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Kurzfassungen

29.10.2010 16:52
MS: Therapiebestimmend ist die Komplexität
31.03.2021

MS: Therapiebestimmend ist die Komplexität

Ausgabe 02 / 2021

Die Diagnose Multiple Sklerose betrifft überwiegend jüngere Patienten in einer sehr aktiven Lebensphase. Obschon gut behandelbar, sind die Therapieentscheidungen von einer hohen Variabilität der Symptomatik und der Progredienz der Erkrankung geprägt. Standards in der mittlerweile vielfältigen Arzneimitteltherapie haben sich etabliert, während neuere Therapieoptionen sich zunehmend durchsetzen. Gepaart mit einer Sensibilisierung für patientenindividuelle Ansprüche und regionale Besonderheiten in der Versorgung hat sich die MS-Therapie deutlich weiterentwickelt.

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Bewerten, aber wie? – Kriterien für die Evaluation und das Reporting von Studien zu Gesundheits- und Medizin-Apps
30.03.2021

Bewerten, aber wie? – Kriterien für die Evaluation und das Reporting von Studien zu Gesundheits- und Medizin-Apps

Ausgabe 02 / 2021

Mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen sind große Erwartungen an die Qualitätssteigerung der gesundheitlichen Versorgung geknüpft (Mathews et al., 2019), dies gilt besonders für Diagnostik, Prävention sowie für das Management chronischer Krankheiten (Gordon, Landman, Zhang & Bates, 2020). Gesundheits- und Medizin-Apps (GuMA) werden aufgrund der ubiquitären Verfügbarkeit von Smartphones in der Bevölkerung eine besondere Rolle zugesprochen. Jedoch besteht seit längerem eine breite Diskussion hinsichtlich der noch eingeschränkten Evidenz von GuMA, welche in verschiedenen systematischen Übersichtsarbeiten als heterogen eingeschätzt wird (Agarwal, Lefevre & Labrique, 2017; Felix et al., 2018; Mathews et al., 2019). In einem systematischen Review von Bayambasuren et al. recherchierten die Autoren nach systematischen Reviews über randomisiert kontrollierte Studien (RCT) mit verschreibungsfähigen (Prescribable) GuMAs, die zum Download frei verfügbar waren (Byambasuren, Sanders, Beller & Glasziou, 2018). Verschreibungsfähige Apps definieren die Autoren als Apps, die derzeit verfügbar sind, die effektiv sind und die alleinstehend (stand-alone), ohne die Einbindung von Professionellen im Gesundheitswesen angewendet werden. Die Autoren schlossen insgesamt sechs systematische Reviews in ihre Analyse ein, aus denen sie wiederum 23 RCTs zu 22 unterschiedliche GuMAs extrahierten. In lediglich 11 dieser 23 RCTs konnte ein aussagekräftiger Effekt auf die Gesundheit oder auf ausgewählte Surrogatendpunkte nachgewiesen werden, die möglicherweise auf eine GuMA zurückzuführen waren. In der Gesamtbetrachtung war der Nachweis der Wirksamkeit jedoch von eingeschränkter Qualität, was gerade die Verschreibungsfähigkeit dieser Apps für Ärzte deutlich erschwert (Mathews et al., 2019). Ebenfalls monierten die Autoren sowohl bei den sechs eingeschlossenen systematischen Reviews als auch bei den 23 extrahierten RCTs ein hohes Risk of Bias, was ebenfalls zu einer Einschränkung der Ergebnisse beiträgt. Gleichermaßen finden sich in verschiedenen Anwendungsbereichen positive Ergebnisse hinsichtlich der Effektivität. Dies lässt sich etwa für das Selbstmanagement der Hypertonie (Li, Liang, Bu & Hesketh, 2020) oder das Selbstmanagement psychischer Krankheiten konstatieren (Linardon, Cuijpers, Carlbring, Messer & Fuller-Tyszkiewicz, 2019).

