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Evidenzbasierte Entscheidungen statt Tunnelblick

27.04.2021 00:00
Berichte über sehr seltene schwere Komplikationen im Zusammenhang mit der Verwendung des Vaxzevria-Impfstoffes von AstraZeneca haben zu einer erheblichen Diskussion in der Öffentlichkeit geführt. Vor diesem Hintergrund hat das Winton Centre for Risk and Evidence Communication (Cambridge, UK) Nutzen und Schaden der Impfung analysiert und Empfehlungen zur evidenzbasierten Kommunikation ausgesprochen (1). Dagegen gäbe es „auf dem Kontinent keine solche evidenzbasierte Analyse“ und er habe den Eindruck, dass man dort „die Zahlen aus der Luft gegriffen“ habe, zitiert die "Financial Times" Prof. Sir Kent Woods. Woods war Chief Executive der Britischen Zulassungsbehörde (NHS) und Mitglied des EMA-Verwaltungsrates.

Jede Entscheidung für oder gegen eine medikamentöse Behandlung oder Impfung ist eine Abschätzung von Chancen und Risiken. „Alle medizinischen Behandlungen haben sowohl potenzielle Schäden als auch potenziellen Nutzen, und es ist wichtig, diese gegeneinander abwägen zu können“, schreibt das renommierte „Winton Centre for Risk and Evidence Communication“ der Universität Cambridge unter Leitung von Prof. Sir David Spiegelhalter in dem auf der Instituts-Homepage veröffentlichten Artikel „Communicating the potential benefits and harms of the AstraZeneca Covid-19-vaccine“ (1). In dieser mathematisch und medizinisch fundierten Betrachtung beleuchtet Winton den potenziellen Nutzen und Schaden des Covid-19-Impfstoffs von AstraZeneca. Darauf nimmt wiederum ein Autorentrio Bezug, indem es in einem in der „Financial Times“ (2) publizierten Beitrag „Experts back UK age limit for rollout of AstraZeneca vaccine“ zu dem recht eindeutigen Schluss kommt: „Der potenzielle Nutzen des AstraZeneca Covid-19-Impfstoffs überwiegt den Schaden in allen bis auf ein Szenario.“ Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Für Menschen in der Altersgruppe von 60-70 Jahren ist das Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs rund 600-mal größer als ein ernsthafter Schaden durch die Impfung.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe von "Monitor Versorgungsforschung" und open access auf dem MVF-Portal

Literatur

1: https://wintoncentre.maths.cam.ac.uk/news/communicating-potential-benefits-and-harms-astra-zeneca-covid-19-vaccine/
2: https://www.ft.com/content/5db4a13f-11b1-4f1e-891b-9f68c639a6f9
3: https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines
4: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2104882
5: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa21048403
6: https://osf.io/a9jdq/
7: https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly93d3cubmRyLmRlL25hY2hyaWNodGVuL2luZm8vcG9kY2FzdDQ2ODQueG1s/episode/QVUtMjAyMTA0MjAtMTczNi01NTAwLUE?hl=de&ved=2ahUKEwj4vOON45HwAhUahP0HHZzPANYQieUEegQIDhAF&ep=6
8: https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/958856/S0662_SPI-M-O_update_on_reasonable_worst_case_scenarios.pdf
9: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Impfstoff/Lieferprognosen_verschiedene_Hersteller_2021.pdf
10: https://www.monitor-versorgungsforschung.de/Abstracts/Kurzfassungen-2021/MVF-02-21/MVF0221_Impfstoffkapazitaet-erweitern



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Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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