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Mehr als 330 Teilnehmer auf der Berliner Pflegekonferenz Zukunft Pflege, ein Thema das bewegt

28.11.2014 13:22
"Aus der Praxis - für die Praxis", unter diesem Motto fand am 11. und 12. November die Berliner Pflegekonferenz statt. Neben den pflegepolitischen Reformplänen standen überwiegend Fragen aus dem Pflegealltag im Fokus der Diskussionen. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Joseph Laumann, stellte in seinem Vortrag klar, dass der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff erst nach Verhandlung eines neuen Pflegeschlüssels mit den Ländern wirksam werden könne. Ebenso wenig mache eine Anhebung der Pflegesätze Sinn, solange nicht gewährleistet sei, dass diese auch bei den Pflegekräften ankäme
Die ausgesprochen positive Resonanz aller Teilnehmer der Berliner Pflegekonferenz machte deutlich, wie hoch der Informations- uns Diskussionsbedarf in diesem Bereich ist. "Wir als Dienstleister der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen organisieren bundesweit unabhängige Pflegeberatungen. Unser wichtigstes Anliegen ist es dabei, dem bestehenden Informationsdefizit entgegenzuwirken und die Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich für die Betroffenen aus ihrem gesetzlichen Beratungsanspruch ergeben," so Yves Rawiel, Geschäftsführer der spectrumK und Organisator der Konferenz.
Eine weitere wichtige Erkenntnis, die im Rahmen dieser Konferenz gewonnen wurde, ist der Umstand, dass es immer noch an einem geeigneten Instrumentarium fehlt, um zielgerichtet gegen den bestehenden Fachkräftemangel vorzugehen, hob der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, in seinem Vortrag hervor.
Demgegenüber wandte sich die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Ursula Lehr in Ihrem Vortrag vehement gegen den Begriff des "Pflegealters", der in der Demographie Debatte so oft fallen würde, obgleich es ein Pflegealter gar nicht gebe. Eine Feststellung, die durch den Geschäftsführer der Björn Schulz Stiftung, Wolfgang Kern, bekräftigt wurde, der das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin betreibt. "Unsere Gäste - so nennen und sehen wir die Kinder und Familien - benötigen umfassende Unterstützung. Die Pflege kann hierbei nicht in eng getakteten Zeitfenstern erbracht werden." Kern schloss seinen Vortrag mit einem Zitat von E. Gombault, "wir können für unsere Kinder nicht jeden Tag die Sonne scheinen lassen, aber bei Regen können wir den Regenschirm halten".
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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