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Deutschland: Weltweit Nr. 2 bei klinischen Studien forschender Pharma-Unternehmen

10.06.2016 14:55
Deutschland war 2015 erneut weltweit die Nr. 2 bei klinischen Arzneimittel-Studien forschender Pharma-Unternehmen. Das geht aus einer Auswertung des öffentlichen Studienregisters "clinicaltrials.gov" hervor, die der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) am 10. Juni in Berlin vorgestellt hat. Mit 599 Studien liegt Deutschland vor UK (547), nur überboten von den USA (2.397).

Berliner medizinische Einrichtungen waren Spitzenreiter: Sie beteiligten sich an 226 Studien. Es folgen Hamburg (153), München (142), Frankfurt a.M. (117), Essen (86), Hannover (81), Köln (79), Dresden (77), Leipzig (69) und Heidelberg (64). In den meisten Studien ging es um die Erprobung neuer Behandlungen gegen Krebs (136) oder Entzündungskrankheiten wie Asthma, Multipler Sklerose oder Morbus Crohn (111).

Insgesamt wurden Studien zu 204 verschiedenen Krankheiten durchgeführt. Dazu sagt Birgit Fischer, die Hauptgeschäftsführerin des vfa: "Die vielen Kliniken und Arztpraxen, die am Fortschritt der Medizin mitwirken, sind eine Stärke Deutschlands. Nicht zuletzt deshalb investieren forschende Pharma-Unternehmen hierzulande jährlich rund 5,8 Milliarden Euro in Laborforschung und klinische Studien."

Fischer weiter: "Möglich ist die Erprobung von Medikamenten in Studien nur, weil Unternehmen eng mit behandelnden Ärzten in medizinischen Einrichtungen zusammenarbeiten können; und weil einige von deren Patienten nach umfassender Aufklärung interessiert sind, an den Studien mitzuwirken. Diese Arbeit am therapeutischen Fortschritt fand jahrelang weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das hat der Akzeptanz unserer Branche nicht gut getan. Deshalb setzen wir seit einigen Jahren konsequent auf die Nachvollziehbarkeit dessen, was wir tun - auf Transparenz. Was in Studien geschieht, lässt sich heute schon in öffentlichen Datenbanken gut mitverfolgen. In einem nächsten Schritt werden unsere Unternehmen bis Ende des Monats auch offenlegen, welche Leistungen sie im Rahmen der Zusammenarbeit mit Ärzten zahlen. Damit werden sie zu einem Vorreiter in der Wirtschaft und im Gesundheitssystem, was Transparenz betrifft."

Editorial

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Prof. Dr.
Reinhold
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