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Grußwort d. Herausgebers

16.03.2012 15:05

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

unsere Versorgungsstrukturen brauchen dringend Innovationen. Inzwischen sind sich alle Akteure über die Notwendigkeit einer besseren sektorenübergreifenden Versorgung, besserer Kooperation und Koordination einig und sind auch für einen sinnvollen Einsatz moderner Informationstechnologie. Und doch stecken wir zurzeit in einem Innovationsstau.

Dieser Kongress beschäftigt sich mit Wegen aus diesem Innovationsstillstand. Und die Versorgungsforschung bietet zu diesen Fragen die richtigen Entscheidungsgrundlagen. Was wollen und brauchen die Patienten? Wo liegen die aktuellen Innovationshindernisse? Wie können Innovationen leichter ihren Weg ins System finden? Was muss am System geändert werden? Was können die einzelnen Akteure tun?

Knapp 40 Jahre Gesundheitsreformen liegen hinter uns. Wobei die vergangenen Regierungen sich vor allem bemüht haben, die Kostenentwicklung in Grenzen zu halten, und sich vorzugsweise auf den Arzneimittelsektor, einen relativ leicht regelbaren Bereich, fokussiert haben. Der letzte Schritt war das AMNOG, mit dessen Auswirkungen auf die Versorgungsstruktur, das Gesundheitssystem insgesamt und auf die internationalen Referenzpreise wir uns bei diesem Kongress beschäftigen.

Besonders schwierig sind offenbar die Versorgungsinnovationen „jenseits der Pille“, mit denen Strukturen verbessert werden. Die Sektorengrenzen scheinen immer noch ganz fest zementiert zu sein. Welche Chancen gibt es, auch hier voranzukommen? Was kann man aus den Erfahrungen der Selektivversorgung lernen? Welche Innovationen gibt es bei den großen chronischen Volkskrankheiten und beim Versorgungsmanagement? Welche Chancen bietet die stratifizierte Medizin?

Der MVF-Kongress „Innovation 2014  – Wege aus dem Innovationsstillstand – Konzepte - Evaluation - Best-Practices“ beschrieb nicht nur den Status nach knapp 40 Jahren Gesundheitsreformen, sondern zeigte Lösungsansätze mit ihren Chancen und Schwierigkeiten auf, wie die Gesundheitsversorgung in Deutschland wieder neue Impulse bekommen und wie wir die Innovationskultur voranbringen und den Stau auflösen können.

 

Den Vorsitz des Kongresses übernahm gemeinsam mit mir Prof. Dr. Dr. Alfred Holzgreve.

Der 4. Fachkongress von „Monitor Versorgungsforschung“ fand mit freundlicher Unterstützung durch den BKK Dachverband und arvato Healthcare in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin, Unter den Linden 1 statt.

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. Reinhold Roski
Herausgeber „Monitor Versorgungsforschung“

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