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Körperliche Aktivität in der SARS-CoV-2-Pandemie: Selektiver Überblick und Perspektiven
30.03.2021

Körperliche Aktivität in der SARS-CoV-2-Pandemie: Selektiver Überblick und Perspektiven

Ausgabe 02 / 2021

Das Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich seit seiner erstmaligen Entdeckung Ende 2019 weltweit aus. Auch in Deutschland stellen das Virus und die damit verbundene Atemwegserkrankung Covid-19 die Gesellschaft im Gesamten sowie die einzelnen Bürger vor große Herausforderungen. Im Umgang mit der Krise wurden seitens der Politik weitreichende Maßnahmen unternommen, die vornehmlich ausgerichtet sind auf die Eindämmung der Epidemie, den Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen und eine zielgerichtete Erhöhung bzw. Erhaltung von Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung. Zu diesen Maßnahmen gehören insbesondere solche, die der Beschränkung von Kontakten und damit der Ausbreitungsmöglichkeit des Virus dienen und zu einem Lockdown unterschiedlichen Ausprägungsgrades führ(t)en. Im Lockdown werden vorübergehend oder teilweise zahlreiche öffentliche und private Einrichtungen, wie Schulen oder Betreuungseinrichtungen, geschlossen. Darüber hinaus wird Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Arbeiten im Homeoffice nahegelegt. Die genannten Maßnahmen reduzieren die Ausbreitungsmöglichkeiten und führen zu fallenden Inzidenzzahlen. Sie haben jedoch auch potenzielle Nebenwirkungen auf die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten der Menschen. Als Folge scheinen zum Beispiel sowohl bei Erwachsenen (Munk et al., 2020; Salari et al., 2020) als auch bei Kindern und Jugendlichen (Schlack et al., 2020) verstärkt Angst, Depressionen und posttraumatische Stresssymptome vorzuliegen. Für Körpergewicht und Body-Mass-Index weisen Daten der GEDA 2019/2020 EHIS Studie (Erhebungszeitraum zwischen April 2019 und September 2020) in Deutschland auf einen Anstieg hin, während sich beim Tabakkonsum insgesamt eine Abnahme zeigt (Damerow et al., 2020), was mehrdirektionale Entwicklungen beim Gesundheitsverhalten nahelegt. Generell deutet sich bzgl. der Entwicklung des Gesundheitsverhaltens eine Verstärkung sozialer Ungleichheiten an (Jordan et al., 2020).

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Medikamentöse und nicht-medikamentöse Vergiftungen in Deutschland: eine Analyse von Krankenhausdiagnosedaten aus der GBE-Datenbank
30.03.2021

Medikamentöse und nicht-medikamentöse Vergiftungen in Deutschland: eine Analyse von Krankenhausdiagnosedaten aus der GBE-Datenbank

Ausgabe 02 / 2021

Eine Vergiftung oder Intoxikation wird als Kontakt mit einer Substanz bzw. Noxe definiert, die bei einem Lebewesen zu einer schädlichen Wirkung führt (O’Malley & O’Malley, 2018). Nach aktueller Klassifikation (ICD-10) wird unter anderem unterschieden zwischen • Intoxikationen mit Arzneimitteln und Drogen (exklusive Alkoholrausch, Trunkenheit und Suizide durch Vergiftung), T36.* bis T50.* und • Intoxikationen mit nicht-medikamentösen Substanzen (z.B. Lösungsmittel, Kohlenwasserstoffe, Gase, Metalle, Kosmetika, Insektenstiche, Nahrungsmittel, z.B. Pilze), ICD-10 Codes T51.* bis T65.* • sowie Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (z.B. Alkoholrausch, Alkoholabhängigkeit, Opioid-intoxikation), F10.* bis F19.* • und vorsätzliche Selbstvergiftungen mit Arzneimitteln (X60–X64) Oft erfolgen Vergiftungen unbeabsichtigt, beispielsweise bei Kindern, mit Medikamenten oder mit Produkten aus dem Alltag. Neben der Risikogruppe der Kinder gewinnen auch Vergiftungen bei kognitiv eingeschränkten Menschen an Bedeutung (Hahn & Feistkorn, 2019). Für die verschiedenen Arten der Intoxikation liegen in Deutschland vereinzelt Daten zur Häufigkeit vor und als Datenquellen hierzu können beispielsweise neben den Statistiken der Giftinformationszentralen auch Krankenhaus- oder Todesstatistiken des Bundes dienen (GIZ, 2020; GBEa,b,c,d). Es liegen allerdings kaum vergleichbare Analysen dieser verschiedenen Quellen und verhältnismäßig wenige statistische Analysen zur Häufigkeit von Vergiftungen sowie Korrelationen mit sozioökonomischen Faktoren aus Deutschland vor. Vergiftungsunfälle in Deutschland werden im Vergleich zu anderen Gesundheitsbeeinträchtigungen nicht zusammenfassend dokumentiert und ausgewertet, was die Ableitung präventiver Maßnahmen behindert (Hahn et al. 2014).

