Sie sind hier: Startseite News ePA: HNO-Klinik Ulm schließt mit Wilken Entire Vermarktungsvertrag
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ePA: HNO-Klinik Ulm schließt mit Wilken Entire Vermarktungsvertrag

08.06.2011 16:26
Mit ihrer neuen, selbst entwickelten elektronischen Patientenakte (ePA) hat die Ulmer Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) Ulm bereits überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. Jetzt hat das Universitätsklinikum mit der Wilken Entire AG offiziell einen Vertrag zur Vermarktung der ePA geschlossen.

Das Ulmer Softwareunternehmen hat sich auf Anwendungen aus den Bereichen Verwaltung, Gesundheit und Soziales spezialisiert und wird das neue Produkt exklusiv im deutschsprachigen Raum vertreiben, implementieren und betreuen. Zwei konkrete Anfragen von Kliniken sind bereits vor Start der offiziellen Vertriebsaktivitäten eingegangen.

„Wir haben mit dem Vertrag so lange gewartet, bis wir wirklich sicherstellen konnten, dass wir auch die personellen Ressourcen sowohl für den Vertrieb als auch für die Betreuung der ePA haben“, erklärt Dr. Peter Kottmann, Vorstand Vertrieb von Wilken Entire. Ende März hatte die HNO-Klinik über das neue Informationssystem erstmals informiert, nachdem die Meldung nicht mehr zu halten war. Denn die positive Resonanz auf die erste öffentliche Präsentation bei einem internationalen Kongress in Wiesbaden im vergangenen Jahr war ausgesprochen groß. Zahlreiche Chefärzte deutscher Kliniken reisten nach Ulm, um sich die ePA in der Praxis anzuschauen. Inzwischen werden die Ärzte von Anfragen geradezu überschwemmt. „Für uns ist dies Anlass, Vermarktung und Betreuung einem Kooperationspartner zu übertragen“, berichtet der Ärztliche Direktor der Klinik, Professor Gerhard Rettinger. „Wir bleiben jedoch in die weitere Entwicklung integriert. Das ist Bestandteil des Vertrags.“

Die neue elektronische Patientenakte (ePA) bildet alle klinischen Prozesse ab. Patientendaten wie Diagnosen, Klinikaufenthalte, verabreichte Medikamente oder bisherige Behandlungen stehen immer – und damit auch im Notfall – jederzeit vollständig zur Verfügung. Hinzu kommen eine Vielzahl an Informationen für den Klinikbetrieb: Belegung der Betten, Verweildauer der Patienten, ihr aktueller Aufenthalt bis hin zu Dienst-, Urlaubs- und OP-Plänen. Außerdem sind in dem Informationssystem Hilfen für das ärztliche Personal hinterlegt. Dazu zählen Checklisten, Skizzen, Formulare, Textbausteine und Routinevorgänge vom Riech- und Schmecktest bis zur kompletten Allergiediagnostik. Fotos können problemlos integriert werden, bei plastischen Eingriffen zum Beispiel, vorher und danach. Zudem sind Schnittstellen zu anderen Bereichen wie etwa zur Pathologie oder Radiologie sichergestellt. Ultraschall-Aufnahmen werden damit sofort am Bildschirm sichtbar und deutlich schärfer als bei den bislang verwendeten Ausdrucken.

Ursprünglich wollte man in der HNO-Klinik Ulm nur weg von oft unleserlichen handschriftlichen Einträgen in die Krankenakte. Die herkömmlichen kommerziellen Programme waren für den Klinikbetrieb nur bedingt geeignet. Deshalb begann Dr. Siegfried Tewes, promovierter Biophysiker und Klinikinformatiker, vor rund sechs Jahren mit der Eigen-Programmierung. Dr. Konrad Kastl koordinierte die Entwicklung fachlich. Andere Ärzte sowie Pflege- und Verwaltungskräfte brachten Erfahrungen, Anforderungen und Anregungen ein. "Die elektronische Patientenakte hat uns auf Anhieb durch ihre tiefe Integration in die medizinischen Prozesse überzeugt", resümiert Dr. Peter Kottmann von Wilken Entire. "Dass die Software von Anwendern für Anwender entwickelt worden ist, war sofort erkennbar und ist zweifellos ein Alleinstellungsmerkmal.“ Nun soll auch die Weiterentwicklung ganz eng an den Anforderungen der klinischen Anwender ausgerichtet werden.


Artikelaktionen
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Patientenwohl als zentraler Maßstab


Termine
3. Onkologischer Kongress 03.04.2020 - 09.04.2020 — Castiglion Fibocchi
Zentrale Notafnahme im Fokus 21.04.2020 08:00 - 17:00 — Köln
Verträge mit Krankenkassen 2020 23.04.2020 - 24.04.2020 — Hamburg
8. Interprofessioneller Gesundheitskongress 24.04.2020 - 25.04.2020 — Dresden
Frühjahrstagung - Die Krankenversicherung im Wandel 04.05.2020 10:00 - 17:30 — Leipzig
Kommende Termine…
« März 2020 »
März
MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031