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Apothekerkongress: Forderungen für bessere Arzneimitteltherapiesicherheit

25.01.2015 14:26
Apotheker aus Deutschland, Schweiz und Österreich intensivieren länderübergreifende Zusammenarbeit

Im Rahmen des internationalen Fortbildungskongress‘  pharmacon treffen sich Apotheker aus der Deutschland, der Schweiz und Österreich im österreichischen Schladming. Im Vordergrund dieser länderübergreifenden Veranstaltung stehen Fortbildung, internationaler Meinungsaustausch und die Intensivierung der Zusammenarbeit. Ein Tagungsbestandteil ist eine berufspolitische Podiumsdiskussion. „Um die Arzneimitteltherapiesicherheit, kurz AMTS, zum Wohl der Patienten zu optimieren, fordern wir in allen drei Ländern eine intensivere Einbindung unserer Kompetenzen. Apotheker nehmen eine zentrale Rolle im Medikationsmanagement und bei der Verminderung von Medikationsfehlern ein. Das konnte eindrucksvoll auf dem pharmacon gezeigt werden“, stellten Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Andreas Kiefer, Präsident der deutschen Bundesapothekerkammer und Dominique Jordan vom Schweizerischen Apothekerverband pharmaSuisse fest.

Drei zentrale Forderungen für eine höhere Arzneimitteltherapiesicherheit wurden dabei erhoben:

1.    Das Medikationsmanagement muss ausgebaut werden für Patienten, die dauerhaft fünf oder mehr Medikamente einnehmen. Davon profitieren Patienten und das Gesundheitssystem gleichermaßen.

2.    Bei der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen des Medikationsmanagements müssen Apotheker federführend eingebunden werden. Dabei hat die Praxistauglichkeit einen hohen Stellenwert.

3.    Die Leistungen der Apotheker im Medikationsmanagement müssen angemessen honoriert werden.

Ein Beispiel für die hohe fachliche Kompetenz der Apotheker bietet das auf dem Kongress intensiv diskutierte Thema der Unterschiede in der Pharmakokinetik verschiedener Wirkstoffe einer Substanzklasse. Dies wurde u.a. anhand der Substanzklasse der Statine zur Senkung der Blutfettwerte oder der Triptane zur Behandlung der Migräne diskutiert.

Die rund 700 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigten sich unter den Aspekten der Arzneimitteltherapiesicherheit mit dem Schwerpunktthema Volkskrankheiten. Der pharmacon ist der Leitkongress für unabhängige pharmazeutische Fortbildung im deutschsprachigen Raum.

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