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Bayerische Gesundheitsversorgungsforschung gestartet

24.09.2012 17:05
Der bayerische Staatsminister Dr. Marcel Huber hat Prof. Dr. Julika Loss, die seit 2010 die Professur für Medizinische Soziologie an der Universität Regensburg (Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin) inne hat, vor wenigen Tagen in die Landesarbeits-gemeinschaft Gesundheitsversorgungsforschung berufen.

Das neu geschaffene Fachgremium hat die Aufgabe, die medizinische Versorgung im Freistaat zu bewerten und mit Blick auf Bedarfsgerechtigkeit und Effektivität zu optimieren. Der Arbeitsgemeinschaft, die am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) angesiedelt ist, gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und medizinischer Praxis an. Die Gründungsveranstaltung der neuen Landesarbeits-gemeinschaft Gesundheitsversorgungsforschung fand am 24. September 2012 in München statt.

Die Einrichtung der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsversorgungsforschung geht auf einen Beschluss des Bayerischen Landtags vom März 2011 zurück. Das Gremium soll Defizite bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Freistaat identifizieren und entsprechende Lösungsansätze für eine patientenorientierte Versorgung erarbeiten. Es nimmt darüber hinaus eine koordinierende und moderierende Funktion ein, um die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Personen, Institutionen und Einrichtungen im Gesundheitswesen zu fördern.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsversorgungsforschung greift dabei aktuelle – gesundheitsbezogene – Entwicklungen und Probleme auf. So wird sich das Gremium künftig unter anderem mit den Auswirkungen des demografischen Wandels befassen. Gerade die steigende Lebenserwartung und die damit verbundenen Veränderungen im Krankheitsspektrum stellen große Herausforderungen für das Gesundheitssystem dar. So wird es auch in Bayern zu massiven Verschiebungen in der Altersstruktur kommen: Häufigere Arztbesuche der älteren Generation sind zu erwarten. Weitere Aufgabenfelder des neuen Fachgremiums sind die Bedarfsplanung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum oder die Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte für Menschen, die an mehreren Krankheiten zugleich leiden.

Loss hat bereits mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – in Kooperation mit verschiedenen medizinischen Abteilungen am Universitätsklinikum Regensburg – zahlreiche Projekte zur Versorgungsforschung ins Leben gerufen und möchte diesen Bereich an der Universität Regensburg weiter ausbauen.

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