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Doch kein Stillstand bei besonderen Versorgungsformen

06.12.2012 11:20
Das Competence Center E-Commerce der Freien Universität Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Martin Gersch hat auf dem 9. DGIV Bundeskongress am 5. Dezember 2012 in Berlin die Ergebnisse der aktuellen Erhebung "Monitoring-IV" vorgelegt. Das im Auftrag der DGIV und in Kooperation mit dem BMC durchgeführte Projekt weist den Innovationswillen der Kassen nach.

Trotz geringer staatlicher Förderung innovativer Projekte sehen die Krankenkassen Entwicklungspotenziale bei der Integrierten Versorgung sowie weiterer Selektivversorgungsformen. Dies ist das Hauptergebnis des Krankenkassen-Befragungsprojektes "Monitoring-IV", welches die Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung e.V. (DGIV) in Kooperation mit dem Bundesverband Managed Care e.V. (BMC) in Auftrag gegeben hat. Damit zieht die Studie (auf Grundlage eines Panel-Rücklaufs von 23 Antwortenden) ein deutlich optimistischeres Fazit als der Sachverständigenrat Gesundheit (SVR), der bezüglich der besonderen Versorgungsformen einschließlich der Integrierten Versorgung kein signifikantes Wachstum in Aussicht gestellt hat.

"Die Kassen haben in den vergangenen Jahren eine beachtliche Zahl interessanter Projekte entwickelt, von denen nicht wenige bereits langjährig fortgeführt werden", erklärt Prof. Dr. med. Stefan G. Spitzer, Vorsitzender des Vorstandes der DGIV. Auch Prof. Dr. Volker Amelung, Vorstandsvorsitzender des BMC bestätigt: "Wir haben immer gewusst, dass Integrierte Versorgung besser ist als ihr Ruf. Endlich haben wir valide Daten hierzu."

Die aktuellen Ergebnisse basieren auf den Daten der zweiten Erhebungsrunde des Projekts "Monitoring-IV". Durchgeführt und ausgewertet wurde die Erhebung vom Competence Center E-Commerce (CCEC) der Freien Universität Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Martin Gersch. Mit der zweiten Erhebungsrunde der Studie wurde die im Jahre 2009/2010 durchgeführte erste Erhebungsrunde fortgesetzt. Der Befragungsbogen wurde dabei modifiziert und erweitert, um eine stärkere Fokussierung auf die Vormarktphase der Umsetzung von Projekten mit besonderen Versorgungsformen zu gewährleisten. Die Modifizierung des Fragebogens wurde zunächst in einem Pretest mit Krankenkassenvertretern im März 2012 geprüft.

Besonders erfreut zeigt sich Prof. Spitzer darüber, dass im Vergleich zur ersten Erhebungsrunde eine gesteigerte Rücklaufquote erreicht werden konnte: "Mit Aussagen von 23 Krankenkassen und einem BKK-Landesverband sind in den Ergebnissen insgesamt 58% der gesetzlich Krankenversicherten Deutschlands repräsentiert. Das ist ein bemerkenswerter Erfolg."

"Dabei ergänzen sich Monitoring-IV und der Sachverständigenrat", sagt Prof. Amelung. Die Feldphasen der beiden Erhebungsrunden des Projektes seien so angelegt worden, dass diese jeweils in die Zeiten zwischen den Erhebungszeiträumen des SVR Gesundheit eingebettet waren. "Auch vor dem Hintergrund der politischen Rahmenbedingungen fanden die Erhebungen genau zur rechten Zeit statt. In die erste Runde fiel beispielsweise der Wegfall der Anschubfinanzierung für Integrierte Versorgung, während die aktuelle Untersuchung durch das Versorgungsstrukturgesetz sowie die Debatten um Überschussverwendungen mitgeprägt wurden."

Im Vergleich zur ersten Erhebungsrunde fallen die Einschätzungen zur Bedeutung der besonderen Versorgungsformen unter den Kassen deutlich differenzierter aus. Es ist eine zunehmende Polarisierung zu beobachten. Neben einer neuen Kategorie von Skeptikern ist gleichzeitig ein starker Zuwachs an Optimismus zu verzeichnen, der mit einer positiven Beurteilung der neuen Versorgungsformen verbunden ist.

Die identifizierte Heterogenität zwischen den Kassen hinsichtlich der Einschätzung der Bedeutung der besonderen Versorgungsformen ermöglichte eine neue Typenbildungskonstruktion. Dabei lassen sich drei Gruppen von Krankenkassen unterscheiden: Erstens solche, die stabil seit 2004 an eine hohe Bedeutung der besonderen Versorgungsformen als strategisches Instrument glauben ("stabile Optimisten"). Zweitens Kassen, deren Bedeutungszuschreibung anfänglich verhalten war und jetzt wächst ("wachsende Fans"). Und schließlich Kostenträger, bei denen dies anders herum anfänglich sehr stark war und nun geringer wird ("wachsende Skeptiker"). Zwischen diesen Entwicklungstypen variieren sowohl die Erwartungsbreite, die strategischen Einschätzungen und auch die wahrgenommen Hürden der Umsetzung von Projekten mit besonderen Versorgungsformen signifikant.

Ein Interview mit den Professoren. Spitzer, Amelung und Gersch lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Monitor Versorgungsforschung, für Abonnenten im Archiv verfügbar.

Weiter Informationen zur Studie finden Sie hier.

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