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EIT Health weiht neuen Hauptsitz ein – erste Projekte und Aktivitäten initiiert

11.05.2016 12:37
Wie können wir trotz höherer Lebenserwartung, steigenden Ausgaben für Pflege und die Behandlung chronischer Erkrankungen auch in Zukunft eine gute Gesundheitsversorgung gewährleisten? Mit dieser Frage beschäftigt sich nicht nur die Politik. Die europäische Initiative EIT Health wurde speziell gegründet, um sich dieser dringlichen Frage anzunehmen – und aus Herausforderungen neue Möglichkeiten zu entwickeln.

Mit Partnern aus mehr als 130 führenden Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen aus  ganz Europa hat EIT Health sich das Ziel gesetzt, Bürgerinnen und Bürger bei einem gesünderen Leben zu unterstützen. Mit der Eröffnung des neuen Hauptsitzes am 3. Mai 2016 in München startete die Organisation im Beisein der Bayerischen Staatsministerin Ilse Aigner und Martine Reicherts, der Generaldirektorin Europäischen Kommission, in die heiße Phase der Umsetzung erster Projekte und Aktivitäten.

Die Zahl an Krebs- und Diabetespatienten steigt dramatisch an; Behandlungs- und Folgekosten haben enorme finanzielle Auswirkung auf die Gesundheitssysteme. Sinkende Geburtenraten in Kombination mit einer höheren Lebenserwartung stellen Europa vor hohe soziale und politische Herausforderungen. Laut einer OECD-Studie werden die Ausgaben für Gesundheit und Pflege in Europa von derzeit 6% des BIP auf 10-14% im Jahr 2060 steigen. „Wenn wir es schaffen, unsere Gesundheitsversorgung fundamental zu verändern, werden aus diesen Herausforderungen echte Chancen“, betonte Sylvie Bove, CEO EIT Health e.V., anlässlich der Einweihungsfeier des neuen EIT Health Hauptsitzes in München.

 

„Was wir brauchen, ist ein Paradigmenwechsel von einer expertenzentrierten Gesundheitsversorgung hin zu einem Ansatz, bei dem die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen“, so Bove. Die ersten Projekte, die von der Initiative ins Leben gerufen wurden, verdeutlichen diesen Ansatz. Dazu zählt beispielsweise ein Projekt zur besseren Diagnostik bei seltenen Krebserkrankungen. Mit dem ersten innovativen Zentrum Europas für seltene Krebserkrankungen bildet das „Rare Cancer Project“ eine übergreifende Wissens-Community aus Wirtschaft, Healthcare und akademischen Einrichtungen. Der enge Austausch innerhalb der Community soll dazu führen, dass Patienten künftig schneller geholfen werden kann.

 

Zwei Milliarden Euro für Innovationsprojekte, Bildungsprogramme und Gründerförderung Zur offiziellen Eröffnung des neuen Hauptsitzes von EIT Health in München am 3. Mai kamen mehr als 160 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter der Partnerorganisationen aus allen beteiligten europäischen Regionen. Ihnen schloss sich Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, an. „Die Eröffnung der EIT Health Zentrale ist ein großer Erfolg für Bayern. Das zeigt eindrucksvoll, wie stark Wissenschaft und Wirtschaft im Freistaat aufgestellt sind“, so Aigner. „Das interdisziplinäre Konsortium ‚Gesundes Leben und aktives Altern‘ wird einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Gesundheitsvorsorge leisten. Den Partnern stehen dafür in den kommenden sieben Jahren zwei Milliarden Euro für Innovationsprojekte, Bildungsprogramme und Gründerförderung zur Verfügung. Darüber hinaus unterstützt das Bayerische Wirtschaftsministerium das EIT Health Headquarter jährlich mit 500.000 Euro.“ Auch Martine Reicherts, Generaldirektorin für Bildung und Kultur (DG EAC) der Europäischen Kommission, unterstrich die Relevanz von EIT Health innerhalb der europäischen Gemeinschaft. Mit dem einzigartigen Fokus auf Innovationen kann EIT Health einen wichtigen und aktiven Beitrag zur Gestaltung des Gesundheitssystems leisten.

 

Neben der Eröffnung standen insbesondere der Ideenaustausch sowie Möglichkeiten zum Netzwerken im Vordergrund. „Von genau dieser übergreifenden Zusammenarbeit lebt unsere Organisation“, unterstrich Bove. „Unternehmen, die sonst nie zusammen kommen würden, arbeiten im Rahmen von EIT Health an neuen Lösungen.“ So sind Partnerorganisationen aus Großbritannien, Spanien und Schweden gerade dabei, eine web-basierte Lösung für eine verbesserte Medikation älterer Menschen zu entwickeln, etwa indem sie Fehlmedikationen vermeidet. Die Lösung ermöglicht Ärzten, Pflegepersonal, Apothekern, Angehörigen und den

Betroffenen selbst, einen schnellen und zuverlässigen Überblick über eingenommene Medikamente zu erhalten.

 

Darüber hinaus steht auch die Ausbildung junger Fachkräfte auf dem Programm von EIT Health. Mehr als 150.000 Teilnehmer werden allein in diesem Jahr im Rahmen von sieben verschiedenen MOOCs (Massive Open Online Courses) trainiert. Ebenso bieten fünf Summer Schools, beispielsweise zu den Themen „Ageing Brain“ oder „Big Data for Healthy Living“, Raum für Austausch. Zur Förderung von Nachwuchskräften und jungen Unternehmern bieten die Partnerorganisationen von EIT Health außerdem Zugang zu Forschungseinrichtungen und fachlichen Experten, etwa um Start-ups bei der Gründung zu unterstützen.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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