Sie sind hier: Startseite News Krankenstand in Pflegebranche überdurchschnittlich hoch
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Krankenstand in Pflegebranche überdurchschnittlich hoch

29.10.2015 15:53
Der Krankenstand der Beschäftigten in bayerischen Pflegeheimen ist um mehr als 40 Prozent höher als der Durchschnitt der Beschäftigten aller Branchen. Die Pflegeheim-Mitarbeiter waren laut „Report Pflege 2014“ der AOK Bayern an 6,27 Prozent aller Kalendertage erkrankt. Im Vergleich dazu waren die bei der AOK Bayern versicherten Arbeitnehmer insgesamt lediglich an 4,5 Prozent der Kalendertage krank.

Die Tätigkeit in Pflegeheimen ist insbesondere durch schweres Heben und Tragen sowie langes Stehen belastend für den Muskel- und Skelettapparat. Diese und hohe psychische Belastungen prägen das Krankheitsgeschehen in der Branche Pflegeheime. Acht Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle wurden durch psychische Störungen verursacht, wie die AOK Bayern mitteilt. Der bayernweite Durchschnitt beträgt hier 5,1 Prozent. Auffällig ist auch die jeweils längere Dauer der psychischen und Muskel-Skelett-Erkrankungen in der Branche. Mit durchschnittlich fast 32 Kalendertagen liegen die Genesungszeiten für psychische Erkrankungen um 22 Prozent und für Muskel-Skelett-Erkrankungen (mit rund 23 Kalendertagen) um 31 Prozent über dem Bayernwert.

Die AOK Bayern bietet nach eigenen Angaben für Pflegeheime branchenspezifische betriebliche Gesundheitsförderung an. Dazu unterstützt die AOK Bayern mit einem praxisnahen Konzept zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Beispielsweise nennt die AOK Bayern ein Gesundheitsprojekt mit dem Bayrischen Roten Kreuz, bei dem eine betriebsspezifische Analyse arbeitsbedingter Gesundheitsbelastungen durch Gesundheitszirkel und Beschäftigtenbefragungen die Grundlage bildeten. Anschließende Trainingsmaßnahmen wie z.B. arbeitsplatzbezogene Rückenschulen hätten die Eigenverantwortung gestärkt. Auch gehörten Verbesserungen von Arbeitsorganisation und Organisationsstrukturen zum ganzheitlichen Ansatz. Krankenstand als auch Fluktuationsrate hätten sich in der Folge positiv entwickelt und die Zufriedenheit der Beschäftigten sei durch die Maßnahmen gestiegen.

Die AOK Bayern unterstützte allein im letzten Jahr mehr als 3.000 bayerische Unternehmen in der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).

Artikelaktionen
abgelegt unter: ,
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Versorgungsforschung zu unpolitisch?

Termine
Zentrale Notaufnahme im Fokus 05.10.2021 08:30 - 17:00 — Düsseldorf
RehaForum 2021 21.10.2021 - 22.10.2021 — Köln
Betriebliches GesundheitsManagement 2021 26.10.2021 - 27.10.2021 — Köln
Innovationskongress Health 4.0 29.11.2021 - 30.11.2021 — Köln
Kommende Termine…
« Juni 2021 »
Juni
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930