfordern eine kontinuierliche Verbesserung der Versorgungsstruktur und -qualität (Stüve 2009: 51–60; Amelung/Wolf 2011: 1566–1572). Um dieser gerecht zu werden, fordert die Politik eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern in Form von integrierten Versorgungsmodellen (Amelung et al. 2009; Mühlbacher 2002). Diverse Studien sehen vernetzende Struktur-, Produkt- und Prozessinnovationen als notwendig an, um entscheidend die Effizienz und Effektivität zu steigern (Omachonu/Einspruch 2010: 1–20; Varkey et al. 2008: 382–388; Ilinca et al. 2012: 193–202). Innovationen, welche als erfolgreiche Implementierung einer neuen Idee in einer wertsteigernden Weise für einige oder alle Beteiligten definiert sind, werden also nicht mehr länger nur durch einzelne Akteure initiiert, sondern vermehrt in kooperativen Netzwerken entwickelt und verbreitet (Akrich et al. 2002: 187–206; Varkey et al. 2008: 382–388). Mit dem Ziel der Verbesserung der medizinischen Versorgung fördern zwar EU-, Bundes- und Landespolitik Gesundheitsinnovationen aller Ebenen, allerdings existieren davon 40% nur bis zum Auslauf der Anschubfinanzierung (Savaya et al. 2008: 478–493). Diese Unbeständigkeit der Verbesserungsinitiativen wirkt sich negativ auf die Unterstützung und das Vertrauen der Gesellschaft in zukünftige Projekte aus (Shediac-Rizkallah/Bone 1998: 87–108). Denn der hohe Ressourceneinsatz während der Neueinführung bedingt die legitime Forderung auf Zielerreichung und langfristigen Erfolg und steigert das Interesse der Stakeholder für den Faktor der Nachhaltigkeit (Edwards et al. 2007: 37–47).

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