Sie sind hier: Startseite News "GKV-Spitzenverband ignoriert die Realität"
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

"GKV-Spitzenverband ignoriert die Realität"

22.12.2009 15:14
BPI fordert nüchternen Blick auf die Tatsachen

Der GKV-Spitzenverband hat mit seiner Kritik an den angeblich ungebremsten Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen gezeigt, dass liebgewordene Dogmen mit der Zeit an Gültigkeit verlieren. Die Wirklichkeit sieht völlig anders aus, als der Kassenverband es darstellt. So ist ein Großteil des Arzneimittelmarktes in ein festes Korsett aus Sparmaßnahmen eingezwängt. Rabattverträge, Festbeträge, Herstellerabschläge, Rahmenvereinbarungen – das sind Ausgabenbremsen.

„Wenn der Spitzenverband behauptet, diese Mittel gäbe es nicht, dann frage ich mich, wer beispielsweise die Festbeträge berechnet. Der Spitzenverband hat selbst in diesem Jahr mitgeteilt, dass seit Einführung der Festbeträge 36 Milliarden Euro eingespart wurden. Und auch für patentgeschützte Arzneimittel können die Krankenkassen verhandeln. Wir müssen doch alle endlich einmal die ideologische Brille ablegen und erkennen, dass wir ein Einnahmeproblem haben“ so Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.

Anders als von den Krankenkassen suggeriert, sind die Ausgaben im Gesundheitswesen gemessen am Bruttoinlandsprodukt seit Jahren nahezu konstant. Die Probleme liegen zum einen bei den Einnahmen, da die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zurückgeht, zum anderen werden die Krankenkassen durch die Verschiebebahnhöfe stark finanziell belastet. „Es wäre ein Akt der sachlichen Versicherteninformation, wenn die Krankenkassen ihren Mitgliedern dies einmal klar sagten. Wir als pharmazeutische Industrie leisten unseren Beitrag zur Stabilisierung des Gesundheitswesens. Allein 2009 haben die Unternehmen Abschläge von einer Milliarde Euro gezahlt.

Im Arzneimittelbereich liegen wir nach jüngsten Daten der ABDA bei Arzneimitteln ohne Impfstoffe im Gesamtjahr um 1,1 Prozent unter der Steigerungsrate, die GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung vorgegeben haben – und das obwohl diese für dieses Jahr noch um ein Prozent nach unten korrigiert wurde. Dementsprechend haben die Krankenkassen einen Überschuss von 1,3 Milliarden Euro erzielt, wie das BMG heute mitteilte. Auch das könnte der GKV-Spitzenverband öffentlich kundtun, anstatt Nebelkerzen zu werfen“ so Fahrenkamp.

abgelegt unter:
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Theorien der Versorgungsforschung

Termine
Zentrale Notaufnahme im Fokus 05.10.2021 08:30 - 17:00 — Düsseldorf
Lernen aus der Missing-Data-Krise: Die Rolle von Daten in der Versorgung 05.10.2021 17:00 - 18:00 — Virtuell
Hämophilie-Update 2021 20.10.2021 10:00 - 17:00 — online
RehaForum 2021 21.10.2021 - 22.10.2021 — Köln
Betriebliches GesundheitsManagement 2021 26.10.2021 - 27.10.2021 — Köln
Kommende Termine…
« September 2021 »
September
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930
Creative Commons License