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Erstmals Frau an der Spitze der deutschen Chirurgen

13.07.2015 12:25
Zum ersten Mal in der 143-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) übernimmt eine Frau deren Präsidentschaft: Professor Dr. med. Gabriele Schackert, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden.

Die renommierte Neurochirurgin löst turnusgemäß Professor Dr. med. Peter M. Vogt aus Hannover ab und steht nun für ein Jahr an der Spitze der DGCH. Gabriele Schackert studierte von 1971 bis 1977 Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Anschließend absolvierte sie eine Facharztausbildung in Neurochirurgie an den Universitäten Erlangen/Nürnberg und Heidelberg. Von 1984 bis 1993 arbeitete Schackert in Heidelberg als Oberärztin. Sie unterbrach diese Aufgabe für zwei Forschungsjahre am M.D. Anderson Hospital and Cancer Center in Houston, Texas, USA. Nach ihrer Habilitation wurde sie 1993 auf den Lehrstuhl für Neurochirurgie an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden berufen. Seither steht sie der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie als Direktorin vor.

2013 wählte der DGCH Prof. Schackert als erste Frau in den Vorstand. Mit dem Antritt der Präsidentschaft zum 1. Juli 2015 wird Gabriele Schackert auch Tagungspräsidentin des 133. Kongresses der DGCH, der vom 26. bis 29. April 2016 in Berlin stattfindet. Unter dem Motto „Chirurgie im Spannungsfeld von Technik, Ethik und Ökonomie“ setzt sich der Kongress mit heutigen Herausforderungen für Chirurgen auseinander. „Der technische Fortschritt verbessert die operativen Möglichkeiten enorm und macht Erkrankungen heilbar, die früher als inoperabel galten“, erläutert Schackert ihre Pläne für den Kongress. „Doch damit stehen wir Chirurgen immer häufiger vor der sehr wichtigen Frage, ob das technisch Machbare tatsächlich auch mehr Lebensqualität für den Patienten bedeutet.“ Gleichzeitig unterliege die Chirurgie wachsendem Kostendruck. Das Fach müsse – auch bei schwierigen Eingriffen – die Qualität halten aber finanzierbar bleiben, betont die Mutter von zwei Kindern.

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