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Alle Beiträge in MVF im Überblick

19.10.2021 15:17
Hier finden Sie alle redaktionellen und wissenschaftlichen Artikel, die in "Monitor Versorgungsforschung" seit 2012 erschienen sind.

Alle Artikel sind zudem "open access" verfügbar.

„Die gematik muss die richtige Balance finden“
31.07.2022

„Die gematik muss die richtige Balance finden“

Ausgabe 04 / 2022

„Was ist der richtige Weg, um Daten in einer vernünftigen Form besser für Forschungszwecke und für die richtigen Auswertungssysteme zur Verfügung zu stellen? Wer hat auf Dauer die Führung und setzt die Standards? Was können wir vom US-Versandhändler Amazon und dessen Amazon Care lernen? Und schließlich: Wer investiert künftig wo? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich Dr. Franziska Thomas, Partnerin bei der Strategieberatung Arthur D. Little, im Interview mit „Monitor Versorgungsforschung“. Sie plädiert für einen „vernünftigen und gleichzeitig verantwortungsvolle Umgang mit Daten“, der möglich sein muss, um einerseits die Patientenversorgung mittels digital unterstützter Systeme zu optimieren und die Lebensqualität von Patienten zu erhöhen, jedoch andererseits auch das „Verständnis und Wissen um Behandlungserfolge“ zu verbessern. Ihr Petitum: „Wir müssen insgesamt ein ganzes Stück schneller werden und die richtigen Systeme aufsetzen.“

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Status quo und Perspektiven der Zweitmeinung
31.07.2022

Status quo und Perspektiven der Zweitmeinung

Ausgabe 04 / 2022

Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt ZWEIT (Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse von medizinischen Zweitmeinungsverfahren in Deutschland)(1) (Fördernummer 01VSF18014) zielte einerseits darauf ab, das aktuelle Angebot von Zweitmeinungsverfahren in Deutschland abzubilden und andererseits die Inanspruchnahme und Bedürfnisse einer zweiten Meinung aus Sicht der Patient:innen und Ärzt:innen zu untersuchen.

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7. Ad-hoc-Stellungnahme zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19
22.07.2022

7. Ad-hoc-Stellungnahme zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19

Ausgabe 04 / 2022

Die 7. Ad-hoc-Stellungnahme der Thesenpapier-Autorengruppe beschäftigt sich mit dem Thema der geänderten STIKO-Empfehlung vom 25. Mai zur Impfung bei Kindern. Überraschend hat sich die Ständige Impfkommission (STIKO) am 24. Mai doch für die (einmalige) Impfung gesunder Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit einem mRNA-Impfstoff ausgesprochen, vorzugsweise mit „Comirnaty“. Doch beziehen sich die der geänderten Empfehlung zugrunde liegenden Studien ausschließlich auf Erwachsene, eine Evidenz für diese Altersgruppe ergibt sich aus der Wissenschaftlichen Begründung nicht. Folglich heißt es bei der STIKO dann auch, dass die Empfehlung vorsorglich ausgesprochen werde, weil ein erneuter Anstieg von SARS-CoV-2-Infektionen im kommenden Herbst zu erwarten sei. Offen dabei ist, ob überhaupt eine neue Variante kommen wird (wahrscheinlich) und ob der auf dem Wildtyp basierende Impfstoff dagegen hilft (fraglich). Stand: 23.6.2022, 18:00h

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Versorgungssituation von Patient:innen mit spastischer Bewegungsstörung in stationären  Pflegeeinrichtungen in Deutschland
22.07.2022

Versorgungssituation von Patient:innen mit spastischer Bewegungsstörung in stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland

