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„Gut aufgewacht" - Zertifizierung setzt neuen Qualitätsstandard

15.12.2014 11:44
Fresenius Kabi Deutschland unterstützt den Verein „Aktionsbündnis mehr Lebensqualität für Patienten e.V.“ und dessen Initiative „Gut aufgewacht“. Ziel des Vereins ist eine Verbesserung der Lebensqualität von Patienten vor allem nach operativen und diagnostischen Maßnahmen. Mit der Initiative „Gut aufgewacht“ soll dem Thema Übelkeit und Erbrechen nach Operationen (PONV1) in Kliniken und ambulanten Operationszentren mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden – denn PONV kann in vielen Fällen vermieden werden. „Gut aufgewacht“ – dieser Wunsch steht nicht nur bei Patienten ganz weit oben. Denn weniger medizinische Komplikationen und eine schnellere Entlassung aus dem Aufwachraum führen nicht nur zu einer größeren Patientenzufriedenheit, sondern reduzieren zudem die Kosten für die Behandlung.

Postoperative Übelkeit und postoperatives Erbrechen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen nach Operationen. Patienten empfinden diese Nebenwirkung als besonders belastend und messen der Vermeidung von PONV einen erheblichen Stellenwert bei. PONV ist heute sowohl gut zu unterbinden, als auch gut zu therapieren.

PONV kommt häufig vor

Jeder dritte bis vierte Patient leidet heute nach einem operativen Eingriff in der Allgemeinanästhesie an Übelkeit und/oder Erbrechen.i Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer. Außerdem trifft PONV häufiger Nichtraucher und Patienten, die als Schmerzmittel Opioide während und/oder nach der Operation erhalten. Wer bereits einmal von Übelkeit oder Erbrechen nach einer Operation betroffen war, hat ein höheres Risiko, dass bei jeder weiteren Narkose PONV auftritt. Die Beschwerden können Einfluss auf die Entlassung aus dem Aufwachraum haben, und ohne geeignete Gegenmaßnahmen kann dies auch zu ungeplanten stationären Aufnahmen bei ambulant beabsichtigten Eingriffen führen. Insgesamt kann PONV zusätzliche Kosten durch einen erhöhten pflegerischen Aufwand und zusätzliche Medikamentengaben verursachen.

PONV kann vermieden werden

Vor einer Narkose wird daher durch wenige Fragen an den Patienten das Risiko einer postoperativen Übelkeit und des Erbrechens bestimmt. Bei einem mittleren PONV-Risiko können zwei Strategien verfolgt werden. Die erste hat das Ziel, emetogene Einflüsse zu reduzieren. Dazu zählt die Vermeidung volatiler Anästhetika („Gasnarkose“). Stattdessen ist der Einsatz einer intravenösen Anästhesie (z. B. eine Propofol-Narkose, TIVA) sowie die Reduzierung von Opioiden bzw. Auswahl eines Opioids mit geringerem PONV-Risiko (z.B.Remifentanil) zu empfehlen. Bei hohem PONV-Risiko werden beide Strategien kombiniert.

Mit wenigen Schritten zum PONV-freien Krankenhaus

Die Forschungsergebnisse sind trotz immenser Fortschritte in Hinblick auf das Wissen um die Risikofaktoren von PONV und den Möglichkeiten hier entgegenzuwirken noch nicht flächendeckend in der Praxis umgesetzt. Das zeigen Untersuchungen zur Umsetzung von Algorithmen zur PONV-Prävention und Erhebungen zur Inzidenz Aus diesem Grund wurde das Aktionsbündnis „Mehr Lebensqualität für Patienten“ e.V. in Marburg gegründet. Diese Initiative unterstützt auf Wunsch die Krankenhäuser und Ambulanzen bei der Implementierung der benötigten Prozesse, um eine Zertifizierung zum „PONV-freien Krankenhaus“ zu erhalten. Der durch die Prozesse der Zertifizierung erlangte Qualitätsstandard für Klinik und Ambulanz sorgt dafür, dass mehr Patienten ohne Übelkeit und Erbrechen durch Operation und Narkose geführt werden können. Nach dem Eingriff ist ein schnelleres Wohlbefinden, eine zügigere Nahrungsaufnahme, weniger Komplikationen, eine geringere psychische Belastung und eine höhere Patientenzufriedenheit zu erwarten.

„Gut aufgewacht" – Zertifikat rechnet sich

Kliniken und Ambulanzen, die nach der eintägigen Fortbildung ihrer PONV-Beauftragten klare, schriftlich fixierte Arbeitsanweisungen umsetzen und die Voraussetzungen für das „Gut aufgewacht" – Zertifikat erfüllen, dürfen mit einem Imagegewinn rechnen. Das Aktionsbündnis geht für zertifizierte Kliniken und Ambulanzen auch von steigenden Fallzahlen aus. Die bessere Patientenversorgung bei einer geringeren Belastung des Personals soll helfen, Kosten zu reduzieren.

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