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Alle Beiträge in MVF im Überblick

19.10.2021 15:17
Hier finden Sie alle redaktionellen und wissenschaftlichen Artikel, die in "Monitor Versorgungsforschung" seit 2012 erschienen sind.

Alle Artikel sind zudem "open access" verfügbar.

Wohlbefinden von Menschen mit Demenz durch gelebte Spiritualität – eine explorative Studie
23.03.2022

Wohlbefinden von Menschen mit Demenz durch gelebte Spiritualität – eine explorative Studie

Ausgabe 02 / 2022

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft führte in den vergangenen Jahren zu einer Zunahme altersbedingter Erkrankungen. Dazu gehört insbesondere die Demenz. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und beschreibt die Abwesenheit (Präfix: de-) vom Denkvermögen (Suffix: -mens). „Demenz“ bedeutet also wörtlich übersetzt „ohne Verstand“. Demenzen gehen dabei nicht nur mit kognitiven und mnestischen Einbußen, sondern auch mit dem Verlust grundlegender Orientierungen und bisher selbstverständlicher Alltagskompetenzen einher (Stoffers 2016: 7). Die Begrifflichkeit Demenz umfasst dabei keine spezielle Krankheit, sondern einen erworbenen, durch eine organische Hirnschädigung verursachten, Zustand (Stoffers 2016: 8). In Deutschland leben derzeit ca. 1,7 Mio. Menschen mit der Diagnose Demenz (Thyrian et al. 2020: o. S.), wobei die Alzheimer-Demenz innerhalb der Demenzerkrankungen mit ca. 60% den Großteil der Erkrankungen ausmacht (Stoffers 2016: 9). Bisher existieren noch wenige Erkenntnisse bzgl. der auslösenden Risikofaktoren, aber unterschiedliche Experteneinschätzungen und Studienhinweise zeigen (auf unterschiedlichem Evidenzniveau), dass unterschiedliche Präventionsansätze zur Vermeidung einer Demenz sinnvoll sein könnten. Darunter fallen unter anderem die Steigerung des Bewegungsverhaltens, die Rauchentwöhnung, oder die Reduktion des Alkoholkonsums (WHO 2019: xii-xiii). Auch soziale Kontakte sowie eine intensive kulturelle und sportliche Betätigung scheinen schützende Faktoren vor einer Demenzentwicklung zu sein (Förstl, Förstl 2020: o. S.).

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23.03.2022

Normalisierungs-Prozess-Theorie

Ausgabe 02 / 2022

Für die erfolgreiche Einführung von Innovationen in komplexe adaptive Systeme, wie z.B. in Arztpraxen oder Krankenhäuser, müssen wir verstehen, wie sich Umsetzungsprozesse und ihre Kontexte gegenseitig bedingen. Insbesondere detaillierte Kenntnisse darüber, welche Handlungen Agierende vollziehen, um einer Innovation einen Sinn zu geben und sie in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren sowie das Wissen über Kontextelemente, welche das Handeln beeinflussen, sind eine wesentliche Voraussetzung für den Übergang einer Innovation aus dem Modellprojektstatus heraus in den Versorgungsalltag. Die Normalisierungs-Prozess-Theorie (NPT), welche derzeit zu den prominentesten Theorien in der Implementierungsforschung zählt, kann in diesem Zusammenhang Orientierung geben. Sie charakterisiert die Einführung und Einbettung von Innovationen als sozialen Prozess kollektiven Handelns und weniger als Anstrengung individuell Agierender. Als Theorie mittlerer Reichweite beschreibt sie eine Reihe von generativen Mechanismen unterschiedlicher Art, welche das Handeln der beteiligten Agierenden bei der Einbindung von Innovationen in die Versorgung motivieren und strukturieren.

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23.03.2022

Luhmann’sche Systemtheorie

Ausgabe 02 / 2022

Obgleich die Systemtheorie Luhmann’scher Prägung als „extrem komplex, kontraintuitiv, schwer verständlich, wenn nicht gar pervers“ (Hörisch, 2010, S. 343) gilt, so hat sie doch auch Eigenschaften, die sie im Hinblick auf wissenschaftliche Problemlösungen im Allgemeinen und in Bezug auf Fragestellungen der Versorgungsforschung besonders reizvoll machen. Zum einen ist sie als eine sogenannte „Super-Theorie“ (Berghaus, 2011, S. 24) universell einsetzbar, das heißt, sie ist im Grunde auf alle sozialen Sachverhalte anwendbar, in der konkrete Frage- oder Problemstellungen betrachtet werden. Die Ursache für ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten liegt in der Grundannahme, dass sich in der modernen Welt sogenannte Funktionssysteme entwickelt haben (und noch entwickeln). Diese Systeme können sich auf der Makroebene (z. B. Wissenschaft, Politik, Wirtschaft), auf der Meso-Ebene (z.B. Institutionen oder Organisationen) oder auf der Mikroebene (z.B. Familie oder Schulklassen) herausdifferenzieren. Die (soziale) Umwelt des Menschen zeichnet sich vor allen Dingen durch zunehmende Komplexität aus.