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Digitale Gesundheitsanwendungen –  Forderungen für deren Entwicklung, Implementierung und begleitende Evaluation
30.03.2021

Digitale Gesundheitsanwendungen – Forderungen für deren Entwicklung, Implementierung und begleitende Evaluation

Ausgabe 02 / 2021

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), sowohl im Sinne des Digitalen-Versorgung-Gesetzes von 2019 als patientenzentrierte Anwendungen als auch im Sinne einer Verwendung von telemedizinischen Lösungen auf Seiten der Versorger (z.B. Telekonsile, Elektronische Akten), werden zunehmend als echte klinische Intervention anerkannt (Kowatsch et al. 2019). Sie haben das Potenzial die Versorgung belegbar zu ergänzen und zu verbessern sowie Prozesse effektiver zu gestalten (Eysenbach 2001; World Health Organisation (WHO) 2015). Dennoch werden innovative digitale Anwendungen in Deutschland, wie auch in vielen anderen westlichen Gesundheitssystemen, heute häufig nicht in der Regelversorgung etabliert (Huang et al. 2017). Die Verbreitung einer Neuerung innerhalb eines bestehenden Systems wird in der Wissenschaft mit dem Begriff der Diffusion und der zugehörigen Theorie der Diffusion von Innovationen (Rogers 2003) beschrieben. In der Praxis wird eher vom Phänomen der mangelnden Skalierungsfähigkeit (engl. scale up) gesprochen. Dieses Phänomen unterstreicht vor allem, dass es für digitale Innovationsprojekte ein zentrales Problem darstellt, die Erprobungsphase im Projektkontext zu verlassen und den Wirkungskreis auf die Regelversorgung auszuweiten (Häckl 2010; Gersch and Rüsike 2011).

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Vorschläge zur Priorisierung elektiver Eingriffe unter den Bedingungen der Corona-Pandemie im stationären Bereich
30.03.2021

Vorschläge zur Priorisierung elektiver Eingriffe unter den Bedingungen der Corona-Pandemie im stationären Bereich

Ausgabe 02 / 2021

Die derzeitige Pandemie hat schon früh eine Diskussion über den Umgang mit der befürchteten Situation nicht (mehr) ausreichender Beatmungsmöglichkeiten auf Intensivstationen ausgelöst. Um hier die Notwendigkeit von Triage-Entscheidungen zu umgehen, muss zunächst versucht werden, durch organisatorische Maßnahmen so viele intensivmedizinische Kapazitäten wie möglich zur Verfügung zu stellen. Durch das Verschieben planbarer, elektiver Operationen und anderer interventioneller Maßnahmen werden intensivmedizinische Kapazitäten frei und es wird außerdem qualifiziertes Personal freigesetzt. Bisher nicht ausreichend geklärt ist, was eigentlich „elektive Eingriffe“ genau sind und nach welchen Kriterien die Priorisierung und die sich daraus ergebende Verschiebung von Operationen erfolgen soll. Das vorliegende Arbeitspapier möchte hierzu eine Diskussionsgrundlage bieten.

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Die Kunst der „Evaluation komplexer Interventionen“
30.03.2021

Die Kunst der „Evaluation komplexer Interventionen“

Ausgabe 02 / 2021

Die Online-Fachtagung „Strukturmigration mittels komplexer Intervention“ von IGiB StimMT war in drei Workshops gegliedert: „Ökonomische Dimensionen der Ambulantisierung“ (Teil 1, MVF 06/20), „Sonnen- und Schattenseiten bei der Führung von Großprojekten des Innovationsfonds“ (Teil 2, MVF 01/21) und der nun folgende Serienteil, der sich mit der „Evaluation komplexer Interventionen“ beschäftigt. Diese ist alles andere als trivial, wie inav-Wissenschaftler in aufeinander aufbauenden Vorträgen berichteten. In diesem Beitrag wird vor allem auf den Part der inav-Gesundheits­ökonomin Dr. Linda Kerkemeyer eingegangen sowie teilweise auf den der Wissenschaftlichen Mitarbeiterin Michelle Kutscher. Ausgeblendet wird der Beitrag von Co-Referent Manuel Recker – ebenfalls Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei inav –, der sich auf ausgewählte Zwischenergebnisse des Innovationsfondsprojekts IGiB StimMT fokussierte, die jedoch bald durch die bereits anstehende Publikation der Endergebnisse überholt sein werden.

