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Arzneimittelversorgung: Koalitionsvertrag ist verpasste Chance für mehr Innovation

25.11.2021 12:49
„Die im Koalitionsvertrag vorgestellten Pläne sind nicht ausreichend, um die Arzneimittelversorgung und -forschung nachhaltig zu sichern. Der angekündigte Bürokratieabbau ist wichtig, aber nicht ausreichend, denn eine Korrektur auch bei den sozialrechtlichen Steuerungsinstrumenten wäre essenziell. Insbesondere die beabsichtigte Verlängerung des Preismoratoriums verhindert wichtige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, deren Notwendigkeit sich gerade in der Pandemie gezeigt haben“, sagt Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH, zum Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP.

Durch das Preismoratorium können Hersteller beispielsweise gestiegene Produktionskosten seit mehr als 11 Jahren nicht mehr ausgleichen. Der seit Juli 2018 gegebene Inflationsausgleich kann das nicht beheben. Die erneute Verlängerung des Preismoratoriums ist mittelstandsfeindlich und schadet dem Pharmastandort Deutschland.

Den Vorschlag, Krankenkassen zusätzliche Möglichkeiten bei der Verhandlung von Arzneimittelpreisen zu gewähren, sieht Dr. Cranz mit Sorge. „Auch dass die neue Koalition den Erstattungsbetrag rückwirkend ab dem 7. Monat geltend machen will, belastet die Hersteller zusätzlich. Die Vorhaben verwundern, da gerade in Deutschland innovative Arzneimittel bislang besonders schnell auf den Markt gebracht werden. Davon profitieren vor allem die Menschen, die auf eine stabile Arzneimittelversorgung und neue Therapieoptionen angewiesen sind“, so Cranz.

Erfreulicherweise unterstützt die kommende Koalition jedoch einen breiteren Ansatz zur Verwendung von Versorgungsdaten. Der BAH steht zu diesem wie den weiteren Themen mit seinen Überlegungen und Vorschlägen der neuen Bundesregierung für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung.

Editorial

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Prof. Dr.
Reinhold
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