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PraxisRegister Schmerz bietet Einblicke in die Versorgung von Schmerzpatienten

13.11.2019 12:18
Mit aktuell mehr als 250.000 erfassten Behandlungsfällen und rund 1 Millionen Dokumentationen bietet das PraxisRegister Schmerz den umfangreichsten Überblick über die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland. Und das Register wächst stetig weiter. Täglich werden 160 bis 250 Fälle neu dokumentiert und evaluiert. „Damit lassen sich nun endlich versorgungsrelevante epidemiologische Fragestellungen beantworten und Schlussfolgerungen zu notwendigen Veränderungen in den Versorgungsstrukturen ziehen“, sagt PD Dr. med. Michael A. Überall, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

Von den im PraxisRegister Schmerz erfassten Behandlungsfällen leiden mehr als die Hälfte der Patienten (50,9%) unter Rückenschmerzen, 16,8% unter Gelenkschmerzen und 9,3% unter Kopfschmerzen. Dabei gibt der Großteil der Patienten (57,8%) an, unter starken schmerzbedingten Funktionseinschränkungen (Grad IV nach von Korffi) zu leiden, 23,9% geben mittlere schmerzbedingte Funktionseinschränkungen an. Bei den Pharmakotherapien stehen mit fast 300.000 Angaben Nicht-Opioidanalgetika der WHO-Stufe 1 an erster Stelle. Dazu gehören vorwiegend nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR). Die Verordnung von Opioiden der WHO-Stufe 3 wurde rund 91.000-mal dokumentiert.

Die Daten im PraxisRegister Schmerz haben insgesamt 662 Schmerzmediziner, 743 Ärzte anderer Fachrichtungen und 2.377 Vertreter nicht-medizinischer Fachgruppen in bundesweit 175 Schmerzzentren im Rahmen der Regelversorgung erfasst. Dabei kommen die komplementären Web-Applikationen "iDocLive" (für Therapeuten) und mein-Schmerz.de (für Patienten und Angehörige) zum Einsatz. Diese erfassen verschlüsselte Informationen zu der jeweiligen Schmerzerkrankung, zu medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien sowie zum Behandlungsverlauf.

Um die Datenbasis weiterhin zu verbreitern, lädt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) weitere Ärzte, die an der Versorgung von Schmerzpatienten beteiligt sind, dazu ein mitzumachen.

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