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Deutsche Krebsgesellschaft beteiligt sich an Initiative der Bundesregierung zur Stärkung der Krebsforschung

29.01.2019 17:34
Mit der Initiative zur Nationalen Dekade gegen Krebs möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Krebsforschung und -prävention in Deutschland stärken und den Transfer von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis beschleunigen. Zur Planung und Umsetzung dieser Ziele hat das BMBF einen Strategiekreis ins Leben gerufen, in dem, neben dem Bundesgesundheitsministerium und weiteren Partnern, auch die Deutsche Krebsgesellschaft vertreten ist.

„Wir freuen uns sehr auf die Mitarbeit im Strategiekreis zur Dekade“, sagt Prof. Dr. Olaf Ortmann, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Wir wollen unser Know-how dafür einsetzen, dass möglichst alle Krebspatientinnen und -patienten in Deutschland bei Bedarf raschen Zugang zu medizinischen Innovationen erhalten und dabei gut versorgt werden.“

Derzeit erkranken in Deutschland jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Der rasante Wissenszuwachs über die Entstehung von Krebs hat die Möglichkeiten zur Krebsdiagnose und -therapie zwar enorm erweitert. Dennoch sind Tumorerkrankungen bundesweit nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Für die Betroffenen ist deshalb der rasche und sichere Transfer neuer medizinischer Erkenntnisse in die Regelversorgung essenziell. Doch oft dauert es mehrere Jahre, bis vielversprechende Therapien dort Eingang finden.

Abhilfe schaffen könnte ein engeres Zusammenspiel von Behandlung und Forschung sowie die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Leistungserbringern. Zu diesem Schluss kommt ein Positionspapier zur „Wissen generierenden onkologischen Versorgung“, das 2017 von Bundestagsabgeordneten gemeinsam mit Vertretern der Krankenkassen, der Ärzteschaft, Wissenschaft und Patientenorganisationen entwickelt wurde [1]. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft hat maßgeblich daran mitgewirkt.

Die Autoren des Papiers plädieren dafür, dass der Zugang zu medizinischen Innovationen künftig über sogenannte translationale Tumorboards erfolgen soll. Dort diskutieren Behandler gemeinsam mit Experten, die über das nötige Know-how im Umgang mit der Innovation verfügen, über mögliche Behandlungsoptionen. Ganz wesentlich: Alle Beteiligten erklären sich bereit, den eingeschlagenen Behandlungsweg zu dokumentieren und auszuwerten. Denn, so Olaf Ortmann, nicht alle medizinischen Neuerungen, die in einer Studie gute Ergebnisse erzielten, bewähren sich auch im medizinischen Versorgungsalltag. Die Auswertung würde solide Daten liefern, um den Nutzen der Innovation besser beurteilen zu können. Damit wäre auch die Datengrundlage geschaffen, um die Entscheidung für (oder gegen) die Aufnahme einer Innovation in die Regelversorgung zu stützen.


Referenzen:
[1] AG Zukunft der Onkologie, Positionspapier zur „Wissen generierenden onkologischen Versorgung“, www.krebsgesellschaft.de/positionen.html

 

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