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Arzneimittelkommission der Apotheker unterstützt Sibutramin-Rückzug

02.02.2010 14:49
Professor Schulz: Vorsicht vor weiteren Angeboten aus dem Internet

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) unterstützt die jüngste Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Zulassungsbehörde (EMA). Danach werden die Marktzulassungen für alle Appetitzügler mit dem Wirkstoff Sibutramin (Reductil® u.a.) ausgesetzt. Hintergrund der EMA-Empfehlung sind neue Erkenntnisse zur kardiovaskulären Sicherheit der Substanz.

Die EMA und die deutsche Zulassungsbehörde BfArM empfehlen, dass Ärzte Sibutramin nicht mehr verordnen. Alle Apotheken in Deutschland wurden am Freitag umgehend von der AMK informiert und gebeten, Sibutramin-haltige Arzneimittel nicht mehr abzugeben. Der Hersteller Abbott wird der  CHMP-Empfehlung folgen und die Vermarktung seiner Medikamente mit dem Wirkstoff Sibutramin in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) aussetzen, ebenso in Island und Norwegen, die zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören. Abbott vertreibt Sibutramin unter den Markennamen Reductil, Meridia, Sibutral, Ectiva und Raductil.

Der Vorsitzende der AMK, Professor Dr. Martin Schulz: "Patientinnen und Patienten wird dringend empfohlen, keinesfalls auf dubiose Versandhändler aus dem Internet auszuweichen, die unter Umständen Reductil noch aus Ländern versenden, in denen das Präparat (noch) nicht vom Markt genommen wurde." Überdies warnt die AMK ausdrücklich vor vermeintlich risikofreien - zum Beispiel pflanzlichen - alternativen Mitteln "zum Abnehmen".

Schulz: "Die immer häufigeren Angebote unseriöser Anbieter aus dem Internet dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität sowie die Zusammensetzung der Präparate häufig nicht überprüft wurden."

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Editorial

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Prof. Dr.
Reinhold
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