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"Ambulante Operationen fördern und Geld sparen!"

19.10.2009 13:50
BNC Berufsverband Niedergelassener Chirurgen äußert sich zum Milliardenloch im Gesundheitsfonds.

Niedergelassene Chirurgen wollen helfen, die finanzielle Schieflage in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu beseitigen. "Würden Politik und Kassen endlich das ambulante Operieren angemessen fördern, könnten sie jährlich einige Milliarden Euro Krankenhauskosten sparen. Damit wäre das Milliardenloch im Gesundheitsfonds um einiges kleiner", erklärte der Präsident des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC) Dr. Dieter Haack. Er kommentierte damit aktuelle Berechnungen des GKV-Schätzerkreises, wonach 2009 rund 2,3 Milliarden und 2010 knapp 7,5 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds fehlen werden.

"Bei einer einzigen Leistenbruch-Operation sparen die Kassen beispielsweise rund 950 Euro, wenn sie nicht stationär im Krankenhaus durchgeführt wird, sondern ambulant beim niedergelassenen Chirurgen", sagte Haack. Ähnliche Einsparsummen ergeben sich bei Krampfader-Operationen (rund 900 Euro) oder Korrekturen von Fußfehlstellungen wie dem Hallux valgus (rund 700 Euro). "Darüber hinaus erholen sich die Patienten in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung schneller und riskieren keine Infektion mit gefährlichen Krankenhauskeimen", ergänzte der BNC-Präsident.

Über den Status Quo beim ambulanten und stationsersetzenden Operieren wird Haack auch bei der 33. Unfallmedizinischen Tagung des Landesverbandes Südwestdeutschland der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) e.V. am 17. Oktober 2009 in Baden-Baden sprechen. Denn mit der Honorarreform von 2009 hat die Politik einen Ausbau des ambulanten Operierens verhindert: "Viele Leistungen, die zu einer ambulanten Operation gehören, können nun nicht mehr separat abgerechnet werden, sondern sind nun bereits mit der Quartalspauschale abgegolten", kritisierte Haack im Vorfeld der Tagung.

"Ein Budget von rund 24 Euro pro Quartal ist meist bereits beim Erstkontakt des Patienten aufgebraucht. Alle weiteren Leistungen - also auch Begleitleistungen des ambulanten Operierens - zahlt der Operateur dann aus eigener Tasche." Der BNC-Präsident fordert daher: "Wenn wir das GKV-Milliardenloch verkleinern wollen, brauchen wir beim ambulanten Operieren eine gerechte, betriebswirtschaftliche Bezahlung für unsere fachärztliche Leistung."

 

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