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Corona-Virus als Stresstest
30.03.2021

Corona-Virus als Stresstest

Ausgabe 02 / 2021

Kommentar von Prof. Dr. rer. oec. Axel C. Mühlbacher, Professur Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement, Hochschule Neubrandenburg, und Prof. Dr. oec. publ. Peter Zweifel, Ordinarius an der Universität Zürich.

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Gesundheitssystem neu denken: Strategiewechsel jetzt!
30.03.2021

Gesundheitssystem neu denken: Strategiewechsel jetzt!

Ausgabe 02 / 2021

Kommentar von Dr. Dr. Klaus Piwernetz, medimaxx health management GmbH, München, und Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Edmund A. M. Neugebauer, Präsident der Medizinischen Hochschule Brandenburg.

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„Klinisch-genomische Daten für Forschung und Versorgung“
30.03.2021

„Klinisch-genomische Daten für Forschung und Versorgung“

Ausgabe 02 / 2021

Von den Behandlungsverläufen von Patienten lernen, ist seit Beginn der Corona-Pandemie nahezu alternativlos. Nur so kann die epidemiologische Forschung und gleichzeitig die Entwicklung neuer Arzneimittel und Impfstoffe schnell genug vorangetrieben werden, um möglichst rasch Wirkstoffe und Vakzine zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu entwickeln. So wird das Prinzip der forschenden Versorgung zumindest bei Covid-19 zur Notwendigkeit. Anders hingegen in anderen Therapiegebieten wie etwa der Onkologie. Über die Lehren aus der Krise sowie Chancen und Hürden eines vernetzten, lernenden Systems sprach „Monitor Versorgungsforschung” mit Dr. Benedikt Westphalen (CCC MünchenLMU) und Dr. Katja Janssen (Roche Pharma AG).

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UPD geht aktiv auf die Versorgungsforschung zu
30.03.2021

UPD geht aktiv auf die Versorgungsforschung zu

Ausgabe 02 / 2021

Mit einem im eigenen Führungskreis entwickelten „Modell 2023“ (1) zur Weiterentwicklung der Unabhängigen Patientenberatung soll ein Verzicht auf die regelmäßige Neuausschreibung und eine dauerhafte institutionelle Verstetigung erreicht werden. Mit diesem Vorschlag möchte sich die aktuelle Patientenberatung – eine gemeinnützige GmbH (gGmbH), die 2016 nach der Vergabe an die Sanvartis GmbH neu gegründet und als UPD gGmbH aufgebaut wurde – in die gegenwärtige Diskussion zur Neugestaltung der UPD nach § 65b SGB V (2) konstruktiv einbringen. Dieser Paragraf im Sozialgesetzbuch sieht u.a. vor, dass „die Fördermittel jeweils für eine Laufzeit von sieben Jahren“ neu vergeben werden, das nächste Mal wäre das 2023 der Fall. Die Zeit bis dahin will das Team um Geschäftsführer Thorben Krumwiede für eine „am Patientenwohl orientierte Weiterentwicklung der Patientenberatung“ nutzen, dabei unter anderem den Beratungsumfang erweitern, neue Beratungsformate und -wege schaffen und vor allem Rückmeldefunktionen ausbauen und dafür Daten für Veränderungsimpulse und Versorgungsforschung nutzen und sogar liefern.

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Über 13 Milliarden Euro für den Erhalt des Status quo?
30.03.2021

Über 13 Milliarden Euro für den Erhalt des Status quo?

Ausgabe 02 / 2021

Als vor rund einem Jahr die Corona-Pandemie begann, ihre hässlichste Seite zu zeigen, indem Bilder um die Welt gingen, die zeigten, wie Militärlastwagen in Bergamo Särge voller Covid-19-Toten in Krematorien brachten, wuchs auch hierzulande die Angst, unser Gesundheitssystem – vor allem die Krankenhäuser – würden ob massenhaft eingelieferter Covid-19-Kranker kollabieren. Heute weiß man, was im Nachhinein immer einfacher ist: falsch gedacht. Doch verständlich war es, zu Beginn der Pandemie Kliniken anzuhalten, möglichst viele Betten für potenzielle Covid-19-Patienten freizuhalten und als Kompensation für den damit verbundenen Einnahmeausfall sogenannte Freihaltepauschalen (1) zu zahlen. Für jeden im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr (2019) nicht voll- oder teilstationär behandelten Patienten erhalten die Krankenhäuser in diesem Zeitraum eine einheitliche Pauschale in Höhe von 560 Euro pro Tag – in Summe (Stand 15. März 21) immerhin über 13 Milliarden Euro. Die Frage ist: Was wurde damit eigentlich finanziert? Und: Wurde das Geld gut eingesetzt?

