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IMS HEALTH-Kundentagung 2011: Gesundheitsversorgung heute und morgen

13.10.2011 11:37
Unter dem Titel „Impulse für den Gesundheitsmarkt post AMNOG“ fand am 26. und 27. September die diesjährige Kundentagung von IMS HEALTH statt. Auf der mit über 200 Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung trafen Vertreter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammen. Im Fokus standen zum einen Fragen der aktuellen Gesundheitsversorgung unter besonderer Berücksichtigung der Konsequenzen aus dem zum Jahresbeginn in Kraft getretenen Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG), zum anderen ging es auch um Aspekte der zukünftigen Versorgung.

Dr. Frank Wartenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von IMS HEALTH in Deutschland, unterstrich in seinem Einführungsvortrag, welche Konsequenzen das AMNOG gerade für die pharmazeutische Industrie gezeitigt hat und vor welchen neuen Herausforderungen diese steht. Einerseits bestehe eine große Betroffenheit durch jährliche Umsatzeinbußen in Höhe von 2 Mrd. Euro als Folge erhöhter Herstellerzwangsrabatte. Andererseits führten erste Nutzenbewertungen dazu, dass Unternehmen auf die Markteinführung der entsprechenden Präparate in Deutschland verzichten. Das weise für die Zukunft auf neue Anforderungen für den „Market Access“ und das Vertriebsmanagement hin. Verstärkt würden sog. „Real World Daten“, d.h. Informationen zur Versorgung unter Alltagsbedingungen, benötigt, und die relevanten Stakeholder – Kostenträger, Leistungserbringer und die pharmazeutische Industrie – müssten mehr miteinander kooperieren. Auch Internationale Preisvergleiche gewännen im Kontext der Nutzenbewertungen an Bedeutung. IMS könne hierbei als neutraler Partner an verschiedenen Stellen Unterstützung bieten.

Graham Lewis, Vice President Strategic Solutions bei IMS HEALTH, schlug in seiner Präsentation zu internationalen Entwicklungen im Pharmamarkt ebenfalls den Bogen von heute in die Zukunft. Auslaufende Patente in den nächsten Jahren, damit einhergehend ein vermehrter Einsatz von Generika, eine zunehmende Bedeutung der sog. „pharmerging markets“ und als Wachstumstreiber Spezialpräparate einschließlich Biopharmazeutika seien einige zu erwartende Entwicklungen. Deren erfolgreiche Bewältigung bedeute für pharmazeutische Unternehmen diversifizierende Strategien, die von der Produktionsplanung bis hin zu neuen Kooperationen reichten, je nach lokalem bzw. internationalem Fokus.

Wolfang Kaesbach,  Leiter der Abteilung Arznei- und Heilmittel im GKV-Spitzenverband,  berichtete über Hintergrund und Stand des Verfahrens zur frühen Nutzenbewertung für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen. Für die Industrie habe das AMNOG den Vorteil gebracht, dass die Zulassung nun mit der Fiktion des Nutzennachweises einher gehe und ein genereller Verordnungsausschluss nur noch bei erwiesener Unzweckmäßigkeit des Arzneimittels möglich sei. Die Kassen hätten den Vorteil, dass mit dem Erstattungsbetrag künftig nur noch für die Arzneimittel mehr als für die Vergleichstherapie gezahlt werde, die einen Zusatznutzen aufweisen können. Gleichzeitig werde damit die „Volksverdummung“, nämlich dass jedes neue Arzneimittel automatisch eine Innovation sei, beendet. Nachdem inzwischen erste Erfahrungen zur Nutzenbewertung für neu eingeführte Arzneimittel vorliegen, werde der G-BA bereits Ende 2011 Arzneimittel aus dem Bestandsmarkt aufrufen. Davon würden insbesondere Arzneimittel mit einer hohen Versorgungsbedeutung und solche, die mit Arzneimitteln im Wettbewerb stehen, für die bereits ein Beschluss des G-BA zur Nutzenbewertung vorliegt, betroffen sein.

Patientenbeteiligung an Versorgungsentscheidungen noch unterentwickelt

Ausgangspunkt der Podiumsdiskussion mit Vertretern von Politik, Leistungserbringern, Industrie und Krankenkassen am zweiten Konferenztag war die heute in Deutschland noch weitgehend geringe Einbindung von Versicherten bzw. Patienten in Versorgungsprozesse und -entscheidungen. Die Erörterung verschiedener Aspekte machte die Vielschichtigkeit des Themas deutlich. Wie sich  die Steuerung der Patientenversorgung unter Zuhilfenahme externer Dienstleister über indikationsspezifische Selektivverträge und ein definiertes  Medikamentenmanagement letztlich auswirkt, ist heute noch nicht möglich zu bewerten.

Einigkeit bestand bei den Diskutanten darin, dass es geboten erscheint, Pilotprojekte zu starten, um eine qualitativ hochwertige Versorgung auch für morgen zu gewährleisten bzw. sogar zu optimieren.

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