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Neue Versorgungsansätze zum Nutzen des Patienten

05.02.2013 10:14
Eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen und Erwartungen der Patienten auf der Basis valider Daten ist eine zentrale Herausforderung, der sich die Player im Gesundheitswesen und nicht zuletzt auch die pharmazeutische Industrie stellen müssen. Nur so können eine verbesserte Versorgung und die vom Gesetzgeber geforderte Maximierung des Patientennutzens erreicht werden. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer der diesjährigen Unternehmergespräche des Gesundheitsinformationsdienstleisters INSIGHT Health in Königstein.

Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), betonte in seinem Vortrag, dass die durch das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) eingeführte Nutzenbewertung neuer Arzneimittel zu ersten Versorgungslücken in Deutschland geführt habe. Grund hierfür seien strukturelle Fehler, wie eine fehlende fachliche Aufsicht des Gemeinsamen Bundesausschusses, sowie eine unangemessene Vergütung von Schrittinnovationen. Fahrenkamp fordert, günstigere Rahmenbedingungen für die Nutzenbewertung zu schaffen, um das Risiko von Fehlentscheidungen künftig zu reduzieren.

Eine auf den Patienten konzentrierte Gesundheitsversorgung sowie ein werteorientierter Wettbewerb seien das "Paradigma der Zukunft", so Ralph Lägel, Director Key Account Business Integrated Health Europe bei der Pfizer Pharma GmbH. Der Industrie eröffne sich hierdurch die Chance, als Partner integrierter Versorgungsverträge nach § 140 SGB V die Rahmenbedingungen für eine Behandlung mitzugestalten, um deren Nutzen zu optimieren. Voraussetzung hierfür seien robuste und transparente Daten über alle für eine Therapie relevanten Prozesse. "Pharmaunternehmen sollten nicht mehr nur auf Innovationen setzen, sondern ihr know-how auch im gesamten Therapiemanagement einbringen", sagte Lägel. Durch integrierte Gesundheitslösungen zwischen der Pharmaindustrie, den Krankenkassen und den Leistungserbringern ließen sich beispielsweise allein in der Behandlung von Rückenschmerzpatienten rund 10 bis 20 Prozent der Kosten einsparen – und dies bei gleichzeitig steigender Qualität.

"Um Patienten besser versorgen zu können, müssen wir verstehen, wie die Behandlungen sie beeinflussen und welchen Wert sie diesem Einfluss beimessen", betonte Professor Axel Mühlbacher vom Institut Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement der Hochschule Neubrandenburg. Nur durch eine systematische Messung der individuellen Bedürfnisse und Präferenzen eines Patienten sei es möglich, den vom Gesetzgeber verlangten konkreten Patientennutzen einzelner Behandlungsoptionen zu identifizieren.

Unklar sei derzeit noch, welche Rolle die Pharmaindustrie im integrierten Versorgungsmanagement spielen soll. Einer Befragung von 20 Krankenkassen durch Sanofi-Aventis zufolge reicht das Spektrum vom Rabattgeber über den Berater von Kassen, Ärzten und Patienten bis hin zum kreativen Innovator in der Versorgung.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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