Sie sind hier: Startseite News Aktionsbündnis Patientensicherheit fordert zeitnah elektronische Gesundheitskarte
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Aktionsbündnis Patientensicherheit fordert zeitnah elektronische Gesundheitskarte

09.12.2014 15:15
Im Notfall rettet der schnelle Zugriff auf Patientendaten und medizinische Informationen zur Person Leben. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für gesetzlich Versicherte könnte das leisten. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) bemängelt, dass deren Einführung sich noch immer verzögert und betont, dass dies zentrale Aspekte der Patientensicherheit einschränke. Das APS ruft deshalb alle Beteiligten dazu auf, nicht Eigeninteressen in den Mittelpunkt zu stellen, sondern die der Patienten und daran mitzuwirken, das Projekt der eGK zeitnah gemeinsam umzusetzen.

Rund 97 Prozent der 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland haben mittlerweile die „eGK“. Doch viel kann die Karte auch nach elf Jahren nationalem eGK-Projekt nicht leisten: Die einzige Neuerung im Vergleich zum Vorläufermodell ist das Passbild. „Widerstand und Partikularinteressen verschiedener Gruppen, aber auch Planungsprobleme und ungeklärte Datenschutzfragen haben eine, im Sinne der Patientensicherheit erweiterte, eGK – Nutzung bis heute verhindert“, sagt Hedwig François -Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit.

Ginge es nach dem APS, wären Notfalldaten, Medikationspläne, Rezepte, Arztbriefe und Untersuchungsbefunde heute längst auf oder über die Karte verfügbar. „Ärzte könnten damit rasch Informationen über Allergien, wichtige Medikamente oder etwa einen Herzschrittmacher erhalten, aber auch belastende und teure Doppeluntersuchungen vermeiden“, erläutert die ehemalige Pflegedirektorin der Charité, Universitätsmedizin Berlin.

Fortschritte erzielen soll das „E-Health-Gesetz“, das die Bundesregierung noch in diesem Jahr auf den Weg bringen möchte. Das APS begrüßt die Initiative des Gesundheitsministeriums: „Eine erweiterte Gesundheitskarte ist ganz im Sinne eines patientenorientierten und zukunftsweisenden Gesundheitssystems“, sagt Professor Dr. med. Hartmut Siebert, stellvertretender Vorsitzender des APS. Nun gehe es darum, die nötige Infrastruktur schnell aufzubauen und verfügbar zu machen. Dabei gelte es, Parallel- und Insellösungen unbedingt zu vermeiden, ergänzt er: „Vielmehr benötigen wir einheitliche Standards zur sektorenübergreifenden Nutzung.“

Die Sicherheit personenbezogener Daten dürfe jedoch zu keiner Zeit in Frage stehen, so die Experten des APS. Wesentlich sei zudem, Patienten als wichtigste Interessengruppe in die Gestaltung der eGK partnerschaftlich einzubinden und ausreichend zu informieren. „Sie nutzen die Lösungen nicht nur, sie bezahlen sie mit ihren Kassenbeiträgen auch“, so François–Kettner. Patienten müssen deshalb mit entscheiden dürfen, welche Krankendaten auf der Karte gespeichert oder über die Karte verfügbar gemacht werden.

Artikelaktionen
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Patientenwohl als zentraler Maßstab


Termine
Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) 18.02.2020 09:30 - 17:00 — Berlin
Das MDK-Reformgesetz in der praktischen Umsetzung 21.02.2020 09:30 - 17:00 — München
Das MDK-Reformgesetz in der praktischen Umsetzung 13.03.2020 09:30 - 17:00 — Berlin
KassenGipfel 2020 26.03.2020 - 27.03.2020 — Berlin
Betrugsrisiken im Krankenhaus 26.03.2020 09:30 - 17:00 — Frankfurt
Kommende Termine…
« Februar 2020 »
Februar
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
242526272829