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Ähnliche Marktsituation in Deutschland und USA: In der Behandlung von HIV mit Abacavir haben Wirkstoffkombinationen einen sehr hohen Stellenwert

18.12.2014 13:20
Die aktuellen Umsätze auf dem Apothekenmarkt zeigen den hohen Stellenwert des Wirkstoffes Abacavir bei der Behandlung von HIV-Patienten: Während der Umsatz der Pharmaunternehmen für die Produkte mit diesem Wirkstoff in 2013 noch bei 46,7 Millionen Euro lag, wurde dieser Wert in den ersten zehn Monaten von 2014 mit 48,3 Millionen bereits deutlich überschritten. Auffällig ist vor allem der Anstieg der Wirkstoffkombinationen.

Der Trend zur Kombination zweier Wirkstoffe ist deutlich

Die Marktdaten von INSIGHT Health demonstrieren den hohen Anteil an Wirkstoffkombinationen: Insgesamt generieren die Zweierkombinationen mit Lamivudin sowie die Dreierkombinationen mit zusätzlichem Dolutegravir oder Zidovudin 96 Prozent der Abacavir-Umsätze. Nur knapp vier Prozent der Substanzumsätze der Pharmaunternehmen entfallen auf das Monoprodukt. Die Umsatzzahlen bestätigen den Trend zur Zweier-Kombination: Auf die Kombination von Abacavir und Lamivudin entfallen fast 80 Prozent des Umsatzes, der in diesem Jahr bis Oktober erzielt wurde.

Zweierkombination ist auch in den USA dominant

In den USA zeigt sich ein ähnliches Bild. Während der Umsatz des Einzelwirkstoffs leicht zurückging, war die Dreierkombination stark rückläufig. Starkes Umsatzwachstum verzeichnet hingegen die Zweierkombination: Ebenso wie auf dem deutschen Markt erzielte sie in den USA von Januar bis Juli 2014 weit über 80 Prozent des Umsatzes. Dennoch hat der Wirkstoff in den USA eine weit größere Relevanz auf dem Gesamtmarkt der HIV-Produkte als in Deutschland. Auf Produkte mit dem Wirkstoff Abacavir entfallen in den USA 40 Prozent des Umsatzes. In Deutschland hingegen liegen Arzneimittel, die Abacavir enthalten, mit gut sechs Prozent weit hinter den marktdominierenden Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitabin.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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