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365 Orte im Land der Ideen

02.02.2010 14:10
Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) fördert erfolgreichen Forschungsschwerpunkt

LiFF-Forschungszentrum des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität und des Max-Planck-Instituts ist Preisträger des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“.

Der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität und das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim bündeln im Rahmen des interdisziplinären Lipid Signaling Forschungszentrums Frankfurt (LiFF) ihre anerkannte Wissenschaftsexpertise und sind in diesem Jahr einer der Preisträger von „365 Orte im Land der Ideen“. Diese Standortinitiative der Bundesregierung und der Deutschen Bank steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Prof. Horst Köhler; ihr Ziel ist es, die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu betonen. Die Gewinner der Initiative stellen die Kreativität und Innovationskraft der Bundesrepublik Deutschland unter Beweis. Auch in diesem Jahr wurden 365 Sieger in sieben Kategorien aus Wirtschaft, Umwelt und Energie, Wissenschaft und Technik, Bildung und Jugend, Kunst und Kultur, Gesellschaft und Soziales sowie Sport und Tourismus gekürt.

Prof. Gerd Geisslinger, Sprecher des LiFF: „Dies ist eine besondere Auszeichnung für das langjährige Engagement vieler Arbeitsgruppen am Fachbereich Medizin und am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim auf einem hochaktuellen Thema der innovativen Arzneimittelforschung und ein wichtiger Schritt für die biomedizinische Spitzenforschung in Frankfurt". In enger Kooperation zwischen Pharmakologie, Pharmazie, biochemischer Grundlagenforschung und klinischer Forschung untersuchen die Partner die krankheitsrelevante Bedeutung von Lipidmediatoren. Lipide besitzen im menschlichen Körper eine Energiespeicherfunktion und erfüllen wichtige Aufgaben als Signalmoleküle. Störungen in dieser Lipid-Signalübertragung (Lipid Signaling) sind die Ursache verschiedener Krankheiten wie zum Beispiel Atherosklerose, Diabetes, Entzündung und Schmerz.

Die einzelnen Komponenten der Signalwege stellen daher viel versprechende Zielstrukturen für Arzneimittel dar. Der translationale, ganzheitliche Forschungsansatz eröffnet Chancen für innovative Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und für die Entwicklung wirksamer Arzneistoffe. Somit wird die Lipid-Signaling-Forschung im Rhein-Main-Gebiet nachhaltig zu einer Innovationsquelle für innovative Arzneimittel ausgebaut. Mit Hilfe eines nachhaltigen Konzeptes wird insbesondere auch der wissenschaftliche Nachwuchs gezielt und intensiv in dieses Großforschungsprojekt integriert.

Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, sagte: „Das ist ein gewaltiger Erfolg und eine große Auszeichnung für das Team des LOEWE-Schwerpunkts LiFF, zu dem ich allen Beteiligten herzlich gratuliere. Die Aufnahme des LiFF in den Kreis der ausgewählten Orte 2010 der Initiative ‚Deutschland - Land der Ideen’ unterstreicht auch das bundes-weite Renomeé der hessischen Exzellenzinitiative LOEWE. Mit dem LiFF stehen neben den weiteren 24 erfolgreichen hessischen Orten im Wettbewerb 2010 einmal mehr die großen Leistungen hessischer Wissenschaftler und Forscher im besonderen Blick der Öffentlichkeit."

„Die Rhein-Main-Region hat eine weit zurück reichende Tradition als Ideenschmiede für pharmazeutische Innovationen. Die Auszeichnung des LiFF als Ort im Land der Ideen 2010 verdeutlicht: die Goethe-Universität und ihre Partner sorgen dafür, dass es auch zukünftig so bleibt“, so Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität.
Im LiFF sind folgende Forschungsinitiativen des Fachbereichs Medizin eingebunden: die DFG-Forschergruppe “Signaling durch Fettsäuremetabolite und Sphingolipide", Sprecher: Prof. Pfeilschifter; das Exzellenzcluster „Cardio-pulmonary System“, ECCPS, Sprecher: Prof. Zeiher und Prof. Seeger; das Europäische Graduiertenkolleg „Eicosanoids in Biology and Medicine“, Sprecher: Prof. Steinhilber; EICOSANOX (Eicosanoids and nitric oxide: Mediators of cardiovascular, cerebral and neoplastic diseases) sowie das Hans-Kröner Graduiertenkolleg “Eicosanoid and sphingolipid signalling pathways in inflammation, cancer and vascular diseases” der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, Sprecher: Prof. Steinhilber.

 

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