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Überlegungen zur Priorisierung kinderchirurgischer Eingriffe
30.03.2021

Überlegungen zur Priorisierung kinderchirurgischer Eingriffe

Ausgabe 02 / 2021

Als eine Reaktion des deutschen Gesundheitssystems auf die Corona-Pandemie haben auch Kinderkliniken bzw. kinderchirurgische Abteilungen wie in der „Erwachsenenchirurgie“ elektive Operationen abgesagt und dringende Operationen priorisiert. Damit sollten zusätzliches Personal für die Betreuung von Intensivpatientinnen und -patienten freigestellt und zusätzliche intensivmedizinische Kapazitäten geschaffen werden. Für eine Situationsbeschreibung ist auf die wichtige, 2020 veröffentlichte gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI) zum „Management kinderchirurgischer Patienten in der Covid-19-Pandemie“ hinzuweisen.

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Jetzt einmalige Chance für Covid-19-Forschung nutzen
30.03.2021

Jetzt einmalige Chance für Covid-19-Forschung nutzen

Ausgabe 02 / 2021

Das Management von SARS-CoV-2-Infizierten und der Pandemie wird unser Gesundheitswesen die kommenden Jahre prägen. Eine entscheidende Rolle kommt dabei niedergelassenen Ärzten zu. Sie betreuen schon jetzt rund 80 Prozent aller Covid-19-Patienten. Noch ist die Studienlage über Krankheitsverläufe unter ambulanter Versorgung im Vergleich zum stationären und intensivmedizinischen Bereich zu dünn. Instrumente der Versorgungsforschung sind dabei besonders geeignet, die verschiedenen Dimensionen einer Covid-19-Erkrankung zu erfassen. Derzeit besteht die günstige Gelegenheit, mithilfe von Registern gute Datensätze für künftige Forschungsfragen aufzubauen. Ideal wäre ein übergreifendes nationales Covid-19-Register unter Einbezug der ambulanten Versorgung. Verschiedene Registerstudien sind zwar schon gestartet. Doch mehr Forschungsaktivitäten tun Not.

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Möglichkeiten und Grenzen der Covid-19-Modellierung
30.03.2021

Möglichkeiten und Grenzen der Covid-19-Modellierung

Ausgabe 02 / 2021

„Viele dieser mathematischen Modelle, das sehen wir auch jetzt bei Covid-19, betrachten die Pandemie unabhängig davon, wie das menschliche Verhalten – als Antwort auf das Infektionsgeschehen – sich ändert. Sie modellieren die Ausbreitung der Pandemie sehr gut, sie versuchen, möglichst alle Details zu erfassen und wirklichkeitsgetreu abzubilden.“ Das sagt Prof. Dirk Brockmann, Physiker und Professor am Institut für Biologie der Humboldt-Universität Berlin in einem Interview in der „TAZ“. Damit hat er recht, und bringt das Wesen eines jeden Modells auf den Punkt: die inhärente Unsicherheit. Dennoch, so Brockmann, gebe es hervorragende Modelle, die verschiedene mögliche Szenarien skizzieren können, wenn nicht klar sei, welches Szenarium am Ende eintreffe, doch sei es „schon mal ein Gewinn, zu wissen, wie es aussehen könnte“. An dieser Frage arbeiten weltweit viele Forscher vieler Fachrichtungen – vor allem aus der Mathematik und Physik. Die Versorgungsforschung ist – bis auf sehr wenige Ausnahmen – nicht dabei.

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Corona-Effekte oder die Krise als Chance
30.03.2021

