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Dekubitus: Faire Krankenhausvergleiche durch Abrechnungsdaten

20.05.2016 15:57
Jedes Jahr bildet sich in Deutschland bei rund 70.000 Patienten im Krankenhaus ein Druckgeschwür (Dekubitus). Die Dekubitus­prophylaxe ist der einzige Bereich der gesetzlichen Qualitätssicherung, der die pflegerische Leistung während einer Behandlung im Krankenhaus abbildet. Um Qualitätsaussagen von Krankenhäusern fair miteinander vergleichen zu können, entwickelte das AQUA-Institut ein Konzept, das den Gesundheitszustand der Patienten deutlich stärker berücksichtigt.

Bisher fließen fünf Risikofaktoren in die Qualitätsbetrachtung ein, wenn ein Dekubitus im Krankenhaus entstanden ist. Dies sind: Alter, Diabetes mellitus, Beatmungsstunden, Lähmungen und Geschlecht.

Das AQUA-Konzept sehe vor, dass sechs weitere Parameter zur Risikobeurteilung aufgenommen werden, dazu zählten unter anderem Demenz und Vigilanzstörungen, Untergewicht und Mangelernährung, Adipositas, Inkontinenz sowie schwere Erkrankungen und mangelnde Mobilität. Auf den Parameter „Geschlecht“ wurde verzichtet, da es keinen Einfluss auf das Risiko zur Entstehung von Druckgeschwüren habe.

Krankenhäuser, die vermehrt Hochrisikopatienten behandelten, würden damit nicht zu Unrecht bei der Qualitätsbeurteilung benachteiligt.

Sämtliche neu zu erfassenden Daten, die zur Risikoeinschätzung erforderlich seien, seien abrechnungsrelevant, d.h., dass sie ohnehin im Krankenhaussystem hinterlegt und nicht extra wegen der Qualitätssicherung erhoben werden müssen. Die Dokumentationslast in den Krankenhäusern steige dadurch nicht.

Über die weitere Umsetzung dieses Qualitätssicherungsverfahrens entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss.

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Editorial

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Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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