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23.03.2022

Die Luhmann’sche Systemtheorie

Ausgabe 02 / 2022

Obgleich die Systemtheorie Luhmann’scher Prägung als „extrem komplex, kontraintuitiv, schwer verständlich, wenn nicht gar pervers“ (Hörisch, 2010, S. 343) gilt, so hat sie doch auch Eigenschaften, die sie im Hinblick auf wissenschaftliche Problemlösungen im Allgemeinen und in Bezug auf Fragestellungen der Versorgungsforschung besonders reizvoll machen. Zum einen ist sie als eine sogenannte „Super-Theorie“ (Berghaus, 2011, S. 24) universell einsetzbar, das heißt, sie ist im Grunde auf alle sozialen Sachverhalte anwendbar, in der konkrete Frage- oder Problemstellungen betrachtet werden. Die Ursache für ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten liegt in der Grundannahme, dass sich in der modernen Welt sogenannte Funktionssysteme entwickelt haben (und noch entwickeln). Diese Systeme können sich auf der Makroebene (z. B. Wissenschaft, Politik, Wirtschaft), auf der Meso-Ebene (z.B. Institutionen oder Organisationen) oder auf der Mikroebene (z.B. Familie oder Schulklassen) herausdifferenzieren. Die (soziale) Umwelt des Menschen zeichnet sich vor allen Dingen durch zunehmende Komplexität aus.

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Verschiedene Theorien pro Spezialfunktion
23.03.2022

Verschiedene Theorien pro Spezialfunktion

Ausgabe 02 / 2022

Beim Fachkongress „Theorie wagen“, den „Monitor Versorgungsforschung“ Ende letzten Jahres in Kooperation mit dem Bundesverband Managed Care e. V. (BMC) online durchgeführt hat, wurde schnell deutlich: Versorgungsforschung braucht nicht nur eine Theorie, sondern sehr viele, die es in verschiedenen Wissenschaftsgebieten gibt. Man muss sie nur kennen und nutzen. Nach dem ersten Kongresstag, der sich mit Grundlagen der Theorien beschäftigte und dessen Ergebnisse im ersten Teil der Berichterstattung in MVF 01/22 dargestellt wurden, wurde am zweiten Kongresstag versucht, die Frage zu beantworten, wie Theorien in der Praxis angewandt werden können und ob das – diskutiert am Beispiel der Lotsenprojekte – sinnvoll wäre.

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Versorgung in dünn besiedelten Regionen
23.03.2022

Versorgung in dünn besiedelten Regionen

Ausgabe 02 / 2022

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat in seiner Sitzung im November 2021 auf Empfehlung des Vorstands des „Ständigen Arbeitskreises Versorgungsforschung“ eine Stellungnahme zur „Versorgung in dünn besiedelten Regionen“ beraten und beschlossen. Nach ausführlicher Diskussion unter der gemeinsamen Ägide von Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann und Prof. Dr. med. Wilhelm-Bernhard Niebling, beide Federführende des Ständigen Arbeitskreises „Versorgungsforschung“, ist Teil 1 der Stellungnahme zu Problemdarstellung und Monitoring im „Deutschen Ärzteblatt“ (1) veröffentlicht worden. Hier lesen Sie die Hintergründe sowie die wichtigsten Ergebnisse und Fakten.

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Unangenehme Wahrheiten rund um die ePA
23.03.2022

Unangenehme Wahrheiten rund um die ePA

Ausgabe 02 / 2022

Kommentar von Dr. rer. pol. Ilona Köster-Steinebach, Sepsis-Stiftung

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Habitus-Theorie
23.03.2022

Habitus-Theorie

Ausgabe 02 / 2022

Die Habitus-Theorie geht neben der „Theorie der Praxis“ auf Pierre Bourdieu (1974) zurück, der untersucht hat wie Subjekt- und Struktur-Ebene wechselseitig entstehen und in sozialen Interaktionen reproduziert werden. Der Habitus ist ein zentrales, alle Theoriekomponenten verbindendes Konzept in Bourdieus „Theorie der Praxis“, dessen zentrales Anliegen die Überwindung des Gegensatzes von Subjektivismus und Objektivismus ist. Der Habitus steht nach Bourdieu (1987) für die „Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata“ eines Menschen, in dem sämtliche inkorporierten, früheren sozialen Erfahrungen zum Ausdruck kommen. Dabei ist der Habitus vor allem durch die spezifische gesellschaftliche Position geprägt, die Angehörige einer sozialen Gruppe innerhalb einer Sozialstruktur einnehmen. Genereller gefasst dient das Konzept der Vermittlung individueller Dispositionen (Subjekt-Ebene) und gesellschaftlicher Möglichkeiten (Struktur-Ebene). Dabei wird nach Bourdieu der Agierende (z. B. das Gesundheitspersonal) als Träger eines Habitus verstanden (Reckwitz 2008).

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Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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