Corona-Effekte oder die Krise als Chance

Ausgabe 03 / 2021

Die Corona-Krise hat nicht nur die Ursachen für Lieferabrisse bei systemkritischen Medizinprodukten und Arzneimitteln offengelegt sowie die Folgen der Digitalisierungslücke im Gesundheitssystem transparent gemacht, sondern insbesondere die Konsequenzen grundlegender Führungsdefizite im Personal-Management der Krankenhäuser, der Berufsbild- und Standespolitik und dem Beschaffungsmanagement offenbart. Corona hat aber auch ein Umdenken im Hinblick auf Werte, Sinn und Zweck von Arbeitsinhalten und Verhaltensnormen sowie Rolle und Bedeutung von „am Bett tätigen Berufsgruppen“ in der Gesellschaft angestoßen. Es besteht dringender Handlungsbedarf seitens Politik, Gewerkschaften, Verbänden und Krankenhaus-Managern die Arbeitsbedingungen für „am Bett tätige Berufsgruppen“ familienfreundlicher zu gestalten und deren Entgeltsituation nachhaltig zu verbessern. Ebenso sind staatlicherseits Anreize für den Aufbau von heimischen Reserve-Produktionskapazitäten bei systemkritischen Medizinprodukten sowie Arzneimitteln zu schaffen, ein wertorientiertes Ausschreibungsverfahren zu etablieren, ein „Nationales Buying Center für den Krisenfall“ vorzubereiten und eine Verkürzung globaler Lieferketten ist zu realisieren, um deren Steuerbarkeit zu erleichtern sowie deren Versorgungssicherheit zu erhöhen.

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Blaupause für Früherkennung in ländlichen Regionen
30.03.2021

Blaupause für Früherkennung in ländlichen Regionen

Ausgabe 03 / 2021

Die Herzinsuffizienz, an der in Deutschland nicht nur rund 1,8 Millionen Menschen leiden, sondern auch mit am häufigsten versterben, hat ein großes Problem, aber damit auch eine fast ebenso große Chance: Diese Krankheit verläuft anfangs oft symptomlos, kann jedoch frühzeitig mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) diagnostiziert werden. Wenn ein MRT denn für alle verfügbar wäre. In Metropolregionen und vor allem in Großstädten ist das der Fall, in ländlichen Regionen hingegen gibt es oft weder die nötigen diagnostischen Geräte noch spezialisierte Ärzte. Das soll sich ändern: Mit dem vom Innovationsfonds mit sieben Millionen Euro geförderten Projekt, das in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein Versorgungsmodell zur Früherkennung asymptomatischer Herzinsuffizienz in der Bevölkerung erproben soll – als „Blaupause für ähnliche Regionen“, wie Prof. Dr. med. Sebastian Ulrich Kelle, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB), erklärt. Ziel des Projekts HerzCheck ist es, betroffene Patienten nicht nur so früh wie möglich zu diagnostizieren, sondern so schnell wie möglich geeignete Maßnahmen zur Therapie und zur Minimierung von Risikofaktoren einleiten zu können. Dies unter anderem mit dem konzertierten Einsatz modernster Technik und Telemedizin.

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„Auf die Digitalisierung muss  jeder eine eigene Antwort finden“
30.03.2021

„Auf die Digitalisierung muss jeder eine eigene Antwort finden“

Ausgabe 03 / 2021

Welche Chancen bringt die Digitalisierung für die Verbesserung der medizinischen Versorgung? Welche nutzenstiftenden Lösungen gibt es bereits und wie werden sie von Ärzten und Patienten gesehen? Am Beispiel des Diabetes bildet der Digitalisierungs- und Technologiereport (D.U.T) als durchaus einzigartiges Projekt aus Primärdatenerhebung und Aufarbeitung von Schwerpunkthemen nicht nur den Status quo ab, sondern will Hoffnung machen, Ängste abbauen, aber auch Problemfelder aufzeigen. Hinter dem D.U.T-Report stehen als Herausgeber die beiden Professoren Dr. Bernhard Kulzer und Dr. Lutz Heinemann sowie als Sponsor und Mit-Ideengeber das Pharmaunternehmen Berlin-Chemie, das im Interview mit „Monitor Versorgungsforschung“ von Michael Bollessen und Dr. Anja Selig vertreten wird.

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Die Unschärfe falsch-positiver Testergebnisse
30.03.2021

Die Unschärfe falsch-positiver Testergebnisse

Ausgabe 03 / 2021

Kommentar von Prof. Dr. Franz Porzsolt (Vorstandsvorsitzender des Institute of Clinical Economics (ICE) e.V.) unter Mitarbeit von Philipp Legrum (Mitglied und Informatiker des Institute of Clinical Economics (ICE) e.V.)

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Besser verständliche Risikokommunikation
30.03.2021

Besser verständliche Risikokommunikation

Ausgabe 03 / 2021

Kommentar von Prof. Dr. Reinhold Roski (Herausgeber von „Monitor Versorgungsforschung“) und Peter Stegmaier (Chefredakteur von „Monitor Versorgungsforschung)

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Artikelaktionen
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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