Sie sind hier: Startseite News Durchsichtige Taschenspielertricks ohne fundierte Argumente / DAV-Vorsitzender Becker zu den Stellungnahmen der GKV-Verbände
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Durchsichtige Taschenspielertricks ohne fundierte Argumente / DAV-Vorsitzender Becker zu den Stellungnahmen der GKV-Verbände

13.08.2012 13:26
Die Stellungnahmen verschiedener Verbände der Gesetzlichen Krankenversicherung zur geplanten Erhöhung des Apothekenhonorars ist für den Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) keine wirkliche Überraschung. „Die Kassen sind naturgemäß gegen höhere Honorare jedweder Leistungserbringer“, erklärt Fritz Becker, Präsident des LAV und Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands (DAV). „Aber die gewählte Begründung zeigt, dass man den berechtigten und inhaltlich fundierten Forderungen der Apothekerschaft wenig Konkretes entgegenzusetzen hat!“

So hatte der BKK-Bundesverband erklärt, dass sich die Vergütung der Apotheker erhöht habe, auch wenn formal seit dem Jahr 2004 keine Honoraranpassung stattgefunden hat. „Das ist natürlich Unsinn – und ich bin mir sicher, der BKK-Bundesverband weiß das auch“, kommentiert Becker. „Wer sich auch nur oberflächlich mit den vorliegenden Zahlen auseinandergesetzt hat, weiß, dass die Ertragssituation der Apotheken in sechs der vergangenen acht Jahre klar rückläufig war.“

So wundert es den LAV-Präsidenten auch nicht, dass als Kardinalargument der Kassen die von den Apothekern gelieferte Datenlage bezweifelt wird. Becker: „Das ist doch ein durchsichtiger Taschenspielertrick, den jeder kennt: Wenn du keine guten eigenen Argumente hast, dann bezweifle zunächst einfach die Datenbasis.“

Becker weiter: „Unsere Daten sind korrekt und werden von der Politik auch nicht in Zweifel gezogen. Aber die gewählte Rechenmethodik des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) ist unlogisch, in der Sache falsch und kommt deshalb auch zu falschen Ergebnissen.“ Im BMWi hatte man sich entschieden, gestiegene Roherträge der vergangenen Jahre mit den gestiegenen Mehrausgaben im Sach- und Personalkostenbereich zu verrechnen. „Mit einer solchen Rechnung werden die Leistungen der Branche nicht nur nicht wertgeschätzt, sondern sie werden bestraft. Die durch den Gesetzgeber verursachte zu leistende Mehrarbeit der vergangenen Jahre, besonders die im Zusammenhang mit den Rabattverträgen, bleibt völlig unberücksichtigt. Das ist so nicht hinnehmbar!“

In diesem Zusammenhang stellt sich Becker auch gegen die von den Kassenverbänden vorgetragene Forderung, bei den zukünftigen Abschlagsverhandlungen weitere Kostensteigerungen in den Apotheken unberücksichtigt zu lassen. „Die Schiedsstelle hat einen klaren Kriterienkatalog zur Bemessung der Abschlagshöhe vorgegeben, nach dem zukünftig zu berechnen ist. Einseitige Forderungen von Krankenkassen oder entsprechende, dem BMWi juristisch nicht zustehende Vorgaben in dieser Sache, werden wir nicht akzeptieren.“

Artikelaktionen
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

Multimorbidität und Versorgungsforschung

Termine
KrankenkassenFORUM 23.10.2019 09:00 - 17:30 — Hamburg
Neues Entlassmanagement der Reha-Kliniken 24.10.2019 09:30 - 17:15 — Berlin
Generischer Wettbewerb - Current Cases 29.10.2019 09:00 - 17:00 — Köln
CIRSforte-Symposium II 30.10.2019 13:00 - 17:00 — Berlin
Forum Seltene Erkrankungen - Quo vadis Biotherapeutika? 12.11.2019 09:00 - 14:30 — Berlin
Kommende Termine…
« Oktober 2019 »
Oktober
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031