Ausgabe 04 / 2022

Schädigungen im zentralen Nervensystem und der zentralnervösen sensomotorischen Zell- und Bahnsysteme haben häufig spastische Bewegungsstörungen („spastic movement disorder“, SMD) zur Folge. Im Sinne der Leitlinien zur Therapie des spastischen Syndroms (AWMF/DGN) ist die Spastik definiert als „gesteigerter, geschwindigkeitsabhängiger Dehnungswiderstand der Skelettmuskulatur, der als Folge einer Läsion deszendierender motorischer Bahnen des zentralen Nervensystems (ZNS) (Großhirn, Hirnstamm, Rückenmark) auftritt und in der Regel mit anderen Symptomen wie Muskelparese, Verlangsamung des Bewegungsablaufs, gesteigerten Muskeleigenreflexen, pathologisch enthemmten Synergismen und spastischer Dystonie einhergeht“. In früheren Studien wurde die Spastik als „geschwindigkeitsabhängige Zunahme des Muskeltonus als Folge einer Übererregbarkeit des spinalen tonischen Dehnungsreflexes“ bezeichnet [1]. Eine erweiterte Definition der SPASM-Gruppe bezeichnet die Spastik als positive Phänomene, die aufgrund einer Störung der sensomotorischen Kontrolle infolge einer Läsion des ersten Motoneurons hervorgerufen werden. Die Ausprägung sind anhaltende unwillkürliche Aktivierungen von Muskeln [2]. Die SMD ist ein häufiges Syndrom von Erkrankungen wie einem Schlaganfall, der Multiplen Sklerose oder dem Schädel-Hirn-Trauma. In Deutschland erleiden laut Schätzungen jedes Jahr bis zu 260.000 Menschen einen Schlaganfall [3]. Bei knapp der Hälfte der Überlebenden (bis zu 46%) tritt innerhalb der ersten drei Monate nach dem Schlaganfall eine Spastik auf [4, 5]. Auch zu späteren Zeitpunkten kann sich noch eine Spastik entwickeln [4]. Höhergradige Lähmungen und Sensibilitätsstörungen sind Prädiktoren bei der Entwicklung einer Spastik, z. B. als Folge eines Schlaganfalls, und können mit schweren Einschränkungen bei der Alltagsbewältigung einhergehen [6]. Betrachtet man die Zeiträume nach einem Schlaganfall detaillierter, ergibt sich, dass innerhalb der ersten vier Wochen bei 4% bis 27% der Patient:innen eine Spastik beobachtet werden konnte. Die Prävalenz erhöht sich in der postakuten Phase (ein bis drei Monate) auf 19% bis 26,7%. Über den Zeitraum von drei Monaten hinaus zeigt sich eine PSS (Post Stroke Spasticity) von 17% bis 42,6% [4].

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Zum Stand interprofessioneller Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung
22.07.2022

Zum Stand interprofessioneller Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung

Ausgabe 04 / 2022

Gesundheitssysteme in westlichen Gesellschaften stehen alle vor ähnlichen Herausforderungen: Die Komplexität der Gesundheitsversorgung nimmt zu, nicht zuletzt durch die demografisch bedingte Zunahme chronischer Erkrankungen und Multimorbidität (Sin, Askar et al. 2015, Seger and Gaertner 2020) und die fortschreitende Spezialisierung und Fragmentierung in der Medizin. Gleichzeitig besteht ein eklatanter Fachkräftemangel, insbesondere in ländlichen Regionen, der schon lange nicht mehr nur die Pflege und die hausärztliche Versorgung betrifft (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. Köln 2021). Vor diesem Hintergrund gilt es, die vorhandenen Ressourcen in Bezug auf Expertise und Leistungserbringung optimal zu nutzen. Der deutsche Wissenschaftsrat postulierte interprofessionelle Zusammenarbeit als Strategie für eine effektive Organisation von Gesundheitsdienstleistungen, um die komplexen Herausforderungen der Versorgung in Zukunft meistern zu können (Wissenschaftsrat 2012).

