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Apotheker in Rheinland-Pfalz klagen über Lieferprobleme bei Arzneimitteln

25.07.2012 11:02
Mitte Juni hatten bereits die Apotheke der Universitätsmedizin Mainz darüber informiert, dass aufgrund von Lieferproblemen zunehmend lebenswichtige Medikamente fehlen würden. Nun schlagen auch die Apotheker vor Ort Alarm. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz berichtet über immer häufigere Klagen der Apotheker, dass sie bestimmte Arzneimittel nicht mehr beliefern können. „Seit mehreren Monaten haben wir Probleme bei Antibiotika, bei Bronchialpharmaka – die bei asthmatischen Beschwerden eingesetzt werden –, aber auch bei Heparinspritzen zur Vorbeugung von Thrombosen“, kritisiert der Vorsitzende des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz, Theo Hasse.

Den Grund für die mangelnde Lieferfähigkeit sieht Hasse vor allen Dingen darin, dass meistens nicht mehr in Deutschland produziert werde. „Viele Arzneimittel und deren Wirkstoffe werden im Zuge der Globalisierung zunehmend weltweit – beispielsweise in China oder Indien – nur noch an einem Standort hergestellt. Fällt dort die Produktionsanlage aus oder der Hersteller stellt seinen Betrieb ein, ist das natürlich mit Konsequenzen verbunden“, erklärte Diefenbach.

Einen Grund dafür, dass immer weniger in Europa produziert wird, sehen die Apotheker darin, dass es letztendlich nur noch um das Geld gehe. Vor allen Dingen die Rabattverträge für Arzneimittel sorgten dafür, dass sich die Preisspirale immer schneller nach unten drehe. Nur der Hersteller, der den günstigsten Preis anbiete, bekomme den Zuschlag. Da spiele die Lieferfähigkeit dann oft eine untergeordnete Rolle. „Diese ‚Geiz ist geil-Mentalität‘ auf Kosten der Gesundheit ist menschenunwürdig“, so Hasse. Hier sei der Staat in der Pflicht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit die Apotheken die Bevölkerung mit den notwendigen Arzneimitteln versorgen könnten.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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