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Versorgungsforschung orientiert

05.04.2008 19:15

MVF-Titelinterview mit Daniela Teichert, Vorstandvorsitzende der AOK Nordost
„Die Pandemie hat gezeigt: Wir sind, was digitale Lösungen betrifft, auf einem guten Weg.“ So Daniela Teichert, seit einem Jahr Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost im Titelinterview. Für die Gesamtstrategie „... müssen wir alle Bereiche in den Blick nehmen: Vertragspartner, Mitbewerber, Politik und eben unsere Versicherten und deren Bedürfnisse in der Versorgung“. Besonders auch in den ländlichen Bereichen mit „kooperationsfördernden Organisationsmodellen, Trägerschaften und Finanzierungssystemen“. „Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie digitale Ansätze uns helfen, das Gesundheitswesen am Laufen zu halten – und besser zu machen.“ Eine hochinteressante Lektüre zur längerfristigen Perspektive unseres Gesundheitssystems und den Lektionen aus der Pandemie.

Datengrundlagen, Informationen und Orientierung
Zur Versorgungsforschung in der aktuellen Pandemie haben wir etliche Beiträge: zu den Datengrundlagen, den Informationen und der Orientierung durch die Versorgungsforschung. So u.a. das von Prof. Dr. Reinhard Busse und seinem Team im Auftrag des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland erstellte Gutachten „Internationale Datengrundlagen für die Versorgungsforschung“, die Analyse der BDI-Initiative Gesundheit digital zur Nutzung von Gesundheitsdaten in Versorgung, Forschung und Entwicklung, das „John-Snow-Memorandum“, den IGES Pandemie-Monitor und einen Kommentar von Dr. Ursula Hahn und Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann zur Rolle der Breitenversorger.

MVF-Serie „Inside Versorgungsforschung“
Diesmal sind wir bei Univ.-Prof. Dr. med. Horst Christian Vollmar MPH und seinen Mitarbeiterinnen an der Abteilung für Allgemeinmedizin der Ruhr-Universität Bochum.

Wissenschaftliche Beiträge
Stausberg, Beinhauer und Scheu
nutzten im ersten Halbjahr 2020 18 Kennzahlen zu Covid-19 für einen Überblick zur Versorgung betroffener Patienten in kleineren und mittleren Krankenhäusern kirchlicher Träger. Es zeigte sich, dass auch diese Krankenhäuser in der Breite von der Corona-Pandemie getroffen waren. Es gibt Unterschiede zu anderen Untersuchungen, bei denen strukturelle Gegebenheiten von Bedeutung sein können.
Nagels und Englmeier untersuchen, welchen Wert die Corona-Warn-App für die persönlichen Entscheidungen der Nutzer und das damit einhergehende Präventionsverhalten hat. Der Schwerpunkt der Analyse liegt dabei auf dem fehlerbehafteten Input von relevanten Befunddaten. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der Wert der App für die Pandemieeindämmung gering ist, mittel- und langfristig kein Nutzervertrauen aufbauen kann und die breite Nutzung optimierter Varianten in Zukunft eher einschränkt.
Schrappe u.a. plädieren in ihrem Thesenpapier 5.0 für einen Strategiewechsel hin zu einer spezifischen Prävention als Grundlage einer „Stabilen Kontrolle“ der SARS-CoV-2-Epidemie. Sie rufen die politische Führung auf, statt eines immer weiter fortgeführten Bedrohungsszenarios einen positiv konnotierten Diskussionsprozess dazu zu beginnen, wie die allgemeinen Präventionsmaßnahmen mit spezifischen Maßnahmen kombiniert werden können, und wie eine adäquate Teststrategie aussehen muss.
Im ersten Teil des Thesenpapiers 6 untermauern Schrappe u.a. ihr Plädoyer zur Notwendigkeit eines Strategiewechsels mit Überlegungen zum epidemiologischen Modell, zu Häufigkeitsmaßen, zur wichtigen Dunkelziffer der tatsächlichen Verbreitung, zur Verständlichkeit, Reliabilität und Erreichbarkeit der Grenzwerte sowie zu Outcome-Daten. Als bessere Kennzahlen zur Steuerung schlagen sie zwei neu entwickelte Indizes zu Notification und Hospitalisierung vor und empfehlen weiterhin dringend prospektive Kohorten-Studien.

Ich wünsche Ihnen – in der sich immer weiter hinziehenden Pandemie-Situation – interessante Lektüre mit vielen Informationen, die Sie für Ihre Arbeit nutzen können.
Vor allem weiterhin: Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Professor Dr. Reinhold Roski


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