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Fachkräftemangel in der Pädiatrie
22.07.2022

Fachkräftemangel in der Pädiatrie

Ausgabe 04 / 2022

Kleine Kinderkliniken in Mecklenburg-Vorpommern sind von Schließungen betroffen bzw. bedroht, und das, obwohl die Zahl chronisch kranker Kinder, z.B. mit Diabetes, Asthma und Übergewicht, steigt. Inzwischen leidet jedes sechste Kind an einer chronischen Gesundheitsstörung [1]. Sowohl wirtschaftliche Faktoren, wie eine problematische Vergütung über das DRG-System, als auch personelle Faktoren beeinflussen den Klinikbetrieb der kleinen Kinderkliniken. Auf personeller Ebene stehen die Kliniken untereinander im Konkurrenzkampf um Assistenz- und Fachärzt:innen – zusätzlich aber auch in Konkurrenz zu einer Niederlassung bezogen auf Fachärzt:innen. In diesem Wettbewerb haben kleine Abteilungen unabhängig von der Fachrichtung einen Attraktivitätsmalus insofern, dass zur Aufrechterhaltung der Versorgung eine ungleich höhere Dienstfrequenz der Ärzt:innen notwendig ist. Um ein 24-Stunden-Dienstsystem vorhalten zu können, ist ein hoher personeller Aufwand notwendig. Diese Vorhaltekosten sind bei den kleineren Abteilungen weitestgehend unabhängig davon, wie viel Planbetten sie vorhält, da ein personeller Grundstock qualifizierten Personals notwendig ist. Steigt die Fallzahl bei gleichbleibendem Personalaufwand, so ist eine bessere Ertragslage anzunehmen [2]. Personaluntergrenzen für ärztliches Personaläquivalent zu den Pflegepersonaluntergrenzen gibt es nur in Form der „Facharztstandards“ und bei Perinatalzentren, den „Cashcows“ der stationären Kinder- und Jugendmedizin, die aber nur an großen Kliniken vorgehalten werden.

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Medikalisierungs- und Kompressionsthese
22.07.2022

Medikalisierungs- und Kompressionsthese

Ausgabe 04 / 2022

Die Medikalisierungs- und die Kompressionsthese sind zwei „konkurrierende“ Ansätze in Bezug auf die Frage, in welchem Gesundheitszustand ein längeres Leben, insbesondere die Lebensjahre in höherem Alter verbracht werden. Neben der individuellen Bedeutung von Quantität und Qualität der Lebensjahre ist die Relevanz dieser Frage für das Gesundheitswesen hoch, denn nicht nur in der Vergangenheit ist die Zahl bzw. auch der Anteil der älteren Menschen gestiegen, es wird im Kontext des demografischen Wandels ein weiterer Anstieg, auch der Lebenserwartung, prognostiziert – und die Auswirkungen auf die Versorgungsbedarfe bzw. Ausgaben im Gesundheitswesen können beträchtlich sein.

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Hochzuverlässigkeitstheorie
22.07.2022

Hochzuverlässigkeitstheorie

Ausgabe 04 / 2022

Mitte der 1980er Jahre begann eine interdisziplinäre Forschergruppe aus Kalifornien ein aus Sicht der Organisationsforschung außergewöhnliches Phänomen zu untersuchen: Organisationen, die das Potenzial haben tagtäglich katastrophale Fehler zu produzieren, dies aber über längere Zeiträume (fast) nie tun. Durch die Untersuchung von Atomkraftwerken, militärischen Flugzeugträgern und der zivilen Luftfahrt identifizierte die Forschergruppe Gestaltungsprinzipien und Praktiken, die die hohe Zuverlässigkeit dieser Organisationen ermöglichen (z.B. Weick 1987; Roberts 1990). Diese liegt in der Kultur und den jeweiligen Routinen der klassischen Hochzuverlässigkeitsorganisationen (high-reliability organizations, HROs) begründet. Auch für Gesundheitsorganisationen, die nach einer hohen Zuverlässigkeit u.a. mit Blick auf Patientensicherheit und die Vermeidung von Fehlern streben, ist eine Gestaltung von Interventionen mit Rückgriff auf Prinzipien der Hochzuverlässigkeitstheorie mehr als naheliegend. Allerdings ist fraglich, ob die Voraussetzungen der klassischen HROs auch für Gesundheitsorganisationen gelten.

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Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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