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Die „neue“ Psychopraxis

26.04.2011 14:59
mehr Neurologie, klinisch relevant und praxisnahe

Psychopraxis, die Zeitschrift für praktische Psychiatrie und Neurologie, zeichnet sich nach einer inhaltlichen Überarbeitung durch gesteigerte klinische Relevanz und Praxisnähe aus. Während die für die Publikation typische Offenheit gegenüber angrenzenden Wissenschaften – beispielsweise der Philosophie, Soziologie, Anthropologie oder der Religion – erhalten bleibt, spiegeln die vermehrten neurologischen Inhalte wider, dass trotz einer Trennung von Neurologie und Psychiatrie bei vielen PatientInnen beide Fächer berücksichtigt werden müssen.

(Wien, 21. April 2011) Anhand von klinisch relevanten Übersichtsarbeiten, Interviews und Fallberichten, aus denen Konkretes für die Praxis gelernt werden kann, wird die Nervenheilkunde in Bezug auf Diagnose und Therapie ergründet. „Die lebendige Darstellung des Fachgebiets anhand konkreter Einzelfälle lädt die niedergelassenen KollegInnen dazu ein, die Beiträge zu lesen und zu diskutieren“, so Herausgeber Prof. DDr. Peter Fischer, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychologe und Vorstand der Psychiatrischen Abteilung am Donauspital des SMZ-Ost.

Er betont auch die Offenheit der Zeitschrift „gegenüber anderen Wissenszweigen, die sich dem Menschen in seiner psychosozialen Bedürftigkeit widmen. So sind auch Wissenschaftler aus nicht-medizinischen Bereichen als Autoren willkommen“. Eben diese Offenheit würde der Psychopraxis ihr „unverkennbares Profil“ verleihen,  so Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber, Direktor des Departments für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik Innsbruck:

„Das Denken und Handeln der Psychiater wird durch den bio-psycho-soziokulturellen Kontext bestimmt. Ihre (…) Arbeit erfolgt an den Schnittstellen zwischen den Neuro- und den Kulturwissenschaften (…). In deutschsprachigen Wissenschaftsperiodika wird aber dieser für Wissenschaft und Praxis relevante Bereich kaum je thematisiert. (…) Nur die Psychopraxis nimmt diese Herausforderung an und bespricht offen die gesellschaftlichen Strömungen unserer Zeit, fokussiert auf die kulturellen Bedingungen der Symptomausprägung, der Diagnose und der Therapie psychiatrischer Erkrankungen und schlägt eine Brücke zu Soziologie, Psychologie und Religionswissenschaften.“

Die sechsmal im Jahr erscheinende Zeitschrift richtet sich an niedergelassene Fachärzte für Psychiatrie und Neurologie, an Allgemeinmediziner und in Grenzgebieten der Nervenheilkunde Tätige sowie an alle an praktischer Psychiatrie und Neurologie interessierten Leser.

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