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Gesundheitskosten: Umfrage belegt großes Vertrauen in kapitalgedeckte Vorsorge

25.05.2010 17:42
25. Mai 2010

Zu den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Emnid-Instituts zum deutschen Gesundheitswesen erklärt PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach:
 
„Die Kapitaldeckung der privaten Krankenversicherung hat alle Finanzkrisen unbeschadet überstanden. Die Summe der Alterungsrückstellungen ist kontinuierlich gestiegen und der Zinseszins-Effekt arbeitet zusätzlich für die Versicherten. Dieses Prinzip überzeugt auch in der Bevölkerung: 60 % aller Befragten findet dieses Finanzierungsmodell einleuchtend.
 
Mit Skepsis wird dagegen die zunehmend auf Staatszuschüssen gestützte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung gesehen: Selbst 40 % der gesetzlich Versicherten, die ja vermeintlich davon profitieren, sind diese zu großen Teilen mit Schulden finanzierten Zuschüsse nicht geheuer. Lediglich ein Drittel von ihnen befürwortet die Zuschüsse aus der Staatskasse.
 
Die Politik sollte deshalb jetzt die Chance ergreifen, die Gesundheitsvorsorge auf solidere Füße zu stellen: Durch die Einführung einer kapitalgedeckten ergänzenden Pflegeversicherung, wie sie im Koalitionsvertrag auch vereinbart ist. Noch ist es dazu nicht zu spät. Die Zeit bis zum Höhepunkt der demografischen Probleme reicht zur Bildung von kapitalgedeckter Vorsorge noch aus. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Gelder der Versicherten staatsfern in der PKV gesammelt werden und nicht für andere politische Zwecke abgezweigt werden können.
 
Die aktuelle Umfrage belegt auch, dass sich die Privatversicherten in ihrem System wohl fühlen und sich für die Zukunft ihrer Gesundheitsversorgung deutlich weniger Sorgen machen als die gesetzlich Versicherten. Dabei ist allerdings nicht zu übersehen, dass sich auch Privatversicherte zunehmend besorgt über die Zukunft des gesamten Gesundheitssystems zeigen.
 
Viele Versicherte machen die Erfahrung steigender Beiträge in der GKV, aber auch erhöhter Kosten in der PKV. Darauf müssen wir als PKV reagieren: Wir drängen deshalb energisch darauf, dass die PKV endlich einen wirksamen Hebel erhält, um vernünftige Verhandlungen zum Beispiel mit Ärzten und Pharmaunternehmen über Qualität und sich daraus ergebende Mengen und Preise von Leistungen herbeizuführen. Dazu brauchen wir einen stabilen gesetzlichen Rahmen für ein Verhandlungsmandat auf allen Ebenen – mit einer Verpflichtung der Beteiligten, gemeinsam auch Ergebnisse zu erzielen.“

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